24 neue Kindergartenkinder und sechs neue Erzieherinnen meistern die Eingewöhnungszeit

hzDRK-Familienzentrum Mühlenbach

Turbulente Zeiten im DRK-Familienzentrum Mühlenbach: Der Erweiterungsbau ist neu, 24 neue Kinder und sechs neue Erzieherinnen gewöhnen sich an den Kita-Alltag. Aber die Stimmung ist gut.

Legden

, 24.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie ist die Lage in der frisch erweiterten Kindertageseinrichtung am Roggenkamp? Die Kita-Leiterin Ann-Kristin Altenknecht sagt es in einem kurzen Satz. „Wir sind voll.“ 95 Plätze sind aktuell gebucht, ein, zwei Kinder könnten noch in Kürze dazukommen. 24 neue Kinder gewöhnen sich nach und nach ein. Sechs Erzieherinnen und zwei Praktikantinnen haben ebenfalls Anfang des Monats neu angefangen im „DRK-Familienzentrum Mühlenbach“. „So dürfen wir uns jetzt nennen“, sagt Ann-Kristin Altenknecht. Auch das ist neu.

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Die Kita lässt sich als Familienzentrum zertifizieren. Am Gebäude darf der neue Name erst stehen, wenn das Zertifikat auch ausgehändigt ist. Bis dahin darf aber der Begriff „Familienzentrum“ schon verwendet werden. Auf die Aufgabe, ein Zertifikat zu erlangen, freue sich das Team, lässt Ann-Katrin Altenknecht im Gespräch mit der Redaktion durchblicken. Und auch für die Kita-Leiterin selbst ist die Neu-Zertifizierung eine schöne Erfahrung.

Seit dem 5. August steht das zweigeschossige Erweiterungsgebäude zur Verfügung. Zunächst nicht vollständig: Es gab eine Verzögerung, weil der Bodenbelag verspätet geliefert wurde. So war ein Gruppenraum für die U3-Betreuung erst eine Woche später bezugsfertig. „Wir sind zusammengerückt“, erzählt Ann-Kristin Altenknecht. Nicht alle Kinder waren schon in der Eingewöhnung, und die, die da waren, haben auch viel Zeit draußen verbracht. „Es war ja gutes Wetter.“

24 neue Kindergartenkinder und sechs neue Erzieherinnen meistern die Eingewöhnungszeit

Das DRK Familienzentrum Mühlenbach ist um einen zweigeschossigen Anbau erweitert worden. Dort ist der Bereich für die U3-Kinder untergebracht. © Stephan Teine

In der ersten Ferienwoche waren die Leiterin und zwei Kolleginnen mit der Einrichtung des ersten neuen Raums beschäftigt, als der Boden im zweiten Raum lag, „da haben auch die Eltern geholfen“, berichtet Ann-Kristin Altenknecht. Es sei einfach eine aufregende Zeit, fasst sie zusammen. Aber das sei es wert: „Die Räumlichkeiten sind ein Traum“, schwärmt die Leiterin des Familienzentrums. Zwei Nebenräume pro Gruppenraum sei Luxus, „der Investor hat das wirklich gut durchdacht.“

24 Kinder seit dem 5. August neu aufgenommen

Seit dem 5. August sind nach und nach elf über dreijährige Kinder, elf unter dreijährige und zwei unter zweijährige Kinder neu aufgenommen worden. Die sechs neuen der insgesamt nun 19 Mitarbeiterinnen hätten die Einrichtung schon bei einigen Gelegenheiten gesehen, erzählt Ann-Kristin Altenknecht. Trotzdem sei der Start dieses Kindergartenjahres schon ein besonders spannender, betont sie.

Die Eingewöhnungsphase laufe in Anlehnung an das „Berliner Modell“ : Die Eltern sind erst dabei. Wie lange am Tag und wie viele Tage – „da gehen wir ganz individuell auf die Kinder ein“, erklärt die Leiterin. Wichtig: Nicht alle neuen Kinder sind am ersten Tag zur Kita gekommen, sondern verteilt über die ersten Wochen. Das war zuvor mit den Eltern nach Dringlichkeit vereinbart worden.

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Gut angelaufen ist hingegen die offene Arbeitsweise, auf die sich die Kita seit Jahresbeginn umgestellt hat. „Die Kinder können sich komplett frei bewegen“, erläutert Ann-Kristin Altenknecht. Sie entscheiden, welchen Spielbereich und welche Spielkameraden sie ansteuern. Die Erzieherinnen seien Begleiter. Ann-Kristin Altenknechts Bilanz nach einem halben Jahr ist durchweg positiv: „Die Kinder sind viel selbstständiger geworden.“

Auf eine eigene Gruppe müssen die Kinder nicht verzichten, um eine Stammgruppe bis zu zwölf Kindern kümmern sich drei bis vier Kolleginnen. Und ein Zusammentreffen gibt es immer um 10.30 Uhr in der Stammgruppe zum Abschlusskreis, bevor es am besten nach draußen geht für die Kinder vor dem Nachhauseweg oder dem Essen in der Kita. Auch unter dreijährige Kinder können sich, wenn sie so weit sind und das gerne möchten, in den offenen Bereich mischen. So sieht es das Konzept des DRK-Familienzentrums vor.

Fachkräftemangel auch im Westmünsterland

Wie sieht es mit der personellen Lage aus? Aktuell werden laut Pressemitteilung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW-weit 15.000 Erzieher gesucht. „Auch wir suchen“, sagt Ann-Kristin Altenknecht. Sie sei zurzeit optimistisch, dass die eine noch offene Stelle bald besetzt werden könne. Aber dass Fachkräfte fehlten, das bestätigte sie.

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