Reszel und Legden verbindet viel, Bürgermeister schickt Brief aus Polen

Coronavirus

Zum Schnadgang wäre eine Delegation aus Reszel gekommen, um die zehnjährige Partnerschaft zu feiern. Die Corona-Pandemie verhindert das. Bürgermeister Marek Janiszewski schreibt jetzt einen Brief.

Legden

, 13.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Schnadegang 2016 setzte Bürgermeister Marek Janiszewski seinen Daumenabdruck unter das Schnadeprotokoll.

Beim Schnadgang 2016 setzte Bürgermeister Marek Janiszewski seinen Daumenabdruck unter das Schnadeprotokoll. © Ronny von Wangenheim

Mit einer großen Delegation wollte Reszel, die Partnergemeinde in Polen, am Schnadgang in Asbeck teilnehmen. Der Besuch ist genauso wie die traditionelle Veranstaltung am 1. Mai abgesagt, das Partnerschaftskomitee Legden/Asbeck-Reszel hält aber Kontakt. Jetzt hat Bürgermeister Marek Janiszewski außerdem an das Komitee einen Brief mit Grüßen für die Osterzeit geschickt.

„Wir sind froh darüber, dass wir in den für uns schwierigen Zeiten weiterhin die Kontakte mit unseren ausländischen Partnern pflegen können. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und bedauern, dass wir uns zum Anlass des zehnjährigen Jubiläums unserer Partnerschaft nicht begegnen werden können“, schreibt er und berichtet über die Bemühungen der kommunalen Verwaltung, „breit angelegte Informations- und Hilfstätigkeiten durchzuführen“. Den Bürgern würde empfohlen zuhause zu bleiben.

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Mariola Zalwert, die von Legden aus Kontakt hält, berichtet auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Bürger in Reszel einsichtig die Regel befolgen würden. Allgemein entstehe der Eindruck, dass die meisten vernünftig handelten. Da auch vor der Corona-Epidemie die meisten Bürger die Freizeitgestaltung eher familiär gestaltet hätten, mit eher seltenen Besuchen in den Gaststätten, falle es ihnen nicht schwer, zu Hause zu bleiben.

Junge Menschen gehen vormittags nicht auf die Straße

Die Senioren, so hat Mariola Zalwert erfahren, bekommen Unterstützung von Ehrenamtlichen bei der Erledigung der Einkäufe. Es gebe auch täglich vereinbarte Zeit (10 bis 12 Uhr), in der die jungen Leute nicht auf die Straße gehen, damit die Senioren ohne Ansteckungsrisiko in die Apotheke oder in den Lebensmittelladen gehen können. Diese Regelung gelte in ganz Polen.

Auch in Reszel sind die Schulen und die Kindergärten geschlossen und der Unterricht wird online weiter geführt. Die Tagespflege in Reszel bleibt geschlossen, aber die Mitarbeiter bereiten täglich das Mittagessen zu, welches an die Senioren ausgeliefert wird.

Bürgermeister Marek Janiszewski blickt in seinem Gruß über die Zeit der Corona-Krise hinaus: „Ich hoffe, dass die jetzige Situation bald endet und wir alle zu unseren täglichen beruflichen und privaten Pflichten zurückkehren werden. Ich hoffe ebenfalls, dass wir, nachdem die Bedrohung verbannt wird, weiterhin unsere Zusammenarbeit weiter entwickeln werden.“

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