Erkrankungsmythen

„Das ist doch nur das Alter!“ – Mythen und Wahrheiten über Alzheimer

Wie entsteht eine Alzheimer-Erkrankung? Gibt man sie auf jeden Fall an seine Nachfahren weiter? Wie lässt sie sich behandeln? Wir beantworten Ihnen die häufigsten Fragen zum Thema.
Alzheimer ist mehr als nur eine Alterserscheinung oder "tüddelig werden". Doch wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, können die Auswirkungen verringert werden. © Adobe Stock

Rund um die Alzheimer-Krankheit halten sich hartnäckig einige Gerüchte. Eins davon: Alzheimer ist keine Krankheit, sondern ganz normal bei sehr alten Menschen. Das ist falsch, sagt die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI).

Ein organisch gesundes Gehirn wird im hohen Alter zwar langsamer, kann aber noch sehr leistungsfähig sein. Alzheimer ist dagegen eine Erkrankung, entsprechende Ablagerungen werden in bildgebenden Verfahren sichtbar.

Was sind die Gründe für eine Alzheimer-Erkrankung?

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) räumt mit weiteren Vorurteilen auf: Sie betont, es gebe keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass die Krankheit beim Menschen ansteckend sei. Auch habe sie nichts zu tun mit einer erhöhten Aluminium-Aufnahme. Zwar wurde im Gehirn verstorbener Alzheimer-Patienten eine höhere Konzentration festgestellt. Fachleute gehen derzeit aber davon aus, dass das eine Begleiterscheinung und nicht die Ursache ist.

Alzheimer bekommen, weil ein Elternteil diese Krankheit auch schon hatte? Das muss keinesfalls so sein, erklärt die AFI. So sei nur rund ein Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen eindeutig erblich bedingt. Diese Menschen erkranken dann schon recht früh im Leben. Bei allen anderen beginnen die Symptome meist erst ab 65 Jahren.

Alzheimer ist noch nicht heilbar

Das stimmt. Aber das Gerücht, deshalb nichts dagegen tun zu können, ist ein Irrtum. Mit Medikamenten kann der Verlauf verlangsamt werden, auch Begleiterscheinungen wie Depressionen oder Aggressionen sind behandelbar. Nicht-medikamentöse Therapien mobilisieren zudem geistig, körperlich und emotional.

dpa

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