Die Menschen in Dortmund müssen ab sofort häufiger ihre Immunisierungs- und Testnachweise vorzeigen. © dpa
Covid-19

Legden besteht den Corona-Test – nur an einer Stelle hapert es noch

Ob in der Gastronomie oder beim Friseur: Wer essen gehen oder sich die Haare schneiden lassen will, muss einen 3G-Nachweis erbringen. Aber wie genau nehmen es die Legdener damit?

Wer vor Ort essen will, muss einen Nachweis vorlegen. Über eine Impfung gegen Corona, einen negativen Test oder eine überstandene Infektion. So ist das Vorschrift und Standard in der Gastronomie und in anderen Bereichen, den sogenannten körpernahen Dienstleistungen, also etwa beim Friseur oder der Kosmetikerin.

In den vergangenen Wochen aber häuften sich Medienberichte, denen zufolge es viele Betreiber nicht so genau nehmen mit der Prüfung der entsprechenden Nachweise. Und wie sieht es damit in Legden aus? Wir haben den Undercover-Test gemacht – mit eindeutigem Ergebnis.

Mit Impfausweis zum Bäcker

Wer sich beispielsweise beim Bäcker nicht nur seine Brötchen holen, sondern diese auch vor Ort verzehren möchte, muss sich nach den 3G-Regeln ausweisen. Bei der Bäckerei Ebbing an der Hauptstraße fragt die Verkäuferin ganz selbstverständlich nach einem entsprechenden Dokument.

Hier reicht es allerdings, das Smartphone vorzuzeigen. Eine digitale Kontrolle erfolgt nicht. Auch den Personalausweise möchte sie nicht sehen – es könnte also eine andere Person das Impfzertifikat nutzen.

Das gleiche Bild ergab sich bei unsere Stichprobe bei der Dorfbäckerei Eihsing. Erst der Nachweis, dann das Essen. Smartphone gezückt, das digitale Impfzertifikat für die Sichtprüfung vorgezeigt und fertig. Der Friseur Hair Lammart an der Hauptstraße möchte, wie eine Mitarbeiterin auf Nachfrage erklärt, ebenfalls die entsprechenden Nachweise sehen, hier ist zudem noch ein Termin erforderlich.

Ein Gastronom, der nicht namentlich genannt werden möchte, erklärt: „Ich bin verpflichtet, bei jedem nachzufragen.“ Nur bei den Stammgästen, von denen er weiß, dass sie geimpft sind, lasse er sich nicht jedes Mal wieder das Zertifikat zeigen. Wenn Auswärtige kommen, sei das natürlich anders.

Kinder und Ungeimpfte nutzen die verbliebenen Testangebote

Die Stichprobe zeigt: Legden nimmt es mit der Corona-Bekämpfung ernst, der Großteil der Menschen ist bereits geimpft. Das deckt sich mit den Eindrücken von Theresia Heuser, die die mobile Teststation in Legden und Asbeck betreibt: Zu ihren Kunden zählen derzeit in erster Linie Kinder und Menschen, die sich eben nicht impfen lassen können. „Die sind froh, dass wir noch da sind“, erklärt sie.

Termine bei der mobilen Teststation können sowohl über die Corona-Chayns-Plattform als auch telefonisch gebucht werden. Die Abrechnung erfolgt entweder über Chayns oder direkt mit Theresia Heuser. Sie ist mobil unter 0157 / 39 64 53 96 für Terminabsprachen erreichbar.

Die Hausarzt-Praxis Münsterland Dres. Schrage, Balloff und Kollegen, Königstraße 1, bietet zusammen mit der Praxis Verena Saar/Marion Wansing einen Coronatest für 15 Euro an. Es wird um eine vorherige telefonische Anmeldung gebeten.

Seitdem der Bund die Kosten für die Schnelltests nicht mehr übernimmt, seien lediglich diese beiden Gruppen übrig geblieben. In der Ferienzeit kommen viele Schulkinder, die den Test benötigen, um an Freizeitangeboten teilnehmen zu können. In der folgenden Woche will Theresia Heuser ihre Öffnungszeiten aller Voraussicht nach reduzieren. Auch die Hausarzt-Praxis Münsterland an der Hauptstraße bietet weiterhin Tests an.

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