Das Konzept für die Bahnhofstraße lässt noch auf sich warten. © Nils Dietrich
Bislang kein Konzept

Ärger über jahrelangen Stillstand an der Bahnhofstraße – Taten gefordert

Bürgersteige, Radwege, Beleuchtung: Auf der Bahnhofstraße gibt es eine Menge zu tun. Das Problem: Seit Jahren tut sich nichts. UWG-Fraktionschef Gerd Heuser fordert jetzt endlich Taten.

Gerd Heuser ist die Situation schon lange ein Dorn im Auge. Und nicht nur ihm, berichtet der Vorsitzende der Fraktion der Unabhängigen Wähler (UWG) im Gemeinderat. Regelmäßig erreichten ihn Anfragen und Beschwerden aus der Bürgerschaft. Sie alle eint: Unzufriedenheit mit der Situation an der Bahnhofstraße. Allein: Getan hat sich bislang nichts. Dabei sind die Probleme, so Gerhard Heuser, schon lange bekannt.

„Der Bahnhof ist ein Segen für Legden“, sagt Gerd Heuser. Nur an der Anbindung an den Ortskern hapere es. Wenn die UWG Anfragen stelle, und das hat sie allein im laufenden Jahr mehrfach getan, dann seien das immer indirekt Rückmeldungen aus der Bürgerschaft, die das Thema umtreibt.

An mehreren Stellen besteht Handlungsbedarf

Der Ratsherr sieht an gleich mehren Stellen Handlungsbedarf, wie er bei der Ortsbegehung mit der Redaktion verdeutlicht: „Wir haben hier keine sichere Verkehrsverbindung mit durchgehendem Fuß- und Radweg.“ Kurz vor dem Bahnhof müssten Rollatorfahrer auf die Straße ausweichen – besonders im Dunkeln keine angenehme Vorstellung.

Apropos: „Der erste Zug am Morgen geht um sechs, für junge Frauen ist das sehr unangenehm ohne Beleuchtung.“ Von der Einfahrt Westring bis zur Bundesstraße stehe keine einzige Laterne. Die Liste der von Gerhard Heuser aufgeführten Mängel ist lang.

Früher hat es auf Höhe des Kornhauses einen Bürgersteig gegeben, mit dessen Abriss 2016 aber ist dieser verschwunden. Nur die geplanten Neubauten auf der Wiese lassen weiterhin auf sich warten und es ist, so Gerhard Heuser weiter, wohl nicht absehbar, wann das Projekt vom Investor angegangen werden wird. Dabei besteht hier bereits Baurecht.

Nicht barrierefrei: der Bürgersteig an der Biegung der Bahnhofstraße.
Nicht barrierefrei: der Bürgersteig an der Biegung der Bahnhofstraße. © Nils Dietrich © Nils Dietrich

Das Problem: In der Vergangenheit wurde das Thema Bahnhofstraße immer mit Verweis auf dieses Projekt geschoben. „Von der Verwaltung heißt es immer, wir wollen ein Konzept erstellen, das die gesamte Bahnhofstraße abdeckt“, moniert Gerd Heuser. Nur das lasse nach wie vor auf sich warten. „Das kann man nicht von einem Investor abhängig machen!“

Bürgermeister Dieter Berkemeier verweist auf Anfrage aber genau auf diesen Sachverhalt: „In der Vergangenheit war es Konsens, dass vor einer Umgestaltung und des Ausbaus der Bahnhofstraße, darunter auch Gehwege und Beleuchtung, die Umsetzung dieses Baugebietes abgewartet werden soll.“ Gegebenenfalls müssten noch Leitungen und Kanäle verlegt werden. Bau- und Lieferfahrzeuge könnten die neue Straße obendrein beschädigen.

Warten seit 2013

Stattdessen fordert die UWG, dass das Konzept jetzt angegangen wird: „Wir warten schon seit 2013 darauf, seitdem das Kornhaus leer ist.“ 2009/2010 sei schonmal ein Konzept erstellt worden, außer den Planungskosten seien dabei aber nur einige Parkbuchten und sechs Bäume dabei herausgekommen.

Fordert Taten an der Bahnhofstraße: UWG-Fraktionschef Gerd Heuser.
Fordert Taten an der Bahnhofstraße: UWG-Fraktionschef Gerd Heuser. © privat © privat

Dabei will die UWG gar nicht viel, beteuert Gerd Heuser. Ein funktionierender Straßenbelag sowie ein durchgehender Fuß- und Radweg mit Straßenbeleuchtung würden bereits eine deutliche Verbesserung bringen. „Ich habe die Hoffnung, dass das jetzt angefasst wird“, erklärt der Fraktionschef.

Eine weitere Anfrage seiner Fraktion läuft derweil, in der kommenden Sitzung des Gemeinderats am 8. November ist eine Antwort zu erwarten. Vielleicht kommt dann ja Bewegung in die Sache.

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