Kunstrasenplatz wird in diesem Jahr in Legden nicht mehr gebaut

hzSuS Legden

Der Zeitplan war sowieso knapp kalkuliert. Wegen der Corona-Krise kommt es zu weiteren Verzögerungen. Der Kunstrasenplatz wird in diesem Jahr nicht mehr am Dahliendorfstadion in Legden gebaut.

Legden

, 18.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kunstrasenplatz und neue Kunststofflaufbahn im Stadion, nur ein Kunstrasenplatz auf Platz 2 oder als dritte Variante Kunstrasen auf dem Nebengelände und neue Tartanbahn im Stadion - diese drei Varianten stehen zur Diskussion. Eigentlich sollten die Mitglieder des SuS Legden bei ihrer Mitgliederversammlung am 20. März darüber abstimmen. Doch die Versammlung wurde wegen der Corona-Virus-Pandemie abgesagt. Damit ist ein Bau noch in diesem Jahr unrealistisch.

Weil der Sportverein nicht zusammenkommt, wird es auch nicht wie geplant eine Sondersitzung des Rates Anfang April geben. „Mit dem Kunstrasenbau wird es nichts mehr werden“, erklärt Bürgermeister Friedhelm Kleweken und ergänzt: „Das war sowieso schon sportlich.“

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Die zeitliche Abfolge: Nachdem feststeht, welche Variante es sein soll, müsste eine Baugenehmigung eingeholt werden. Erst wenn diese vorliegt, kann der Zuschussantrag gestellt werden. Wenn es dafür den Bewilligungsbescheid gibt, könnten die Ausschreibungen laufen. „Wir reden da von Wochen und Monaten“, sagt Friedhelm Kleweken.

Baubeginn könnte im Frühjahr 2021 werden

Dazu kommt, dass ein Kunstrasenplatz bei trockenem Wetter, also nur bis Oktober gebaut werden kann. Der Bürgermeister betont aber: „Das heißt nicht, dass wir nicht alle Vorbereitungen in diesem Jahr machen.“ Wahrscheinlicher Baubeginn wäre das Frühjahr 2021.

Von den drei Varianten ist die günstigste Variante ohne Erneuerung der Leichtathletikanlage mit Tartanbahn bereits vom Tisch. Sowohl die Politiker im Gemeinderat als auch die beiden Sportvereine SuS Legden und Germania Asbeck hatten sich für die Komplettlösung ausgesprochen. Die Laufbahn sei schon jetzt renovierungsbedürftig, schrieben die Vorsitzenden der beiden Sportvereine in einer Stellungnahme Anfang April. Zudem lasse sich die Tartanbahn für die Leichtathletikabteilung und auch für den Schulsport nutzen.

Große Mehrheit für Lösung an einem Platz

Bei der Versammlung der Fußballabteilung hatte sich bereits die große Mehrheit dafür ausgesprochen, Kunstrasenplatz und Tartanbahn zusammen im Dahliendorfstadion unterzubringen. Das erläutert Dieter Berkemeier, Geschäftsführer des SuS Legden. Auch aus anderen Abteilungen hat er ähnliche Signale aufgefangen. Nur offiziell ist es halt nicht.

1,2 Millionen Euro wird die Komplettlösung kosten. Zehn Prozent, also 120.000 Euro, wollen die Vereine beisteuern. Um dies zu finanzieren, werden die Vereine aktiv werden. Dieter Berkemeier denkt an Spendenläufe und andere Aktionen. „Wir wollen auch den Stadionnamen vermarkten und dafür einen Sponsor finden“, nennt er eine weitere Idee. Um eine entsprechende Genehmigung haben die Vereine bereits bei der Gemeinde Legden gebeten.

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