Haus Weßling: Innenhof wird „ins rechte Licht gerückt“ und aufgerüstet

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Das Haus Weßling wird vielfältig genutzt. Das soll so bleiben. Der Heimatverein „managt“ die öffentliche Begegnungsstätte und hat viele Pläne, die mit Hilfe von Zuschüssen umgesetzt werden.

Legden

, 11.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist eine besondere Begegnungsstätte: Das Haus Weßling mitten in Legden ist ein altes Ackerbürgerhaus, erbaut im beginnenden 19. Jahrhundert, das der Gemeinde gehört und um das sich der Legdener Heimatverein kümmert. Es ist ein Heimathaus mit angeschlossenem Museum. Seit 30 Jahren gibt es den Nutzungsrechts-Vertrag zwischen Heimatverein und Gemeinde. Ein Grund zum Feiern eigentlich. Aber dann kam Corona.

Zuschuss kommt aus dem „Regionalbudget“ für Kleinprojekte

Und die drei Jahrzehnte sind nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch zum Renovieren. Der Heimatverein möchte das Kleinod „ins rechte Licht“ rücken, den Innenhof schöner gestalten und aufrüsten. Und bekommt finanzielle Unterstützung dafür: 18.250 Euro fließen aus dem Leader-Förderprogramm, in dem im Rahmen des „Regionalbudgets“ Kleinprojekte profitieren.

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Karl-Heinz Otto, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins, ist froh über den Zuschlag. Ende Mai habe die Mail den Vorsitzenden Gerd Heuser erreicht, mit der Betreffzeile „Gute Nachricht“. Was genau hat der Heimatverein mit dem Geld – 3650 Euro muss er auch noch selbst beisteuern – vor am Haus Weßling?

Hier soll eine Überdachung hin: Vom "Abstellgebäude" des Hauses Weßling bis zur Garage der Nachbarin soll eine Art Carport gebaut werden, damit eine Unterstellmöglichkeit am Haus Weßling geschaffen wird.

Hier soll eine Überdachung hin: Vom "Abstellgebäude" des Hauses Weßling bis zur Garage der Nachbarin soll eine Art Carport gebaut werden, damit eine Unterstellmöglichkeit am Haus Weßling geschaffen wird. © Anne Winter-Weckenbrock

Vor allem geht es um den Innenhof. Das Haus Weßling ist eine öffentliche Begegnungsstätte, dort tagen Vereine, die VHS führt Veranstaltungen durch oder es wird geheiratet. Und bei den Hochzeiten soll für die Gesellschaften in Zukunft der Innenhof zur Verfügung stehen.

Innenhof wird „ins rechte Licht gerückt“ und aufgerüstet

„Wir haben uns zwei Zelte angeschafft“, berichtet Karl-Heinz Otto. Und dazu soll es eine Überdachung geben, die ebenfalls vor Regentropfen oder zuviel Sonne schützt: Vom Dach des Nebengebäudes des Hauses Weßling bis zur Garage am Nachbargrundstück wird es ein Dach, einen Unterstand geben, „etwas Caport-Ähnliches“, beschreibt der zweite Vorsitzende. Das soll, wenn es eben geht, mit alten Dachziegeln gedeckt werden. „Vielleicht hat ein Legdener noch welche gestapelt“, hofft der zweite Vorsitzende.

Karl-Heinz Otto, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins Legden, im Innenhof des Haus Weßling. Dort hat sich schon einiges getan und ist auch noch einiges an Verbesserungen geplant.

Karl-Heinz Otto, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins Legden, im Innenhof des Haus Weßling. Dort hat sich schon einiges getan und ist auch noch einiges an Verbesserungen geplant. © Anne Winter-Weckenbrock

Direkt ins Auge fällt denen, die das Haus Weßling kennen, dass der Walnussbaum im Innenhof weichen musste. „Der war immer von oben beschnitten worden, hat unten deswegen viele Wurzeln ausgetrieben und hat der Backsteinmauer geschadet“, erklärt Otto. Der Baum wurde gefällt, aber grün soll es wieder werden: Vor der schiefen Mauer wird eine Hecke gepflanzt, Spalierobst oder Buche sind angedacht. Höher als die Mauer soll die Hecke nicht werden, um den Blick auf die Nachbarhäuser zu erhalten.

Bruchsichere Glasscheibe und Lichtintallation für den Brunnen

Aber auch der sandsteinumfasste Brunnen mitten im Hof wurde und wird noch aufgerüstet: Über der Öffnung wurde eine bruchsichere Glasscheibe montiert. „Die ist stabil, nach DIN-Norm“, betont Karl-Heinz Otto. Aktuell ist nur Laub zu sehen, das sich auf einem Gitter im Brunnenschacht befindet. Bald aber soll der Blick durch die Glasscheibe aufs Wasser in die Tiefe gehen können.

„Und wir machen eine Lichtinstallation in den Brunnen. Es soll von Wasser aus nach oben leuchten“, macht Karl-Heinz Otto neugierig.

Neue Sitzmöbel wurden für den Raum im Erdgeschoss des Hauses Weßling angeschafft.

Neue Sitzmöbel wurden für den Raum im Erdgeschoss des Hauses Weßling angeschafft. © Anne Winter-Weckenbrock

Überhaupt wird die Innenhof-Beleuchtung erneuert. „Eine warme, ansprechende Atmosphäre“ soll geschaffen werden, hat es der Heimatverein in seinem Antrag formuliert. Gleichzeitig soll die neue Beleuchtung allen Sicherheitsanforderungen genügen.

„Das ist eine Aufrüstung, die allen zugute kommen soll“, betont Karl-Heinz Otto. Wie auch schon die neue Küche und die neue Bestuhlung im Haus. Kleine Feiern oder Zusammenkünfte im Haus Weßling und dem Innenhof sollen von einem stimmungsvollen Ambiente profitieren. Der Heimatverein wartet jetzt auf das „Go“ der Förderstelle, dann können die Arbeiten beginnen.

Und bei der Feier zum 30. Geburtstag des Nutzungsvertrags – „Die wird nachgeholt, entweder nächstes oder übernächstes Jahr“ – wird dann wohl schon alles hergerichtet sein.

Neue Sitzmöbel wurden für den Raum im Erdgeschoss des Hauses Weßling angeschafft.

Neue Sitzmöbel wurden für den Raum im Erdgeschoss des Hauses Weßling angeschafft. © Anne Winter-Weckenbrock

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