Coronavirus-Behandlungszentrum in Legden: Arbeit läuft reibungslos

Coronavirus

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zieht eine erste positive Bilanz über die Arbeit im Corona-Behandlungszentrum im Dorf Münsterland.

Legden

05.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Kai Zwicker (Landrat Kreis Borken), Martina Schrage (Koordinatorin KVWL-Behandlungszentrum Legden), Christian Voss (DRK) und Daniela Balloff (Koordinatorin KVWL-Behandlungszentrum Legden; v.l.).

Dr. Kai Zwicker (Landrat Kreis Borken), Martina Schrage (Koordinatorin KVWL-Behandlungszentrum Legden), Christian Voss (DRK) und Daniela Balloff (Koordinatorin KVWL-Behandlungszentrum Legden; v.l.). © KVWL

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist seit über einer Woche in Legden im Pandemie-Einsatz. Sie hat im Dorf Münsterland ein Corona-Behandlungszentrum eingerichtet (wir berichteten). „Die Inanspruchnahme seitens der Patienten ist gut, die Zusammenarbeit des medizinischen Personals klappt einwandfrei, die Abläufe funktionieren – wir sind sehr zufrieden“, berichtet Bernd Balloff.

Er ist medizinischer Leiter der Einrichtung, die vor etwas mehr als einer Woche ihren Betrieb aufgenommen hat. Erst kürzlich hat auch der Landrat des Kreises Borken, Dr. Kai Zwicker, das Zentrum besucht, um sich ein Bild von den Abläufen und Räumlichkeiten zu machen.

„Positive Resonanz“

„Die Zusammenarbeit zwischen der KVWL, den Ärzten vor Ort und dem Kreis Borken ist wirklich vorbildlich. Was uns auch besonders freut, ist die positive Resonanz der Patienten – die Anerkennung ist wirklich groß und wir freuen uns sehr über jede Rückmeldung!“, betont Bernd Balloff.

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Das Behandlungszentrum soll die ambulante Versorgungsebene ergänzen, um Coronavirus-Patienten, Verdachtsfälle und Patienten mit entsprechenden Beschwerden (zum Beispiel Atemwegserkrankungen oder Fieber) außerhalb der Praxen der niedergelassenen Vertragsärzte qualifiziert zu versorgen. Mögliche Infektionsketten können auf diese Weise unterbrochen werden. Der behandelnde Hausarzt ist in jedoch in jedem Fall weiterhin der erste Ansprechpartner.

Anmeldung

Der Zugang für die Patienten erfolgt über die Straße „Am Landwehr“. Das Behandlungszentrum kann mit dem Auto erreicht werden. Patienten melden sich am Eingangstor zur Festscheune (Dorf Münsterland) bei einem Mitarbeiter des Behandlungszentrums an und warten im Auto, bis sie aufgerufen werden. Eine Überweisung ist nicht notwendig.

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Im Behandlungszentrum stellen Mitarbeiter die Personalien des Patienten fest. Anschließend erfolgt eine ärztliche Untersuchung.

Die Abstriche werden an ein Labor in Schüttorf weitergeleitet, um zu klären, ob die Person infiziert ist oder nicht. Wo sonst gefeiert wird, sind jetzt drei Behandlungszimmer mit Liege, Stethoskop, Corona-Teststäbchen, PC, Drucker und mehr eingerichtet worden.

Die KVWL weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Behandlungsstrukturen an diejenigen Patienten richten, die eine COVID-19-Infektion oder einen Verdacht auf eine COVID-19-Infektion sowie behandlungsbedürftige Beschwerden aufweisen. Ebenso angesprochen sind Patienten, die COVID-19-Symptome entwickeln und Kontakt zu COVID19-positiven Patienten hatten.

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