Blitz schlägt in Legden ein

Feuerwehrleute haben Feuer schnell im Griff

LEGDEN "Blitzeinschlag in Wohnhaus!" Als die Legdener Feuerwehrleute gestern gegen 17.30 Uhr diese Nachricht erhalten haben sie es nicht weit: Das Dach, dessen Isolierung gerade angefangen hat zu brennen, befindet sich auf der Schulstraße - weniger als 500 Meter von dem Feuerwehrgerätehaus mitten im Dorfkern entfernt: beste Voraussetzungen, um schnell zu löschen.

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 03.07.2009, 19:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Himmel ist dunkelgrau und es regnet in Strömen, als der grelle Blitz zuckt – unmittelbar gefolgt von einem Mark erschütternden Donnerschlag, wie die Nachbarn berichten. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich das Eigentümer-Ehepaar gerade in der nahen Kirche. Die erwachsene Tochter und ihre drei jüngeren Geschwister, die zu Hause geblieben sind, reagieren sofort – laufen zu den Eltern und rufen die Feuerwehr. Feuer unterm Dach Als Feuerwehrchef Uppenkamp und seine 40 Kollegen eintreffen, ist der First des zweieinhalbgeschossigen Hauses in Rauchschwaden eingehüllt. „Zum Glück noch ein Entstehungsbrand“, wie Uppenkamp später kommentiert. Vorausschauend hatte er zeitgleich zur Alarmierung der Einsatzkräfte bereits die Drehleiter der Ahauser Feuerwehr angefordert: „Bei der engen Bebauung im Zentrum ist das in jedem Fall besser.“ Vom Kirmesplatz aus – also von hinten – fährt die Drehleiter an das Haus heran. Wenig später beginnen die Feuerwehrmänner damit, Dachziegel abzunehmen. Ihre Kollegen reißen indes unter schwerem Atemschutz von innen die Isolierung vom Dach ab – „um den Flammen nicht noch Nahrung zu geben“, wie Uppenkamp erklärt. Schlimmeres verhindert Per Wärmebildkamera suchen die Feuerwehrleute nach weiteren Hitzequellen unter dem Dach, damit sie kein Glutnest übersehen. Noch Glück im Unglück habe die betroffene Familie gehabt, sind sich die Feuerwehrleute einig. Hätte sich das Gewitter nachts über Legden entladen, hätten die Betroffenen den Einschlag möglicherweise nicht so schnell registriert können – und hätte die Wehr nicht so umgehend mit den Löscharbeiten beginnen können, so Uppenkamp. Die Höhe des Schadens an dem erst zehn Jahre alten Dach ließ sich gestern Abend noch nicht beziffern.

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