"Die Seele des Gartens" heißt die neue Skulptur im Dahliengarten. © Anna-Lena Haget
Skulptur im Dahliengarten

Die Seele des Dahliengartens in Legden trägt den Namen „Onesta“

Der Dahliengarten in Legden ist um eine Attraktion reicher. Am Sonntag enthüllten Bürgermeister Dieter Berkemeier und Volksbankvertreterin Julia Schüring die Skulptur „Die Seele des Gartens“.

Der Wind bläst Onesta ins Gesicht, bauscht ihr Kleid auf und zerzaust ihr Haar. Und doch ist die kleine Dahlienblüte, die sie in ihrer Hand hält, sicher vor dem Sturm. Die junge Dame mit der Dahlie steht erst seit Kurzem im Legdener Dahliengarten. Am Sonntag wurde sie feierlich von Bürgermeister Dieter Berkemeier und Julia Schüring von der Volksbank enthüllt.

Zu Celloklängen von Till Siepmann bekamen die etwa dreißig Gäste erstmals Gelegenheit, einen Blick auf die ungewöhnliche Schönheit mit der Blüte in der Hand zu werfen. Und schon jetzt hat die Bronzeskulptur zahlreiche Bewunderer gewonnen. „Hübsch ist sie. Ich möchte die wohl in meinem Garten haben“, schwärmte eine Besucherin, „die Künstlerin hat sich wirklich was dabei gedacht“.

Monate in der Gießerei

Die Figur bildet ein weiteres optisches Highlight im Herzstück Legdens. Auch die Künstlerin Gerri Grijsen aus Winterswijk zeigte sich bei der Feierstunde ein wenig vernarrt in ihr eigenes Werk. „Ich habe die extra für den Dahliengarten angefertigt. Das hat mehrere Monate gedauert und in der Gießerei auch nochmal. Das ist nichts, was mal eben so geht“, berichtete die Niederländerin stolz.

“Die Seele des Gartens” heißt die neue Skulptur im Dahliengarten. © Anna-Lena Haget © Anna-Lena Haget

Für die Schöpferin der Skulptur hielten die Dahlienfreunde dann auch eine kleine Überraschung bereit: Gerda Bogenstahl, Vorsitzende des Dahliengartenvereins, überreichte Gerri Grijssen eine Patenschaftsurkunde für eine Seerosendahlie.

Den Namen Onesta hat der Dahlienverein übrigens mit Bedacht gewählt, wie Gerda Bogenstahl betonte. „Onesta bedeutet die Ehrenhafte, die Ehrliche. Und in Zeiten von Fake News war uns das sehr wichtig“, sagte Bogenstahl.

Eigentlich trägt das Kunstwerk den offiziellen Titel „Die Seele des Gartens“. Dieter Berkemeier fand hierfür einen geradezu poetischen Vergleich: „Ich habe mich gefragt: Was ist eigentlich die Seele des Dahliengartens? Die Pflanzen und Blumen, die hier wachsen? Die Freiwilligen, die sich um den Garten kümmern? Oder die Gäste, die ihn besuchen? Ich habe mich entschieden, dass es alle diese Dinge zusammen sind, die die Seele des Gartens ausmachen“, sagte er in seiner Rede.

Gesponsert wurde die Skulptur von der Volksbank, die derzeit ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Julia Schüring freute sich über den großen Zuspruch der Legdener. „Wir wollten etwas Bleibendes schaffen. Für die Legdener, aber auch für die Gäste, die hierher kommen“, so Schüring. Onesta, die Seele des Gartens, darf bestimmt gerne für immer im Dahliengarten bleiben, wenn es nach ihren Fans geht.

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