Clemens Freiherr von Oer führt über die Egelborg

hzEgelborg

Erstmals erlaubte Clemens von Oer einen Einblick in die Egelborg und ihre Geschichte. Das Interesse ist riesengroß: Die Führungen waren schnell ausverkauft. Aber es gibt noch die Gartentage.

Legden

, 27.05.2019, 17:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Märchen kommen Vertreter des gemeinen Volkes nur selten in direkten Kontakt mit den adligen Herren. Allerdings sind diese Zeiten längst vorbei, und Clemens Freiherr von Oer als Vertreter eines uralten Adelsgeschlechts begegnete bei seiner ersten Führung über das Privatgelände seiner Egelborg in Legden dem „gemeinen Volk“ auf Augenhöhe.

„Das ist heute die erste von acht Führungen. Innerhalb von wenigen Tagen waren alle Rundgänge ausgebucht. Wir waren positiv überrascht“, freute sich Josefa Hemker (Touristik Legden & Asbeck) als Anbieterin.

32 Teilnehmer aus Münster, den Kreisen Coesfeld und Borken besuchten die erste Führung. „Man kann mit dem Fahrrad vorbeifahren, aber man kommt nicht rein“, nannte Margret Hüging aus Ahaus einen der häufigsten Gründe für die Nutzung dieses Angebots.

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Führung durch die Egelborg

Acht Führungen bot Touristik Legden & Asbeck an der Egelborg mit dem Hausherrn Clemens Freiherr von Oer. Alle waren schnell ausverkauft.
27.05.2019
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Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer in der Kapelle, die sonst nicht für Öffentlichkeit zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Gebäude von 1559 (r.) und Gebäude von 1713 (l.)© Elvira Meisel-Kemper
Tore mit Löchern für Fledermäuse am Gebäude von 1866© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Der Lastkran mit Jahreszahl 1907 am Wirtschaftsgebäude© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Clemens Freiherr von Oer führte eine Gruppe rund um die Egelborg und auch hinein in den Innenhof und die Kapelle, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.© Elvira Meisel-Kemper
Über der Tür eines der Gebäude, das im Jahr 1713 entstand, ist ein Doppelwappen zu sehen, , links das Wappen der Familie von Oer.© Elvira Meisel-Kemper

So ganz kamen die Besucher dennoch nicht in das Gebäude. Das signalisierte der Hausherr gleich zu Beginn, denn außer der Kapelle öffnete er bei dem Rundgang lediglich sein Privatgelände um die Anlage und den Innenhof.

1662 heiratete ein Vorfahre eine Tochter derer von Billerbeck und übernahm die Egelborg von ihrer Familie. „Heute sind wir die Letzten aus unserem Geschlecht“, so Freiherr von Oer, der zwei Söhne und eine Tochter hat.

Zur Verteidigung

„Diese Häuser wurden zu Verteidigungszwecken gebaut. Früher gab es hier nur Sumpf und Heide. Die Trockenlegung erfolgte im 19. Jahrhundert. Die Wälder um die Egelborg sind von Menschen gepflanzt worden“, erklärte der Hausherr an einer Stelle zwischen der Gräfte und der Dinkel. Die Geschichte der Burg habe 1389 begonnen. Die ältesten Bauteile stammen aus den Jahren 1559 mit dem markanten Treppenturm und dem Jahr 1713. Im neugotischen Stil wurden 1866 die Torgebäude zum Innenhof neu gebaut, alles auf einem Pfahlrost aus Eichenstämmen.

Die Gräften dienten dazu, in den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen den Feind von den Gebäuden fernzuhalten. „Da kann man doch mit dem Boot übersetzen“, gab ein Besucher zu bedenken. „Das war nicht so einfach. Man brauchte Material dafür. Und die Leute konnten damals nicht schwimmen“, reagierte Freiherr von Oer.

Löcher für Fledermäuse

Immer wieder verwies er auf die ökologische Bauweise seiner Vorfahren. Die Löcher an der Außenseite des Gebäudes von 1559 bieten Nistmöglichkeiten für Mauersegler. Im Innenhof machte er auf die Nisthöhlen für Fledermäuse über den Toren am neugotischen Bauteil aufmerksam.

Der Rundgang endete im Innenhof und mit dem Besuch der Kapelle im neugotischen Gebäudetrakt. „Die Kapelle war die letzten 150 Jahre neben dem Treppenturm im alten Gebäudeteil“, so Freiherr von Oer. Im barocken Gebäude von 1713 befände sich ein Saal, der als Nächstes renoviert werde. „Den können sie besuchen, wenn er fertig ist“, versprach der Hausherr.

Legdener Gartentage

  • Bei den Legdener Gartentagen öffnet das Haus Egelborg erstmals seinen Garten für die Öffentlichkeit.
  • Am Wochenende, 29. und 30. Juni, öffnen Gartenbesitzer ihre Tore, am Samstag von 11 bis 18 Uhr, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
  • Routenpläne und Eintrittskarten (4,50 Euro) sind bei Touristik, Legden & Asbeck, Hauptstraße 17, erhältlich.
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