Ingeborg und Gerd Baumeister reisen mit Spendengeldern nach Namibia

hzNamibia

Namibia ist wieder Ziel von Ingeborg und Gerd Baumeister. Seit mehr als 25 Jahren unterstützen sie dort Missionsstationen. Bevor sie reisen, stellen sie den Legdenern ihr Herzensprojekt vor.

Legden

, 04.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kinder, die in Kindergärten oder Schulen betreut und unterrichtet werden, Frauen, die lernen, mit der Nähmaschine umzugehen, alte Menschen, die in einem Hospiz ein würdiges Ende erleben – sie alle kommen in die Missionsstationen in Namibia. Unterstützung für diese Arbeit der Hiltruper Missionschwestern (MSC) und der Oblaten Missionaren (OMI) kommt auch aus Legden. Und das seit 25 Jahren.

2019 haben Ingeborg (62) und Gerd Baumeister (65) das 25-jährige Bestehen des Freundeskreises Namibia gefeiert. Gegründet wurde er 1994 von Teilnehmern aus einem Kolping-Workshop auf der Missionsstation von Pater Heinz Duttmann, ein Onkel von Ingeborg Baumeister. Seitdem haben die Baumeisters viele Spenden gesammelt. Alleine im Jubiläumsjahr 2019 waren es 11.000 Euro.

Ingeborg und Gerd Baumeister reisen mit Spendengeldern nach Namibia

Ingeborg und Gerd Baumeister engagieren sich für Missionsprojekte in Namibia. © Ronny von Wangenheim

Jetzt fliegt das Ehepaar wieder nach Namibia. Dort wollen sie sehen, was mit den Spenden geschieht. „Wir wissen bei euch, dass das Geld auch ankommt“, das hören sie immer wieder, sagt Gerd Baumeister. Und das verpflichtet. Als Teil der Kolpingsfamilie Legden ist der Freundeskreis als gemeinnützig anerkannt.

Yoga-Gruppe übt und spendet

Woher kommen die Spenden? Aus vielen Händen, sagt Ingeborg Baumeister. Dazu gehört auch ihre Yoga-Gruppe. Als im Sommer der Kurs pausierte, lud Kursleiterin Lolita Fülle alle Teilnehmerinnen ihrer Kurse zu einem gemeinsamen wöchentlichen Termin ein. Wer mitmachte, gab freiwiilig einen Beitrag – der dann beim Freundeskreis Namibia landete. Rund 1700 Euro kamen so zusammen.

Ingeborg und Gerd Baumeister reisen mit Spendengeldern nach Namibia

Ingeborg Baumeister bei einem von ihren bisher sechs Besuchen in Namibia im Gespräch mit Schwestern. © privat

Eine Spenderin gibt immer ihr Trinkgeld, Firmen und Privatpersonen helfen. Und das Ehepaar Baumeister hat im Sommer bei den Legdener Gartentagen mitgemacht und die Gelegenheit genutzt, über Namibia zu informieren und natürlich Spenden zu sammeln. Kleider werden zudem bei den Kleiderbörsen der Kolpingsfamilie und in vier Containern im Dorf gesammelt, die dann über OMI von Burlo aus nach Namibia verschifft werden.

Zwei Messen werden gestaltet

Auch in diesem Jahr haben sie schon wieder einiges Geld gesammelt. Und es soll noch mehr werden. Bei zwei Messen, am Samstag, 29. Februar, und am Sonntag, 1. März, in der St.-Brigida-Kirche werden Ingeborg und Gerd Baumeister über Namibia, die Menschen dort und die Hilfe in den Missionsstationen sprechen.

Ingeborg und Gerd Baumeister reisen mit Spendengeldern nach Namibia

Gerd Baumeister hat schon viele Nähmaschinen repariert. © privat

Ingeborg Baumeister: „Wir werden in der Familienmesse am Sonntag zeigen, wie Kinder hier und dort leben und wie groß die Unterschiede sind.“ Dazu bringen sie auch viele Fotos mit. Auch die Vorabendmesse werden sie mitgestalten. Gerd Baumeister berichtet: „Die Kollekten dürfen wir für Namibia mitnehmen.“

Besuch im Hospiz

In dem afrikanischen Land werden die beiden Legdener sechs bis sieben Missionsstationen besuchen. In Mariental zum Beispiel werden sie sich im Hospiz umsehen. Dort soll mit dem Geld des Freundeskreises eine Klimaanlage eingebaut werden.

Ingeborg und Gerd Baumeister reisen mit Spendengeldern nach Namibia

Dieses Bild entstand bei einem früheren Besuch. © privat

In der Missionsstation in Otjiwarongo werden sie diesmal in neu gebauten Gästeunterkünften übernachten. Das haben sie früher schon ganz anders erlebt, erinnern sie sich an primitivste Bedingungen. „So sollen Einkünfte generiert werden“, erläutert Gerd Baumeister. Für den Aufbau wurden natürlich auch wieder Spenden benötigt. Geht es um praktische Dinge wie Herd oder Waschmaschine gehen Baumeisters auch schon mal einkaufen. „Wir sehen dann vor Ort, was wichtig ist.“

Jetzt lesen

Vier Wochen werden Ingeborg und Gerd Baumeister unterwegs sein. „Wir sind auf anderen Wegen unterwegs als Touristen“, sagt der 65-Jährige und erzählt, dass trotz aller Entwicklungen in Namibia über die Jahre noch viel Armut zu sehen sei. Neben den Besuchen in den Missionsstationen gibt es auch ein paar Tage reinen Urlaub. Dann werden sie im Etosha-Nationalpark viele Tiere beobachten – wie ganz normale Touristen.

Ingeborg und Gerd Baumeister reisen mit Spendengeldern nach Namibia

Dieses Bild entstand bei einem früheren Besuch. © privat

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt