Brigidenschüler bekommen Photovoltaikanlage und haben noch mehr Ideen für den Klimaschutz

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Solche Zuhörer hatte der Gemeinderat noch nie. Viele Schüler der Brigidenschule Legden verfolgten aufmerksam die Sitzung. Sie konnten zufrieden sein. Die Politiker erfüllen ihre Forderungen.

Legden

, 05.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Sommer waren alle Brigidenschüler zum Rathaus marschiert und hatten einen Brief mit ihren Forderungen zum Klimaschutz Bürgermeister Friedhelm Kleweken überreicht. Die Verbesserungsvorschläge wurden am Montagabend in der Aula der Brigidenschule vom Gemeinderat diskutiert und teilweise auch beschlossen.

Politiker und Verwaltung waren für die Sitzung in die Aula der Brigidenschule gekommen und hatten dort viele junge Zuhörer. Eine Aktion, die Schulleiterin Silvia Florack großartig fand. „Ich war emotional überwältigt“, sagte sie nach der Sitzung und ergänzte: „Die Legdener Gemeinde kann stolz auf ihre Gemeindevertreter sein. Auf Platz 1 der Tagesordnung standen der Klimaschutz und speziell die Verbesserungsvorschläge des Schulparlaments.

Monitor zeigt Einsparungen

Im Schulparlament waren viele Ideen gesammelt worden. Und die Schüler hatten Erfolg damit. So wollten sie eine Photovoltaikanlage auf dem Schulanbau haben. Eine 30 KWp-Photovoltaiklanlage, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken, wird in den nächsten Wochen installiert. Außerdem soll ein Monitor angebracht werden, auf dem die Kinder die Einsparung bei Strom und CO² ablesen können. 30- bis 35.000 Euro wird die Anlage kosten.

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Mehr Menschen sollen auf das Auto verzichten und das Rad benutzen – so hatten die Kinder dem Bürgermeister geschrieben. Kleweken verwies auf den Radweg an der K 33 in Richtung Stadtlohn. Die Gemeinde werde aber den weiteren Ausbau von Radwegen an den Kreisstraße fordern, beispielsweise von Asbeck Richtung Schöppingen.

Wenn es um geforderte Fahrradstellplätze geht, setzt Legden auch auf die Vorschläge der Kinder. „Wir werden uns mit dem Schulparlament zusammensetzen“, so Kleweken. Ergebnisse werden dann im Bauausschuss beraten. Das gilt auch für das Aufstellen weiterer Mülleimer.

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„Wir haben 120 Mülleimer in Legden“, erläuterte der Bürgermeister. Man setze eher darauf, dass die Menschen ihren Müll wieder mit nach Hause nehmen. Eine Idee lieferten die Kinder direkt aus ihrer vergangenen Schulparlaments-Sitzung. Die Mülleimer müssten mit Deckeln versehen werden, weil Vögel den Müll herauspicken würden.

Aktionen zur Müllvermeidung geplant

„Mehr Werbung für weniger Plastikverpackung“, auch das wollen die Brigidenschüler, Hier wurde auf die Aktion „Wir für Bio“ der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland verwiesen. Weitere Aktionen sollen mit dem Schulparlament besprochen und möglichst gemeinsam umgesetzt werden.

Zwei Ergänzungen hatten die Politiker, die am Ende wie die gesamte Vorlage der Verwaltung einstimmig beschlossen wurden. Die CDU möchte, dass am Schulgarten der Sekundarschule an der Weishauptstraße eine Blühwiese angelegt wird. Die UWG beantragte, dass Mülleimer an den 40 neuen SOS-Parkbänken installiert werden.

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