Gartentipp

Hochbeete am besten im Vier-Schicht-System befüllen

Ein großes Hochbeet mit Erde zu befüllen kann schnell ins Geld gehen. Eine günstige und umweltfreundliche Alternative ist die Schichtung von Naturmaterialien. Und so geht's.
Mithilfe eines Vier-Schichten-Systems kann man das Hochbeet kostengünstig und umweltfreundlich befüllen. © Adobe Stock

Blumenerde ist teuer. Vor allem, wenn man ein großes Hochbeet füllen muss, merkt man das im Geldbeutel. Die günstige Alternative ist eine Schichtung verschiedener Materialien – und die bietet auch den Pflanzen mehr als Blumenerde.

Häckselgut und Schnittreste vom Rasen, anderen Pflanzen und Falllaub zersetzen sich im Hochbeet mit der Zeit und geben dabei längerfristig wertvolle Nährstoffe ab. Die Verrottung wirkt sich also positiv auf die Pflanzen aus – so als würde man Kompost ins Beet einarbeiten, erklären die Experten vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE).

Mäusedraht für offene Hochbeete

Sie raten bei großen Hochbeeten ab zwei Quadratmetern zu einer Füllung aus vier Schichten. Ist das Hochbeet unten offen, erhält es aber zunächst einen feinmaschigen Hasendraht, der Wühlmäuse von den Wurzeln und Pflanzen im Beet abhält.

Ein so offenes Beet muss zwar gegen die Tiere geschützt werden, aber es bietet auch einen Vorteil: Überschüssiges Gieß- oder viel Regenwasser kann leichter ablaufen und es entsteht keine Staunässe, die Wurzeln faulen lassen könnte.

Die erste Schicht

Als erste Schicht zählt dann eine grobe Drainage, etwa aus dünnen Ästen und Zweigen, Steinen oder Häckselgut. Auch sie lässt überschüssiges Wasser besser ablaufen.

Die zweite Schicht

Darüber kommt eine Lage aus Laub oder Grünabfällen wie Rasenschnitt. Auch abgeschälte Rasenstücke kann man nutzen, die sogenannte Rasensoden. Der BVE rät, diese aber umzudrehen.

Diese Schicht gut festklopfen, damit Erde und Kompost nicht nach unten durchrieseln.

Die dritte Schicht

Die dritte Lage besteht aus Rohkompost oder Mist.

Die vierte Schicht

Darüber folgt zuletzt humusreiche Erde, etwa 30 Zentimeter dick.

Laut den Experten kann diese Schichtfüllung für fünf bis sechs Jahre genutzt werden. Danach ist sie ausgelaugt und das Hochbeet sollte neu gefüllt werden.

„Theoretisch könnte ein großes Hochbeet auch komplett mit hochwertiger Erde gefüllt werden“, so der BVE. „Das wäre aber teurer und bringt keine Vorteile.“ Bei kleinen Hochbeeten sieht das anders aus: Denn nur eine Lage Erde benötigt weniger Platz.

„Wenn ein Hochbeet zum Beispiel auf der Terrasse steht, nach unten geschlossen ist und eventuell auch noch auf Beinen steht, ist meist nicht der Platz für einen Vier-Schichten-Aufbau“, so der Verband. „Dann wird das Hochbeet wie ein großer Pflanzkübel mit Erde befüllt. Wobei eine Drainageschicht unten hier ebenfalls von Vorteil ist.“

Der BVE rät zum Beispiel zu Schotter. Es reicht aus, darüber eine circa 30 Zentimeter hohe Lage humusreiche Erde zu füllen.

dpa

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