Es tut sich was an der Legdener Reithalle: Der Erweiterungsbau steht

hzZucht-, Reit- und Fahrverein Legden

An der Legdener Reithalle parken Handwerkerbullis, ein Kran ragt in die Luft. Endlich sind die Arbeiten für den Anbau gestartet. Recht schnell stand das Gebäude in Holzrahmenbauweise.

Legden

, 01.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Anblick, den Cornelius von Ingersleben gerne sieht: Der Anbau an der Legdener Reithalle steht schon. Dank Holzrahmenbauweise ist gut zu erkennen, wie groß der Erweiterungsbau wird, den sich der ganze Verein und auch der Geschäftsführer schon lange gewünscht hat. Endlich konnten die Arbeiten starten für neue Sanitäranlagen, ein Büro und die Geschäftsstelle auf 75 Quadratmetern.

Erweiterungsbau in Holzrahmenbauweise steht schon

Am Bleikenkamp in Legden sind jetzt Mitarbeiter von drei Legdener Unternehmen beschäftigt. Es geht sichtlich voran. Und nötig war es schon lange, wie Cornelius von Ingersleben betont. „Wir hatten hier immense Probleme mit der Entwässerung“, erklärt er.

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Das hört sich nach einem teuren Problem an, und das ist es auch. Deswegen war der Verein froh über das Landesprogramm „Moderne Sportstätten“, aus dem 220.000 Euro an den Zucht-, Reit- und Fahrverein Legden und Umgebung fließen. 50.000 Euro muss der Verein noch über eine Finanzierung beisteuern, um gründlich sanieren zu können.

Cornelius von Ingersleben mit den Plänen für den Anbau im künftigen Büro des Vereins. Dort wird bei Turnieren auch die Meldestelle sein.

Cornelius von Ingersleben mit den Plänen für den Anbau im künftigen Büro des Vereins. Dort wird bei Turnieren auch die Meldestelle sein. © Anne Winter-Weckenbrock

Cornelius von Ingersleben weist vor Ort auf den aufgerissenen Boden vor der Reithalle hin: „Hier war ein Wirr-Warr von Leitungen.“ Vieles war in den 70er-Jahren in Eigenleistung gebaut worden, Pläne gab es nicht. Klar war nur, dass die Kanäle nicht mehr funktionierten: Bei Turnieren streikten regelmäßig die WC-Anlagen, und bei stärkerem Regen stand die Boxengasse unter Wasser. Nun wird ein neuer Sammelschacht gebaut und neue Leitungen werden gelegt.

Sanierungsstau kann behoben werden

Das Grundstück hat der Verein in Erbpacht von der Gemeinde Legden erworben, die Gebäude sind im Eigentum des Vereins. So konnte der Verein das Landes-Förderprogramm anzapfen und den Sanierungsstau beheben. Der Klubraum in der Halle wurde zuletzt kaum noch genutzt. Nun ist der Raum entkernt, um bald ganz modern daher zu kommen: Der Klubraum wird zum Schulungs- und Medienraum, wie der Vereins-Geschäftsführer erläutert.

Hier trafen sich früher im Klubraum die Vereinsmitglieder zum Fachsimplen bei kühlen Getränken, bald rauchen hier die Köpfe beim Theorieunterricht: Hier entsteht der Schulungs- und Medienraum.

Hier trafen sich früher im Klubraum die Vereinsmitglieder zum Fachsimplen bei kühlen Getränken, bald rauchen hier die Köpfe beim Theorieunterricht: Hier entsteht der Schulungs- und Medienraum. © Anne Winter-Weckenbrock

Wer ein Reitabzeichen ablegt, das eine Voraussetzung für die Teilnahme an Turnieren ist, muss auch viel Theorie büffeln. 20 Einheiten dafür müssen sein, die künftig in Legden in einem geeigneten Raum mit Glasfaseranschluss stattfinden können – mit Lehrvideos, die beim Abspielen auf dem neuen Bildschirm nicht mehr ruckeln. Ebenso Vorbereitungen auf Turniere und Co. Energetisch saniert wurde der Klubraum natürlich auch: Neue Fenster sind schon eingebaut, und die Decke wird isoliert.

Im Büro wird bei Turnieren auch die Meldestelle eingerichtet

Zum Neubau hin, der direkt an den Schulungsraum anschließt, wird eine Jalousiewand eingebaut. Die kann trennen, aber auch einen Durchgang schaffen, je nach Anlass. Im Neubau werden ein Damen- und ein Herren-WC eingerichtet, gleich vorn entsteht ein Büro. „Ein Büro hatten wir bislang noch nicht“, so Cornelius von Ingersleben, der sich darauf freut, dass alle Akten mal an einer Stelle Platz finden. Auch soll bei künftigen Turnieren die Meldestelle in dem Büro eingerichtet werden.

Der Anbau an die Legdener Reithalle wurde in Holzrahmenbauweise gefertigt.

Der Anbau an die Legdener Reithalle wurde in Holzrahmenbauweise gefertigt. © Anne Winter-Weckenbrock

Zum Gastrobereich der Reithalle wird wieder eine Jalousie zur Abtrennung eingebaut. Auch barrierefrei wird es künftig zugehen an der Reithalle, auch das kann der Verein dank der Landesförderung stemmen. Einige Stufen werden weichen, alle können künftig ohne Probleme den Zuschauerbereich erreichen.

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Im September, schätzt der Geschäftsführer, sind die Arbeiten abgeschlossen. So könnte das Pony-Meeting im November schon von der neuen Meldestelle aus organisiert werden. Wird es stattfinden? „Noch ist es nicht abgesagt“, so Cornelius von Ingersleben. Der Legdener Verein und alle Starter müssen abwarten, wie sich alles entwickelt in Zeiten der Corona-Pandemie.

So sieht der Plan aus für den 75 Quadratmeter großen Anbau.

So sieht der Plan aus für den 75 Quadratmeter großen Anbau. © Reitverein Legden

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