Energiesparen im Pool: Gemeinde investiert 280.000 Euro ins Jugendhaus

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Gerüste stehen rund ums Jugendhaus Pool – ein sichtbares Zeichen für die Sanierung, die aktuell läuft. Das Dach wird komplett erneuert, die Fenster werden ausgetauscht. Ziel: Energie sparen.

Legden

, 07.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drinnen sind einige Kinder mit Hammer und Bohrer am Werk, die Ferienaktion des Jugendhauses Pool hat an diesem Tag ein handwerkliches Angebot: Es werden stabile, kleine Holzhocker gebaut. Die Kinder, Jugendhausleiter Johannes Kuiper und einige seiner jugendlichen Helfer arbeiten konzentriert mit Akkuschrauber und Co. Draußen sind die Profi-Handwerker bei der Arbeit: Um das Pool-Gebäude wird ein Gerüst aufgebaut.

Am Montagnachmittag reichte das Gerüst schon bis zum Dach: Dieses nämlich soll komplett erneuert werden. Genauso die Fenster des ganzen Gebäudes. Es handelt sich um eine lang geplante energetische Sanierung, wie Bürgermeister Friedhelm Kleweken erklärt. Er ist mit Dieter Berkemeier, der im Rathaus für das Pool zuständig ist, ins Jugendhaus gekommen, um die Baumaßnahme vorzustellen.

Gemeinde investiert 280.000 Euro ins Jugendhaus

280.000 Euro hat der Rat der Gemeinde Legden für die energetische Sanierung eingeplant. 101.000 Euro kommen, vom Bund über das Land ausgezahlt, als Zuschuss. Es handelt sich um einen Betrag aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm, wie der Bürgermeister erläutert. Was erhoffen sich Verwaltung und Politik von der Erneuerung? „Weniger Heizkosten und auch ein besseres Gefühl“, sagt Friedhelm Kleweken.

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Denn zum Einen soll die energetische Sanierung natürlich dafür sorgen, dass weniger Energie verbraucht werden muss. „Aber es wird auch schöner, es gibt noch mehr Oberlichter“, erklärt er Bürgermeister. Vor allem in der kleinen Multifunktionshalle mit Laminatboden, die nicht nur das Jugendhaus für Sportangebote nutzt, sondern auch der SuS.

Mehr Tageslicht durch neue Oberlichter

Dort gibt es dann künftig mehr Licht bei den BOP-, Aerobic- und Co.-Kursen. Durch neue Oberlichter dort, wo vorher Wand war. Alle anderen Fenster „waren in die Jahre gekommen“, beschreibt es Dieter Berkemeier. Das Gebäude wurde 1976/77 gebaut, 1977 wurde dann das Freibad eröffnet. Umkleidebereich, Wärmehalle, Schwimmmeisterbüro – alles wurde umgebaut und umgenutzt, nachdem im Sommer 2001 das Bad nicht wiedereröffnete. Seit 2002 hat das Jugendhaus dort seinen Platz – mit dem sinnbildlichen Namen „Pool“.

Das Jugendhaus Pool in Legden ist eingerüstet, bis Mitte August sollen die Bauarbeiten andauern.

Das Jugendhaus Pool in Legden ist eingerüstet, bis Mitte August sollen die Bauarbeiten andauern. © Anne Winter-Weckenbrock

Die Heizungsanlage ist schon vor einigen Jahren erneuert worden. Nun sollen die Dacherneuerung und der Fensteraustausch dafür sorgen, dass die Gemeinde auf Dauer weniger Energie- und Heizkosten für das Gebäude zahlen muss. Dort, wo es von der kleinen Turnhalle zum ehemaligen Schwimmmeisterbüro ging, ist jetzt eine Baustellentür eingelassen. Früher war das Büro ganz verglast, um den Schwimmmeister den Blick über das Bad zu ermöglichen.

Das ehemals gläserne Schwimmmeister-Büro wird zugemauert

Aus energetischen Gründen ist das natürlich nicht mehr angesagt. „Das wird ganz zugemauert, dann werden Oberlichter eingebaut“, erklärt Dieter Berkemeier. Das ehemalige Büro werde jetzt als Lagerraum genutzt, ergänzt Johannes Kuiper.

A propos Lagerraum: Im riesigen Keller unter dem Jugendhaus, wo in früheren Jahren die Schwimmbadtechnik ihren Platz hatte, wird auch gelagert, wie Friedhelm Kleweken betont: Die Räume nutzt der Blumenkorsoverein, dort überwintert so manche Dahlienknolle.

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Vom Keller zum Dach: Das alte Dach wird abgetragen, aber die grüne Holzdeckenverkleidung – typisch 70er-Jahre – wird erhalten bleiben, draußen wie drinnen. Bis Mitte August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, blickt Friedhelm Kleweken voraus. Das Pool macht bald für zwei Wochen Urlaub, dann kommen die Kids und Jugendlichen wieder. „Aber wir öffnen ja um 15 Uhr, dann sind die Handwerker nicht mehr so lange da“, sagt Johannes Kuiper. Es sei aber gut, dass die Kinder auch etwas von den Bauarbeiten mitbekommen. Das steigere auch die Wertschätzung, ergänzt Dieter Berkemeier.

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