Heimatverein kauft Skulptur „Two Pieces“ für 4700 Euro und muss nur die Hälfte zahlen

Heimatverein Asbeck

Die Skulptur „Two Pieces“ ist wie gemacht für den Dorfteich in Asbeck. Der Heimatverein Asbeck plante schon lange, die Arbeit zu kaufen. Aber dann gab es andere Kaufinteressenten.

Asbeck

, 06.11.2019, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimatverein kauft Skulptur „Two Pieces“ für 4700 Euro und muss nur die Hälfte zahlen

Der Heimatverein Asbeck kauft auch diese Skulptur von Ludwig Maria Vongries, die am Dorfteich steht. © Ronny von Wangenheim

Am Dorfteich in Asbeck beginnt die Skulpturenroute. Als erstes fällt der Blick auf die Skulptur „Two Pieces“ von Ludwig Maria Vongries. Sie besteht aus Stahl und Holz und fügt sich perfekt in das Ambiente des neu gestalteten Dorfteiches ein. Dank des Förderkreises Kultur und Schlösser und des Heimatvereins Asbeck bleibt „Two Pieces“ in Asbeck.

Als „kleine Schwester“ der acht Meter hohen Arbeit „Long Double Noude“, ebenfalls von Vongries, steht sie in einer Flucht über den Teich hinweg und schafft damit ein einzigartiges, abgeschlossenes Panorama in Asbecks Dorfmitte.

„Sie ist wie gemacht für den Ort“, hatte Bernhard Laukötter als Vorsitzender des Heimatvereins betont. Schon lange wollte er das Werk für Asbeck erhalten. Das war nicht ganz einfach.

Zwei weitere Werke wurden bereits angekauft

Dank Sponsoren gelang es, zwei Werke anzukaufen, die acht Meter hohe Skulptur am Dorfteich und eine weitere an der Stiftsmühle. Alle anderen Skulpturen wurden inzwischen an den neuen Ausstellungsort nach Nottuln gebracht. Alle, bis auf „Two Pieces“.

Heimatverein kauft Skulptur „Two Pieces“ für 4700 Euro und muss nur die Hälfte zahlen

Mit schwerem Gerät musste das Kunstwerk aufgebaut werden. © privat

Vongries erklärte sich bereit, das Werk vorerst in Asbeck zu belassen, er selbst war von der Wirkung der Skulpturen beeindruckt. Nicht ohne Belang war sicherlich auch, dass die einige Tonnen schwere Arbeit in ehrenamtlicher Tätigkeit mit viel Manpower und eigens herbeigeschafften schweren Geräten, wie Kran und Hebeanlagen, nach Asbeck gebracht und aufgestellt wurde.

Im Spätsommer diesen Jahres erhielt der Asbecker Heimatverein dann die Nachricht, dass es einen Kaufinteressenten für das Kunstwerk gebe. Die Asbecker wollten natürlich umgehend von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, konnten den Kaufpreis von 4700 Euro aber nicht aus eigenen Mitteln aufbringen, so berichtet es Matthias Nettels, Mitglied des Heimatvereins. „Gerade erst ist die Skulptur-Route eröffnet worden, für die einige Kunstwerke angeschafft wurden, von anderen Kosten ganz zu schweigen“, so erläutert er.

Antrag auf Zuschuss beim Förderkreis Kultur und Schlösser

Der Heimatverein stellte daraufhin einen Antrag für einen Zuschuss zum Kauf der Skulptur beim Förderkreis Kultur und Schlösser e.V.. Dieser fördert unter anderem die Denkmalpflege, den Umwelt- und Landschaftsschutz, Kunst und Kultur und die regionale Identität.

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Karl Schulze-Althoff, Vorstandsmitglied des Fördervereins, ist Asbeck bereits seit vielen Jahren verbunden und regelmäßig vor Ort anzutreffen. „Man trifft ihn zum Beispiel an der Asbecker Mühle, dort verweilt er auf einer Bank, die ihm anlässlich seines 80. Geburtstages und aufgrund seiner bemerkenswerten Arbeit im Förderkreis von eben diesem gestiftet wurde“, erzählt Matthias Nettels.

Würdigung der Arbeit des Heimatvereins Asbeck

Anfang des Monats nun erhielt der Heimatverein den positiven Bescheid: „Two Pieces“ kann in Asbeck bleiben. Der Förderverein spendet 50 Prozent des Kaufpreises von 4700 Euro, die andere Hälfte trägt der Heimatverein.

Begründet hat der Förderverein seine Entscheidung mit dem großen vorbildlichen ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder des Heimatvereins und aller Bürger von Asbeck. „Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass das ehemalige hochadelige Damenstift mit seinem Dormitorium und doppelten Kreuzgang sich so vorbildlich präsentiert und Besucher von nah und fern anzieht“, heißt es in dem Brief des Fördervereins.

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