In Asbeck entsteht das Stiftshaus auf dem Küchenplatz und der Kindergarten wird größer

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Der Dorfkern ist Asbeck wird rund: Das war eine der Reaktionen im Gemeinderat zum neuen Stiftshaus. Das Gebäude soll historische Bezüge aufgreifen und für die Allgemeinheit nutzbar sein.

Asbeck

, 17.12.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt leuchtet ein Weihnachtsbaum auf dem Platz neben der Hunnenporte, dort, wo im kommenden Jahr das Stiftshaus gebaut werden soll. Bauamtsleiter Helmut Schiermann stellte im Gemeinderat am Montagabend im Dormitorium in Asbeck die Pläne vor.

Gleichzeitig zeigte er auch Pläne für die Erweiterung des Kindergartens St. Margareta in unmittelbarer Nähe. Hier soll ein weiteres Stockwerk aufgesetzt werden.

Träger ist die katholische Kirchengemeinde St. Brigida-St. Margareta. Allerdings zeigen die Pläne, dass Stiftshaus und Kindergarten städtebaulich aus einem Guss erscheinen und sich gut in das historische Umfeld einbetten sollen.

In Asbeck entsteht das Stiftshaus auf dem Küchenplatz und der Kindergarten wird größer

So sehen die Pläne für das Stiftshaus aus. © Gemeinde Legden

Lange gibt es schon den Wunsch nach dem Stiftshaus und einem öffentlichen Ort im Stiftsdorf. Im Vorfeld, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken, wurden viele Gespräche mit dem Heimatverein und der Kirchengemeinde geführt. Federführend treibt jetzt die Gemeinde Legden das Projekt voran.

Finanzierung über ein Leader-Projekt

Für die Finanzierung ist bereits eine wichtige Weiche gestellt. Die „Lokale Aktionsgruppe Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden“ hat im November beschlossen, das Stiftshaus und damit die Wiederherstellung historischer Strukturen als ein Leader-Projekt zu fördern. Die Kosten für den Bau ohne Inneneinrichtung liegen bei rund 450.000 Euro, über Leader sollen 250.000 Euro Fördermittel eingebracht werden.

In der Projektbeschreibung heißt es zum Stiftshaus: „Es soll durch ein multifunktionales Raum- und Nutzungskonzept Räumlichkeiten für kleine, junge Initiativen, aber auch für etablierte Gruppen bieten, die Raumbedarf haben.“ Projektgegenstand solle auch die technische Ausstattung als Lern- und Leseort, für Vorträge und Konzerte sein.

Schmales Gebäude neben der Hunnenporte

Die Pläne zeigen ein schmales Gebäude an der Stiftsstraße neben der historischen Hunnenporte. „Der Küchenplatz war früher von Gebäuden umringt“, erläuterte Helmut Schiermann.

Hier standen auch früher Gebäude. 2007 wurde der mehr als 100 Jahre alte Jägerhof „abgerissen“. Schon damals wurde geplant, wieder ein neues Gebäude, wenn auch nicht so massiv, zu errichten.

Über einen Zwischentrakt soll das neue Stiftshaus mit der Hunnenporte verbunden werden. Der Klinkerbau ist entlang der Stiftsstraße schmal und langgestreckt.

Neben der WC-Anlage, auch mit einer behindertengerechte Toilette, und einer kleinen Teeküche gibt es vor allem einen rund 70 Quadratmeter großen Mehrzweckraum. Pläne zeigen eine Aussparung für Regale, eventuell für die Bücherei, so Helmut Schiermann.

Zum Küchenplatz hin gibt es große, schiebbare Glasfronten, sodass das Gebäude bei Veranstaltungen mitgenutzt werden kann. Im oberen Stockwerk sollen nur Abstellräume entstehen. Insgesamt ist der Bau etwa 1,50 bis 2 Meter niedriger als die Hunnenporte.

Baubeginn im kommenden Jahr

Positive Resonanz kam von allen Fraktionen. Berthold Langehaneberg, CDU-Fraktionsvorsitzender, betonte, der Schluss der Baulücke sei schon seit Langem Ziel für die CDU. Es sei einiges geschehen in Asbeck. „Der Dorfteich, die Mühle, jetzt das Stiftshaus – die kostenintensivsten Projekte haben wir abgearbeitet.“

Gebaut werden soll möglichst 2020. Eines machte Bürgermeister Friedhelm Kleweken aber klar: „Vorrang hat der Kindergarten.“ Zwei Baustellen gleichzeitig auf dem kleinen Raum seien nicht machbar.

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