Kaltkeimer

Kälteschock als Wachstums-Booster

Einige Sommerblumen mögen es eigentlich am liebsten frostig: An kalten Wintertagen erhalten ihre Samen einen Impuls zum Austreiben.
Einige Pflanzen wie die Bergenie keimen am besten bei kalten Temperaturen. © Andrea Warnecke/dpa

Manche Pflanzensamen brauchen einen Kälteschock, damit sie mit dem Wachsen beginnen. Niedrigen Temperaturen wecken sie quasi auf. Daher rät Staudengärtnerin Svenja Schwedtke, diese Samen noch bis circa Ende Februar auszusäen – und zwar nicht wie das meiste Saatgut im warmen Haus, sondern draußen im Freien. Pflanzen mit dieser frostigen Neigung nennt man daher auch Kaltkeimer.

In winterkalten Regionen daheim

Dazu zählen viele beliebte Sommerblumen – etwa der Eisenhut, der Phlox, die Fackellilie, der Frauenmantel, die Bergenie und die Taglilie. Auch Akelei, Buschwindröschen, Herbstzeitlose, Iris sowie Lilie, Pfingstrose, Schlüsselblume und Tränendes Herz sind Kaltkeimer.

Grund für diese ungewöhnlichen Startbedingungen der Pflanzen sind die Klimabedingungen an ihren ursprünglichen Standorten. Sie stammen aus den Bergen oder anderen Regionen mit kaltem Winter, ihre Samen müssen diese Witterungen unbeschadet überstehen.

Wann sollten Kaltkeimer gepflanzt werden?

Kaltkeimer können grundsätzlich ab Oktober ausgesät werden. Sie kommen erst mal in mit Erde ausgelegte Kisten, worin sie für drei bis vier Wochen bei 15 bis 18 Grad im Haus bleiben. Danach werden sie für rund eine Woche kühler gestellt, bei circa 10 Grad. An einem frostfreien Tag werden die Kisten dann ins Freie gebracht, wo sie für ein paar Wochen noch einen Kältereiz erfahren.

Gärtnerin Svenja Schwedtke rät bei der verspäteten Aussatz ab Januar das Saatgut direkt im Freien zum Keimen zu bringen.

dpa

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