Knollenernte beendet: Die Beete sind leer, die Knollen ausgebuddelt

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Der Herbst ist da, die bunten Dahlien sind weg. So wie jedes Jahr wurden auch 2020 die Knollen aus dem Dahliengarten geerntet. Und das ging viel schneller als ursprünglich gedacht.

Legden

, 17.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Herbst heißt es jedes Jahr aufs Neue: Knollenernte in Legden. Die Dahlien werden aus dem Dahliengarten im Herzen von Legden entfernt und für die Winterruhe zum Schlafen gelegt.

Drei Tage waren eigentlich angesetzt für die Knollenernte im Dahliengarten – von Donnerstag bis Samstag. Angelika Hoffmann vom Verein Dahliengarten suchte sogar noch nach freiwilligen Helfern, aber die waren offenbar gar nicht nötig, denn: Freitagnachmittag war die Arbeit getan.

„Heute ging es wirklich schnell“

Gegen 15.30 Uhr am Freitagnachmittag war bereits nicht mehr von den bunten Korbblütlern zu sehen. Fein säuberlich nach Farben sortiert und in Kisten schichtweise aufgebettet lagen die Blüten, die noch vor Kurzem samt Stängel, Blättern und Knollen in der Erde standen.

Dahlienblüten nach Farben sortiert.

Dahlienblüten nach Farben sortiert. © Laura Schulz-Gahmen

„Heute ging es wirklich schnell, wir waren gut vorbereitet und hatten ja schon die ersten Knollen entfernt“, sagt Angelika Hoffmann. „Alle waren super engagiert, aber wir hatten auch ordentlich Kaffee getrunken“, so Hoffmann.

Und was liegt jetzt noch an?

Die Knollen lagen bereits in Kisten verstaut auf einem Autoanhänger und bereit für die Fahrt ins Winterquartier. Der Verein hat den alten Freibadkeller dafür hergerichtet. In den Wintermonaten überwacht das Team die Knollen intensiv und prüft sie laufend auf Feuchtigkeit oder Trockenheit, und ausreichende Belüftung. Außerdem müssen die Knollen auch „entsandet“ werden.

Ganz schön leer hier, der Dahliengarten nach der Knollenernte.

Ganz schön leer hier, der Dahliengarten nach der Knollenernte. © Laura Schulz-Gahmen

Bis 17 Uhr standen am Freitag noch noch ein paar Handgriffe an. „Wir werden hier noch ein bisschen harken und die Knollen einkellern“, sagt Angelika Hoffmann. 300 Kisten müssen nämlich noch nach Nummern und Sorten sortiert werden. „Ja, und dann müssen die Knollen noch den Winter überstehen.“ Im Frühjahr werden die Knollen dann geteilt, zwecks Vermehrung.

Jetzt geht die Planung für das Frühjahr los

Erfreulicherweise ist am Samstag nicht mehr viel Arbeit nötig. Letzte Abschlussarbeiten wie Schilder umstellen und ein wenig im Garten verändern liegen noch an, das war es auch schon.

Naja, nicht so ganz. Denn jetzt werden bereits die Vorbereitungen für das Frühjahr getroffen: Wo kommen welche Blumen hin? Die Blumen sucht dann Angelika Hoffmanns Mann aus, Franz Hoffmann. „Er macht die Logistik, die Planung und fertigt die Schilder an“, sagt Angelika Hoffmann.

Fisch-Mandalas aus Blüten

Aber am Freitagnachmittag gegen 16.30 Uhr wurde noch nicht geplant. „Es werden jedes Jahr Mandalas aus den Blüten gelegt von Kindern und Jugendlichen“, sagt Angelika Hoffmann. In jedem Jahr gibt es unterschiedliche Motive, in diesem Jahr ist das Thema Fische.

Charlotte, Johanna, Leonard und Jan (v.l.) legten zusammen ein Fisch-Mandala aus den Dahlienblüten.

Charlotte, Johanna, Leonard und Jan (v.l.) legten zusammen ein Fisch-Mandala aus den Dahlienblüten. © Laura Schulz-Gahmen

Und so wurden Fische aus bunten Blüten der abgeschnittenen Dahlien von Kindern und Jugendlichen aus Legden auf dem Rasen im Dahliengarten gelegt. Und das war vor allem: bunt, individuell und für die Kinder spaßig.

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