Radfahren im Herbst und Winter Gut sichtbar und mit viel Vorsicht

Licht am Fahrrad
Ohne ausreichend Licht ist das Fahrrad nicht verkehrssicher. © Andreas Arnold/dpa
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Dunkel, nass, kalt und rutschig – prima Wetter zum Radeln? Nun, Fahrradfahren ist ohne Frage im Frühling und Sommer attraktiver. Aber wer ein paar Punkte beachtet, kommt strampelnd auch sicher durch die dunkle Zeit. Wichtig sind dem Wetter angepasste, auffallende Kleidung, vorsichtiges Fahren und: ein gutes Licht!

Kurven-, Fern- und Bremslicht sind bei der Fahrradbeleuchtung gerade „State of the Art“, sagt Arne Bischoff vom Pressedienst-Fahrrad (pd-f). Die neueste Technik in Eigenregie nachzurüsten, ist nicht immer einfach und dann eher ein Fall für die Werkstatt.

Bei gebrauchten Fahrrädern müssen Besitzerinnen und Besitzer individuell entscheiden, was sie noch investieren wollen. Allerdings: „Seitenläuferdynamos sind Technik der 1950er und 1960er Jahre“, sagt Bischoff. Und heller als mit Glüh- und Halogenlampen geht es allemal.

Fahrradbeleuchtung nachrüsten

Es gibt es zwei mögliche Varianten für modernes LED-Licht an älteren Fahrrädern. Entweder den Einbau eines neues Vorderrads mit Nabendynamo in Kombination mit einem LED-Scheinwerfer. Das kostet inklusive Einbau circa 120 bis 200 Euro plus Scheinwerfer und Rücklicht.

Ein Nabendynamo ist leistungsstark und unempfindlich gegen Witterungseinflüsse. Oder man steigt auf eine Akku-Anlage um. „Die ist in der Regel in wenigen Handgriffen montiert“, sagt Bischoff.

Wer Geld in die Hand nimmt, bekommt eine Lichtqualität, die auf demselben hohen technischen Niveau liegt wie fest installierte moderne Anlagen. Hochwertige Akku-Scheinwerfer gibt’s ab etwa 50 Euro. Rückleuchten sind zwischen 20 bis 40 Euro zu haben. Vorsicht: Nur solche mit Prüfzeichen sind in Deutschland erlaubt – zu erkennen an Wellenlinie, K und Zahl.

Nachteile der Akkubeleuchtung: Sie kann zu Hause oder am Rad vergessen werden und lässt sich so einfach klauen. Lädt man sie nicht rechtzeitig auf, ist man außerdem aufgeschmissen. Ohne Strom bleibt selbst die teuerste Leuchte duster.

Sind Blinklichter erlaubt?

Vorsicht. Nicht alles, was Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist verkehrssicher: Blinkende Lichter direkt am Rad sind nicht erlaubt.

Aber zusätzliche Blinkleuchten am Körper sind durchaus sinnvoll. Es gibt auch Helme mit integriertem Blinklicht. Reflektoren oder reflektierende Bänder lassen sich auch an den Beinen anbringen. Durchs Treten tauchen die Reflexe immer wieder an einer anderen Stelle auf und sorgen für Aufmerksamkeit.

Warm und auffällig – die richtige Kleidung

Die Kleidung ist am besten möglichst auffällig. Neonfarben und reflektierende Applikationen erhöhen die Sichtbarkeit, so die Prüfgesellschaft GTÜ. Idealerweise hält sie auch warm und trocken. Für kurze Strecken zur Arbeit reicht als Schutz gegen die Elemente eine über Anzug oder Blaumann getragene atmungsaktive Regen-, Wind- oder Winterjacke, sagt Arne Bischoff.

Dazu kann sich bei Bedarf eine entsprechende Überhose gesellen. Beides sollte so gewählt werden, dass die Kleidung beim Radeln nicht behindert. Handschuhe und eine dünne Unterziehmütze für den Helm komplettieren dann das Outfit.

Winterreifen fürs Fahrrad?

Wer will, kann spezielle Winterreifen aufziehen, die es mit und ohne Spikes gibt. Meist reichen laut pd-f bei den klimatischen Bedingungen in Deutschland Ganzjahresreifen. Hochwertige Ganzjahres- und Winterreifen ohne Spikes starten bei circa 30 Euro pro Reifen; solche mit Spikes je nach Anzahl der Spikes ab etwa 45 Euro.

Ansonsten kann die Haftung erhöht werden, indem der Luftdruck auf das Minimum reduziert wird. So verbreitert sich die Aufstandsfläche. Der zumeist auf der Flanke angegebene erforderliche Mindestdruck sollte dabei aber nicht unterschritten werden. Und je geringer der Luftdruck ist, desto häufiger sollte er kontrolliert werden, so der pd-f.

dpa

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