So teuer ist es, in Legden ein Eigenheim zu bauen

hzGrundstücksmarktbericht

Wie teuer ist es, in Legden ein Grundstück zu erwerben oder ein Haus zu kaufen? Das verrät der Grundstücksmarktbericht des Kreises Borken. Er enthält auf 180 Seiten viele Daten und Fakten.

Legden

, 28.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der Grundstücksmarktbericht des Kreises Borken liefert viele Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Baugrundstücke, Wohneigentum, landwirtschaftliche Flächen und Mietwohnungen. Wir haben die Daten für Legden ausgewertet,.

? Wie viele Grundstücke und Immobilien wurden in Legden verkauft?

Im vergangenen Jahr gab es in Legden insgesamt 78 Verkäufe. 46 Mal handelte es sich um bebaute Grundstücke mit einer gesamten Fläche von 248.260 Quadratmeter. Dafür wurden rund 8,3 Millionen Euro gezahlt.

13 Mal ging es um Grundstücke im Erbbaurecht: Für 9393 Quadratmeter flossen 592.000 Euro. Außerdem wurden 19 unbebaute Grundstücke mit einer Fläche von 29.704 Quadratmetern und einer Summe von rund 1,2 Millionen Euro verkauft. Nicht aufgelistet, weil weniger als fünf Fälle, ist der Verkauf von Wohnungs- und Teileigentum.

? Wie sind diese Zahlen im Vergleich einzuordnen?

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Verkäufe gesunken. 2018 gab es noch 93 sogenannte Kauffälle, 2019 waren es dann 80. Damit spielt Legden im kreisweiten Vergleich in einer Liga mit Schöppingen (81), Heiden (71) oder Heek (68). Die meisten Verkäufe von Grundstücken oder Häusern gab es in Gronau mit 595. Ahaus liegt bei 415, Stadtlohn bei 227.

Wie viel kostet ein Baugrundstück in Legden?

Auskunft liefert der sogenannte Bodenrichtwert. Berechnet wurde der durchschnittliche Preis für einen Quadratmeter Baugrundstück ohne Erschließungskosten. In mittlerer Wohnlage liegt dieser Wert bei 104 Euro.

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Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen Legden und Asbeck, wo der Bodenrichtwert deutlich niedriger ist. Der Grundstücksmarktbericht liefert hier detaillierte Zahlen für einzelne Bereiche. In Legden schwankt er – abgesehen von ein paar Ausreißern – zwischen 105 und 130 Euro.

Nach Jahren, in denen sich preislich nichts veränderte, liegt der Wert damit fast überall 20 Euro über dem Wert des Vorjahres. Ausreißer nach oben ist das neue Baugebiet Roggenkamp. Hier liegt der Bodenrichtwert bei 160 Euro. In Asbeck dagegen haben sich die Werte nicht verändert. Sie liegen zwischen 60 und 85 Euro.

? Wie ist der Vergleich mit den anderen Kommunen des Kreises?

Auch wenn der Bodenrichtwert überdurchschnittlich gestiegen ist: Im Kreis lässt sich nur in Schöppingen noch günstiger bauen. Hier liegt das durchschnittliche Bodenwertniveau (erschließungsbeitragsfrei) bei 93 Euro. In Heek sind es 106 Euro. Die teuersten Orte zum Bauen sind im Kreis Heiden mit 225 Euro und Raesfeld mit 210 Euro. Ahaus liegt bei 160 Euro, Stadtlohn bei 164 Euro und Vreden bei 144 Euro.

? Welche Möglichkeiten gibt es für einen Grundstückskauf?

Die Gemeinde Legden hat keine freien Bauplätze mehr. Ein privater Investor vermarktet zurzeit das Baugebiet Roggenkamp. Daran wird sich in naher Zukunft ein weiteres, kleineres Baugebiet anschließen. Die Gemeinde Legden bereitet außerdem mittelfristig vor, angrenzend an das Baugebiet Up‘n Berge in Richtung B474 ein weiteres größeres Baugebiet zu entwickeln. Vor allem in Asbeck sind die Bauplätze knapp. Hier wurden Ende des vergangenen Jahres lediglich die Weichen für ein kleines Baugebiet an der Heeker Straße gestellt.

? Was kostet ein fertiges Ein- oder Zweifamilienhaus?

Die Statistik fasst hier die Region Legden, Heek, Schöppingen und Stadtlohn zusammen. Ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus mit einem Baujahr zwischen 1950 und 1974 kostet demnach rund 214.000 Euro. Ein neueres Haus (Baujahr 1975 bis 1994) kostet 293.000 Euro und für ein Haus, das maximal 25 Jahre alt ist, werden 303.000 Euro fällig.

? Wie hoch ist die Miete in Legden?

Die Miete berechnet sich vor allem nach dem Alter und dem Zustand der Wohnung. Eine Wohnung in einem Ein- oder Zweifamilienhaus kostet derzeit zwischen 2,10 Euro pro Quadratmeter in einem 70 Jahre alten Haus mit einfacher Ausstattung und 6,35 Euro pro Quadratmeter in einem maximal zehn Jahre alten Haus in gehobener Ausstattung. In Mehrfamilienhäusern liegt die Miete pro Quadratmeter zwischen 2,05 und 6,15 Euro.

Wie sieht es bei landwirtschaftlichen Flächen aus?

In diesem Bereich ist Legden eine Ausnahme. Fast überall im Kreis ist hier eine deutliche Preissteigerung zu sehen, in Ahaus beispielsweise von 10,30 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 auf 11,70 Euro im vergangenen Jahr. In Legden ist der Preis von 2018 zu 2019 erst einmal gesunken und dann nur um 10 Cent gestiegen. 2018: 10,20 Euro pro Quadratmeter, 2019: 9,60 Euro pro Quadratmeter, 2020: 9,70 Euro pro Quadratmeter.

Wie dicht besiedelt ist Legden?

Legden ist vergleichsweise gering besiedelt: 230 Einwohner kommen auf einen Quadratkilometer Fläche. Unter den kleineren Gemeinden im Kreis Borken reicht die Spannbreite von 125 Einwohnern in Heek bis zu 203 in Südlohn. Die Städte sind natürlich dichter besiedelt. Spitzenreiter ist Gronau mit 606 Einwohnern. Im Kreisdurchschnitt liegt die Bevölkerungsdichte bei 260,9 Einwohnern pro Quadratkilometer.

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