Motorradreise

Motorrad beladen: Auf die Balance kommt es an

Das Frühlingswetter lädt zum Motorradfahren ein. Wenn eine längere Tour mit Reisegepäck ansteht, muss das irgendwo untergebracht werden - aber wie geht das richtig?
Auf großer Tour: Wer mit dem Motorrad verreisen will, sollte auf gleichmäßiges Beladen der Maschine achten. © Harald Tittel/dpa

Jedes Zusatzgewicht verschlechtert das Fahrverhalten eines Motorrads. Daher kommt es darauf an, das Gepäck möglichst systematisch zu verteilen, um die Maschine nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Aerodynamik des Motorrads beachten

Wer zu viel Gepäck an die falsche Stelle packt, riskiert gefährliche Pendel- oder Schlingerbewegungen, schreibt die Prüfgesellschaft GTÜ in ihrem Motorradratgeber online.

Das hat zuweilen auch mit einer veränderten Aerodynamik zu tun. Daher können stabile, fest montierte und vom Hersteller empfohlene Systemkoffer eine Alternative sein. Manchmal sind für sie gewisse Höchstgeschwindigkeiten und Zuladungslimits angeraten.

Allerdings können sie durch ihr Eigengewicht bereits einiges von der möglichen Zuladung verbrauchen. Der ADAC bringt alternativ gewichtssparende Softbags, Textiltaschen oder Gepäckrollen ins Spiel.

Wie hoch darf man das Motorrad beladen?

Wer aber Gepäck zu hoch und zu schwer aufbaut, erhöht den Schwerpunkt, was die Maschine in engen Kurven schneller kippen lassen kann. Schwere Teile kommen demnach weit nach unten und eher nach vorn, um Fahrmanöver nicht zu erschweren.

Wie sieht die optimale Gewichtsverteilung aus?

Ist zu viel Gewicht über dem Hinterrad, kann durch das entlastete Vorderrad der Lenker flattern oder das Vorderrad beim Gasgeben schneller abheben. Etwas vom Topcase hinten in einen Tankrucksack zu laden, kann Abhilfe schaffen.

Weder Tankrucksack noch Taschen auf Gepäckträger oder Rückbank dürfen aber die Sicht oder die Bewegungsfreiheit einschränken oder Lichter abdecken.

Vorhandene Seitenkoffer sind möglichst gleich zu beladen, Schweres nach unten. In ein Topcase nur leichtere Sachen verstauen. Am besten nimmt man sowieso nur das Nötigste mit. Das für die Maschine geltende zulässige Gesamtgewicht darf generell nicht überschritten werden.

Auch die Anfälligkeit für Seitenwind erhöht sich bei bepackten Bikes genauso wie auch die Wege für Beschleunigung und Bremsen länger werden.

Wichtig: Reifendruck nach Herstellerangaben dem Mehrgewicht anpassen und, sofern möglich, auch die Dämpfung straffer und die Federung härter machen.

dpa

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