Polizei ermittelt

Jagdwilderei: Reh mit Kleinkaliber beschossen und zurückgelassen

Ein Unbekannter hat in Legden mit Kleinkaliber auf ein Reh geschossen. Das verletzte und sich quälende Tier ließ er zurück. Es musste anschließend erlegt werden. Die Polizei sucht Zeugen.
Ende Februar schoss ein Unbekannter in Legden auf ein Reh. Es musste anschließend erlegt werden. © picture alliance/dpa

Einen Fall von Jagdwilderei hat es in Legden schon am Montag, 22. Februar, gegeben. Eine noch unbekannte Person schoss damals auf ein Reh. Das am Hinterlauf verletzte Tier hat der „Wilderer“ in der Nähe einer Gärtnerei in der Bauerschaft Wehr zurückgelassen. Die Polizei geht davon aus, dass dafür eine kleinkalibrige Waffe genutzt wurde. Einen Jagdunfall schlösse das aus, da für Wild andere Patronen verwendet werden.

In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es: „Es gab deutliche Anzeigen darauf, dass sich das Rehwild mit der Verletzung gequält hatte. Es zeigte einen deutlich reduzierten Fluchtreflex.“ Daher blieb nur die Option, das Tier durch einen Jagdausübungsberechtigten erlegen zu lassen. Dietmar Brüning von der Pressestelle der Kreispolizei erklärt, warum der Vorfall erst jetzt an die Öffentlichkeit kam: „Die Anzeige wurde über das Online-Portal erstattet, weshalb einige Zeit bis zur Bearbeitung verging.“

Keine Erkenntnisse über Zusammenhang

Ob es konkrete Spuren gibt, ließ er im Gespräch mit der Redaktion offen. Brüning selbst gab den Hinweis, dass die Jagdwilderei in dem Bereich stattgefunden habe, wo Ende 2020 der Kater einer Familie erschossen wurde, ebenfalls mit einem Kleinkaliber (wir berichteten). Es gebe aber „überhaupt keine“ Erkenntnisse über einen direkten Zusammenhang zwischen den Vorfällen. Nun sucht die Polizei Zeugen. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat in Ahaus entgegen, Tel. (02561) 9260.

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