Heimatverein Asbeck investiert viel Geld in Kunst

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Asbeck setzt auf Touristik. Mit der „SkulpTourA“ gibt es jetzt einen weiteren guten Grund, ins Stiftsdorf zu kommen. Der Heimatverein Asbeck hat dafür seine Investitionen in Kunst verstärkt.

Asbeck

, 29.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer Asbeck in Richtung Frettholt verlässt, wird als erstes auf den orangefarbenen Pfeiler aufmerksam. Aus der Nähe zeigt sich eine Skulptur aus Stahl und Holz. die förmlich über dem Pfeiler schwebt. „Five Strings“ von Ludwig Maria Vongries ist eine Leihgabe, die auf der neuen Skulpturenroute steht. Andere Werke wurden gekauft.

Die offizielle Eröffnung der Route ist am Sonntag, 8. September, 13 Uhr, wenn auch Denkmaltag und Pflaumenfest im Stiftsdorf gefeiert werden. Auf 3,5 Kilometern kann man vorbei an Kunstwerken, Kreuzwegstationen, technischen Denkmälern oder der dicken Linde eine Runde durch und um das Dorf machen. 24 Stationen gibt es.

Tonnenschwere Kunstwerke sehr beliebt

Vongries ist in Asbeck kein Unbekannter. Mehr als ein Jahr standen seine teilweise tonnenschweren Kunstwerke im Dorf. Und sie fanden große Akzeptanz bei den Asbeckern. Eine sehr hohe Skulptur konnte der Heimatverein dank Sponsoren ankaufen, die am Dorfteich aufgestellt wurde. Im vorderen Bereich beim kleinen Wasserzulauf steht als Leihgabe eine weitere Arbeit des Künstlers. „Wir werden sie jetzt auch ankaufen“, sagt Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Asbecker Heimatvereins.

Heimatverein Asbeck investiert viel Geld in Kunst

Der Heimatverein Asbeck kauft auch diese Skulptur von Ludwig Maria Vongries, die am Dorfteich steht. © Ronny von Wangenheim

Dabei bleibt es nicht. Beim Künstler Andreas Laugesen hat der Heimatverein ein Kunstwerk in Auftrag gegeben. Dabei handelt es sich um das Palindrom „LEBEN – NEBEL“. Zwei Skulpturen des Künstlers Reinhard Tempelmann sind ebenfalls in den Besitz des Vereins übergegangen. Noch stehen sie an der Stiftskirche als Teil der zuende gegangenen Ausstellung. Für die Skulpturenroute werden sie noch versetzt.

Heimatverein Asbeck investiert viel Geld in Kunst

„Die Äbtissin“ von Reinhard Tempelmann hat der Heimatverein für die „SkulpTourA“ gekauft. © Ronny von Wangenheim

Woher hat der Heimatverein so viel Geld? „Wir sind sehr fleißig“, sagt Bernhard Laukötter lächelnd, „viele ehrenamtliche Helfer setzen sich ein.“ Bei Schnadegang und Pflaumenfest, bei vielen Veranstaltungen wie dem Burgen- und Schlössertag im Dormitorium arbeiten die Asbecker unentgeltlich.

Einnahmen entstehen auch bei den Führungen durch das Stiftsdorf. 120 sind das immerhin durchschnittlich im Jahr. Und viele Gruppen geben neben dem geforderten Entgelt gerne zusätzlich eine Spende, so Laukötter.

Vor Jahren schon in Kunst investiert

„Wir sind ja kein Sparverein. Der Heimatverein will den Ort Asbeck bereichern.“
Bernhard Laukötter

Der Heimatvereinsvorsitzende sagt zu den Investitionen: „Wir sind ja kein Sparverein. Der Heimatverein will den Ort Asbeck bereichern.“ Und er erinnert daran, dass auch schon vor Jahrzehnten seine Vorgänger auf Kunst und die Verschönerung des Dorfbildes gesetzt haben und erhebliche Summen investierten, um beispielsweise „Ritter Bruno“ am Dorfteich oder die „Augustinerin“ an der Stiftskirche anzukaufen. Auch diese beiden Skulpturen gehören jetzt zur SkulpTourA.

Die Skulpturenroute war bereits vor etlichen Jahren eine Idee des Heimatvereins, um Gäste länger im Ort zu halten. So richtig Schwung bekam das Projekt, als es Teil des Leader-Projekts zur Neugestaltung des Dorfteichs wurde. So konnten beispielsweise die Hinweisschilder finanziert werden, die an allen Standorten installiert werden. Für die Kunstwerke aber zahlt der Heimatverein Asbeck.

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