Grundstein für tausende Dahlienblüten gelegt

Pflanzaktion

Wir sind ein eingespieltes Team. Der eine buddelt, der andere stopft“, erklärte Gerda Bogenstahl das System der Interessenpartnerschaft mit ihrem „Buddelpartner“ Hermann Liebermann. Beide „buddelten“ und „stopften“ am Samstag mit einigen anderen Helfern bei strahlendem Sonnenschein nicht irgendwo im eigenen Garten, sondern im Dahliengarten mitten in Legden.

LEGDEN

, 03.05.2015, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor 15 Jahren „pflanzten“ die Mitglieder des Dahlienkorsovereins Legden, in dem die meisten Helfer dieses Tages Mitglied sind, die Idee in die Köpfe der Legdener. Seit dem ersten Spatenstich vor einem Jahr fühlen sie sich am Ziel ihrer Wünsche, entgegen mancher kritischen Stimme.

„Wir möchten mehr Dahlien im Dahliendorf zeigen. Der Dahliengarten ist offen für jeden als Helfer und als Nutzer. Es könnte auch eine Wechselwirkung auf den Tourismus haben. Welche Gemeinde hat so etwas schon so zentral gelegen“, freute sich die Vorsitzende Angelika Hoffmann, die mit ihrem Mann Franz ein weiteres eingespieltes „Buddel-Stopf-Team“ bildete.

Knollen in Tüten

Noch ist von der Blütenpracht nichts zu sehen. Pflanzstöckchen markierten den Ort, an dem die Dahlien in den Boden gesetzt werden. Weiße Plastiktüten beherbergten die Knollen, die der Verein gekauft hatte. Wir wollen die Vielfalt der Dahlie in Form und Farbe zeigen“, erläuterte Hoffmann.

1500 Knollen von 170 verschiedenen Sorten sollen auf einer Fläche von 450 Quadratmetern im Dahliengarten gepflanzt werden. Die Knollen stammen aus Deutschland, Mexiko, England und Österreich. Franz Hoffmann nannte ein paar Beispiele: „Wir haben die Knolle, die Vikar Entrup 1926 in seinem Garten in Legden züchtete, in England wiederentdeckt. Wir haben Wild- und Duftdahlien aus Mexiko. Die älteste Dahlienart, die bereits 1835 belegt ist, ist die Yorker-Dahlie. Auch sie wird gepflanzt.“

Infotafeln im Garten

Nach der Pflanzaktion werden die Dahlien mit Informationstafeln markiert, sodass ein Dahlien-Schaugarten entsteht. Auch der Rest der insgesamt 4500 Quadratmeter großen Fläche erfährt demnächst Veränderungen. Unter den alten Obstbäumen wird schon bald eine Sitzgruppe aus Holz entstehen.

„Einen Sponsor haben wir bereits gefunden. Bald wird auch das Fundament für ein Gartenhäuschen gegossen, um Gartengeräte unterzubringen. Auch dafür haben wir einen Sponsor gefunden“, verriet Angelika Hoffmann. „Wir möchten einen offenen Treff einrichten mit ein bisschen Gärtnern und gemeinsamen Kaffeetrinken. Das muss nach und nach wachsen“, wünschte sich Hoffmann mit Blick auf die Pflanzen und mit Blick auf das Interesse der Legdener, ihren Dahliengarten zu fördern. Für die Koordination der Hilfe können sich Interessierte bei Angelika Hoffmann, Tel. (02566) 42 42 melden.

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