Im neuen Obergeschoss finden noch letzte Malerarbeiten statt. © Nils Dietrich
St. Margareta in Asbeck

Ein Kindergarten wächst in den Himmel – aus einem wirklich schönen Grund

Im Herzen von Asbeck tut sich etwas: Der Katholische Kindergarten St. Margareta wächst derzeit in die Höhe – im aufgestockten Bau soll künftig eine weitere Gruppe unterkommen.

Das neue Kita-Jahr hat bereits begonnen, im Kindergarten St. Margareta ist wieder richtig Betrieb. Das liegt nicht am herumtollenden Nachwuchs – auch die Handwerker sind fleißig. Im vergangenen Jahr ist das zuvor einstöckige Hauptgebäude in die Höhe gewachsen, derzeit laufen letzte Arbeiten im Gebäudeinneren.

Das hat einen einfachen wie schönen Grund: den Kinderreichtum in Asbeck. Allerdings leben hier mehr Kinder als der Kindergarten eigentlich aufnehmen darf. So seien die Kapazitäten in den vergangenen Jahren immer schon überschritten worden, berichtet Nora Göcke, Verbundleitung der Kirchengemeinde St. Brigida-Margareta, in deren Trägerschaft sich die Einrichtung befindet: „Die Gemeinde ist auf uns zugekommen, weil der Bedarf für eine zusätzliche Gruppe da ist.“

Bloß nicht auf die grüne Wiese

Vor rund zwei Jahren gab es dann erste Gespräche, um eine Lösung zu finden. Dabei ist die Kirchengemeinde sozusagen der natürliche Ansprechpartner. Eine Ausweitung der Kapazitäten macht nur im Zusammenhang mit einem bereits bestehenden Kindergarten Sinn. „Es war auch von der politischen Gemeinde der Wunsch, dass die Kirchengemeinde das macht“, erläutert Heinz Gewering von der Zentralrendantur.

Nur gab es hier noch eine Klippe zu umschiffen: Auf dem Gelände des Kindergartens ist schlichtweg kein Platz für einen weiteren Anbau. Aber die Einrichtung sollte, so der allgemeine Wunsch, möglichst im Ortskern bleiben. Die Alternative eines Neubaus auf der grünen Wiese wurde schnell wieder verworfen. „Was jetzt gemacht worden ist, war die wirtschaftliche beste Lösung mit der Möglichkeit, das hier im Zentrum zu halten“, so Heinz Gewering weiter.

Letztlich investiert die Kirchengemeinde gegenüber der Kirche St. Margareta rund eine Million Euro. Davon stammen 570.000 aus Landes- und Bundesmitteln, 330.000 Euro kommen von der Kommune und 115.000 Euro von der Kirche.

Materialknappheit bremste die Bauarbeiten – ein kleines bisschen

Im Oktober vergangenen Jahres ging es dann los: Eine Gruppe zog in die eigens bestellten Container vor dem Gebäude um, damit einen Monat später die Bauarbeiten am Hauptgebäude beginnen konnten. Und die waren nicht ohne: Zunächst mussten Dachstuhl und Decke entfernt werden, das neue Obergeschoss aufgesetzt und dann wieder mit einem Satteldach versehen werden, erklärt Bauleitern Barbara Nörtemann. Ein Aufzug musste auch noch eingebaut werden.

Rückansicht des Hauptgebäudes mit dem neuen Obergeschoss.
Rückansicht des Hauptgebäudes mit dem neuen Obergeschoss. © Nils Dietrich © Nils Dietrich

In dem Zusammenhang wurden dann auch die ebenerdigen Gruppenräume renoviert, so dass dem neuen Erdgeschoss sein Alter nicht mehr anzusehen ist. Die wurden übrigens schon Mitte August bezogen.

Und auch im Obergeschoss ist jetzt der Endspurt angesagt. Bodenbeläge, Fliesen, letzte Malerarbeiten, Elektrik und Sanitärinstallation stehen noch auf der To-Do-Liste der Handwerker. Eineinhalb Monate Zeit bleiben ihnen noch laut Planung. Die am Bau grassierende Materialknappheit sorgte für allenfalls kleine Verzögerungen.

Das Ende ist in Sicht

Seit Beginn des Kindergartenjahres ist die Einrichtung bereits vierzügig, eine Gruppe muss also übergangsweise noch in den Pavillons bleiben. Kein Problem für das Kindergarten-Team, das nach der einjährigen Umbauphase unter Corona-Bedingungen Routine im Baustellenmanagement entwickelt hat.

War es ein paar Tage zu laut, dann ging es für die Kinder eben in den Wald. Die wiederum fanden die Arbeiten äußerst spannend, wie Petra Schulze-Ising vom Kirchenvorstand berichtet: „Die Bauarbeiten sind bestens kontrolliert worden.“

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