Jeder Legdener bekommt kostenlos Saatgut für Blühwiesen und Schulgarten wird zur Testwiese

hzSPD-Antrag

Blühstreifen statt Grünstreifen – mit diesem Antrag war die SPD im Bauausschuss erfolgreich. Auch jeder Legdener soll kostenlos Saatgut bekommen. Dabei spielt ein Marmeladenglas eine Rolle.

Legden

, 27.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt in der Gemeinde Legden eine Vielzahl von Grünflächen, die möglicherweise in Blühflächen umgewandelt werden können. So sagte es Sigrid Goßling, SPD-Fraktionsvorsitzende, am Dienstagabend im Bauausschuss. Der Bauhof der Gemeinde soll dafür nach geeigneten Flächen Ausschau halten. Außerdem soll der Bevölkerung Saatgut zur Verfügung gestellt werden.

Einstimmig wurde dieser Antrag beschlossen. Und es wurden ganz pragmatisch bereits Ideen entwickelt. Ulrich Hessel (CDU) schlug vor, dass sich jeder eine Schippe voll aus einem Sack mit Saatgut mitnehmen könne. Dazu könne er ja dann das Marmeladenglas mitbringen. Die unkomplizierte Idee gefiel allen. Bürgermeister Friedhelm Kleweken ist sicher, dass er für die Ausgabe des Saatguts den Kiebitzmarkt gewinnen kann.

In Heek wollten nur 24 Bürger ein Tütchen mit Saatgut

1000 Euro wird die Gemeinde Legden für das Saatgut in den Haushalt aufnehmen. Das sollte reichen. Verwiesen wurde auf Heek, wo 2019 gerade einmal 24 Bürger sich ein Tütchen abholten.

„Ich schaue neidisch nach Heek, wenn ich da die Dahlien entlang der B 70 sehe“, hatte Sigrid Goßling anfangs noch gesagt, Wenn auch die Gemeinde Blühstreifen anlege, so begründete sie den SPD-Antrag, sieht sie darin auch eine Wertschätzung den Landwirten gegenüber.

Bauamtsleiter Helmut Schiermann erläuterte, welche Blühwiesen es bereits gebe und verwies zum Beispiel auf eine Fläche von 800 Quadratmetern in Asbeck, die damit sogar Teil der Skulpturenroute ist.

Schulgarten wird zum Experimentierfeld

Mitarbeiter des Bauhofs haben bereits Seminare zum Thema besucht. Verschiedene Saaten sind ausprobiert worden, so Schiermann. „Manches hat auch nicht funktioniert“, gab er zu und nannte eine Fläche am Jugendhaus Pool. „Das Thema ist sehr komplex.“

Um Erfahrungen zu sammeln, wird jetzt der ehemalige Schulgarten der Sekundarschule genutzt. Bürgermeister Friedhelm Kleweken erläuterte im Ausschuss für Planen, Bauen, Landwirtschaft und Umwelt, dass dort 2000 Quadratmeter freigeräumt wurden. „Wir werden verschiedene Streifen anlegen, um verschiedenes Saatgut oder die Art der Bodenbearbeitung auszuprobieren.“

Für weitere Vorschläge, wo noch Blühstreifen angelegt werden können, ist die Gemeinde offen, so Friedhelm Kleweken: „Wenn die Flächen geeignet sind, sind wir dran. Versprochen. Vorschläge können einfach per Mail zum Bauhof geschickt werden.“

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