Bei der Fahrt im Schulbus fällt das Abstandhalten ziemlich schwer

hzCorona an der Sekundarschule

Die neuen Corona-Regeln haben für die Schüler der Sekundarschule Legden-Rosendahl viele Facetten: Ob im Unterricht, in der Pause oder im Schulbus, immer muss man einiges beachten.

Legden

, 17.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade für die Sekundarschule Legden-Rosendahl mit ihren zwei Standorten ist der Schulbusverkehr unerlässlich. In Zeiten der Corona-Pandemie gilt natürlich auch für den Schülerspezialverkehr zwischen den zwei Schulorten, der die verschiedenen Ortsteile anfährt, ein Hygienekonzept und damit die Maskenpflicht.

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„Die Abstandsregel von 1,50 Meter wird wie im Klassenraum aufgehoben. Die Busunternehmen kommen zwar mit großen Bussen, aber kommen auch an ihre Kapazitätsgrenzen“, beobachtet Schulleiter Knut Kasche. Wenn man beobachtet, wie die Kinder nach dem Unterricht in die Busse strömen, stellt man schon fest, dass alles relativ eng ist.

Enge Zusammenarbeit mit Busunternehmen

Die Gemeinden als Schulträger stünden mit den Busunternehmen Gödde (Legden) und Reinersmann (Rosendahl) in Kontakt. Zwar könne man als Schule nicht direkt entscheiden, aber die stellvertretende Schulleiterin Karin Emming macht klar: „Wenn wir etwas von Schülern oder Eltern hören, achten wir darauf und mischen uns ein.“

Grundsätzlich laufe die Zusammenarbeit mit den Busunternehmen aber sehr gut. Auch die Veränderungen im Stundenplan nach der Corona-Pause, weil der gebundene Ganztagsunterricht nicht möglich ist, wurden bereits zu Beginn der Ferien mit den Unternehmen abgestimmt. „Wir haben den Schülern natürlich empfohlen, wenn es geht, mit dem Fahrrad zu kommen“, berichtet Karin Emming.

Gleichbleibende Zahl der Fahrschüler

Aber das sei für Kinder, die einen weiten Weg zurücklegen müssen, keine Option. „Viele Eltern haben, weil sie berufstätig sind, auch nicht die Möglichkeit, ihre Kinder mit dem Auto zu bringen“, weiß Knut Kasche. Somit bleibe das Aufkommen an Fahrschülern auch in Corona-Zeiten gleich.

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Doch auch, wenn die Kinder sich in der Schule aufhalten, ist in der neuen Normalität nicht alles angenehm. „Die ersten drei Tage waren durch die Hitze eine Herausforderung. Einige Schüler, zum Beispiel Asthmatiker, haben unter der Maske Probleme gekriegt. Manchmal muss man die Schüler nett auffordern, aber die Schüler halten sich an die Vorschriften“, erzählt der Schulleiter.

Klassen werden weitestgehend getrennt

Um eine Durchmischung von verschiedenen Gruppen zu vermeiden, werden die Klassen auch in den Pausen getrennt und halten sich auf verschiedenen Schulhöfen auf. Zu Beginn und nach den Pausen werden sie von den Lehrern draußen abgeholt. „Es ist schwierig, den Kindern zu vermitteln, warum sie in den Pausen trotz ausreichendem Abstand Masken tragen müssen“, hat Karin Emming festgestellt und Knut Kasche wünscht sich dementsprechend eine veränderte Regelung für die Pausen. „Die Schüler haben aber schon ein Verständnis dafür entwickelt, dass die einzuhaltenden Maßnahmen derzeitig notwendig sind“, bilanziert Knut Kasche.

Ein weiteres Problem entstehe bei der Verständigung im Unterricht. „Manche Schüler mit leiser Stimme hindert die Maske schon dabei, verstanden zu werden“, meint der Schulleiter. Irgendwann werde es anstrengend, durch den Schutz hindurch zu kommunizieren. Zudem fielen Mimik und Gestik als wichtige Ausdrucksmittel weg.

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Drei Lehrkräfte, die zur Risikogruppe gehören, können zwar nicht vor Ort unterrichten, aber können von zu Hause aus weiter unterrichten. „Die Kollegen werden per Video zugeschaltet und vermitteln so den Unterrichtsstoff“, erläutert Karin Emming.

Dabei helfe auch die Digitalisierung, die an der Sekundarschule in Zeiten des Lockdowns vorangetrieben wurde. „Alle Schüler haben jetzt eine Schul-Mailadresse, wir bauen den digitalen Vertretungsplan auf und erziehen die Schüler zu eigenverantwortlichem Lernen, damit es bei einem erneuten Lockdown besser läuft“, nennt sie einige Erkenntnisse aus der Zeit ohne Unterricht.

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