Beim Stadtradeln sind Legdener mehr als 40.000 Kilometer gefahren

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Beim Stadtradeln für das Klima haben 183 Legdener in die Pedalen getreten. Drei Vereine und drei Radler wurden dafür ausgezeichnet. Einige haben sich noch mehr vorgenommen.

Legden

, 14.06.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zahlen sprechen für sich: 183 Radelnde, davon 6 Mitglieder des Kommunalparlaments, legten in 21 Tagen insgesamt 40.848 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Dies entspricht der 1,02-fachen Länge des Äquators. Dabei vermieden sie 5800 Kilogramm CO2. Jetzt hat Bürgermeister Friedhelm Kleweken die fleißigsten Radler ausgezeichnet.

Groß war die Freude im Haus Feldkamp. Mit 918 Kilometern hat Dieter Feldkamp die meisten Kilometer zurückgelegt. Platz zwei ging an seine Frau Agnes. Sie hatte nur einen Kilometer weniger auf dem Tacho. Platz drei belegte Simon Veldscholten mit 800 Kilometern.

Mit dem Ergebnis ist Kleweken sehr zufrieden. „Bezogen auf die Einwohnerzahl hat Legden nach Reken und Heiden im Kreis Borken den dritten Platz belegt. Da kann man stolz drauf sein.“ Das Ergebnis zu 2018, als Legden das erste Mal mitmachte beim Stadtradeln, wurde deutlich gesteigert. Damals brachten es 104 Radelnde auf 25.460 Kilometer.

Klimaschutzpreis als Anreiz

Der Grund könnte in einem besonderen Anreiz liegen. „Wir haben dieses Jahr beschlossen, den Innogy-Klimaschutzpreis für die besten Stadtradel-Teams zu verleihen.“ Die 1000 Euro, die beispielsweise im vergangenen Jahr an die Landwirtschaftlichen Ortsvereine für ihre Bienen-Nisthilfen gingen, wurden jetzt an drei Vereine verteilt.

Spitzenreiter ist die Gemeinschaft Behinderter und ihrer Freunde (GBF). Zu ihrem Team Grenzenlos gehörten immerhin 31 Radler. 6203 Kilometer legten sie gemeinsam zurück. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 880 Kilogramm. Sonja Roßmöller nahm mit Freude die Urkunde und das Preisgeld von 500 Euro entgegen.

Auf den zweiten Platz, der mit 300 Euro dotiert war, kam der Dahliengartenverein, der es auf 5676 Kilometer brachte und damit 806 Kilogramm CO2 vermied. Der dritte Platz (200 Euro) ging an die Leichtathletik-Abteilung des SuS Legden für 3219 Kilometer (457 Kilogramm CO2).

Umständliches Prozedere stört

Allen hat es Spaß gemacht – das war der Tenor bei der Preisverleihung am Dienstagabend im Haus Weßling. Kritik gab es nur vereinzelt am Prozedere. Es sei etwas umständlich gewesen, sich einzuloggen.

Das haben sie aber immer wieder getan. Auch Dieter Feldkamp hat jeden Tag seine Kilometer eingetragen und geschaut, was die „Konkurrenz“ macht. Er und seine Frau haben mit drei anderen Radlern das Team Nachbarschaft Mühlenbach gebildet. „Ich bin seit Februar Rentner“, erzählt er im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. „Zum Abschied habe ich ein E-Bike bekommen.“ Damit sind er und seine Frau, wenn es das Wetter erlaubt, täglich unterwegs. „Wir fahren so 30, 40 Kilometer“, sagt er. Eigentlich sei er ja gar nicht die Zielgruppe, so sagt er auch. Denn die Aktion Stadtradeln will ja Menschen dazu bringen, das Fahrrad statt des Autos zu benutzen zum Beispiel für den Weg zur Arbeit.

Ehrgeiziges Ziel für 2020

Aber auch Dieter Feldkamp hat zwischendurch bewusst das Fahrrad gewählt und fürs Einkaufen auf das Auto verzichtet. Das wird er im kommenden Jahr noch konsequenter tun. Denn Dieter Feldkamp will auch 2020 beim Stadtradeln mitmachen und hat dafür ein Ziel: „Ich will die 1000-Kilometer-Marke knacken.“

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