Legdener müssen weniger Gebühren für Trinkwasser und Abwasser zahlen

hzGebühren in Legden

Die Legdener müssen fürs Wasser in diesem Jahr weniger tief ins Portemonnaie greifen: Sowohl der Preis fürs Trinkwasser als auch die Gebühr für die Abwasserentsorgung sind gesunken.

Legden

, 07.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur die Kosten für die Müllabfuhr sinken in Legden, auch die Wassergebühren. Sowohl der Preis für das Trinkwasser als auch die Gebühren für die Abwasser- und Regenwasserentsorgung fallen niedriger aus als im Vorjahr. Wie Bürgermeister Friedhelm Kleweken auf Anfrage mitteilte, gab es zum einen Überschüsse aus den Vorjahren, die mit in die Kalkulation eingerechnet werden konnten, und auch bei den Betriebskosten habe gespart werden können.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Gebührensätze beschlossen.

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390.000 Kubikmeter Wasser werden voraussichtlich in diesem Jahr in den Legdener Haushalten und Unternehmen verbraucht. Zum Trinken und Kochen, fürs Duschen und die Toilettenspülungen zum Beispiel. Oder auch fürs Rasensprengen und verschiedene Zwecke in den Legdener Unternehmen.

Der Wasserpreis für die Jahre 2018 und 2019 lag bei 1,42 Euro pro Kubikmeter, aber für das Jahr 2020 gibt die Kalkulation eine Preissenkung auf 1,30 Euro pro Kubikmeter her. Die Gemeinde Legden bezieht ihr Trinkwasser aus Coesfeld und leitet es durchs gemeindeeigene Netz in die Haushalte und Unternehmen.

Gemeinde rechnet mit 400.000 Kubikmetern Abwasser

Was passiert mit dem Wasser, wenn es den Abfluss im Waschbecken oder in der Dusche hinuntergelaufen ist? Dann fängt die Reinigung an. Kanäle leiten das Abwasser zur Kläranlage, dort wird es aufwendig gereinigt. Das kostet, und alle Haushalte, die Wasser verbrauchen, müssen dafür zahlen. Die Gemeindeverwaltung legt die Gesamtkosten um. Für das laufende Jahr gilt: Die Legdener Haushalte müssen etwas weniger zahlen für die Abwasserentsorgung.

Die Mitarbeiter der Legdener Gemeindeverwaltung können bei der Kalkulation auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Der Fachbereich rechnet für dieses Jahr mit einem Aufkommen von 400.000 Kubikmetern an Abwasser. Das entspricht in etwa 2,6 Millionen Badewannenfüllungen.

Diese Zahl wird mit der kalkulierten Summe von 892.204,00 Euro, die die Gemeinde voraussichtlich für den Transport und die Reinigung des Abwassers ausgeben wird, in Bezug gesetzt. Am Ende der Rechnung schlägt der gereinigte Kubikmeter Abwasser mit 2,23 Euro zu Buche. Dafür werden die Kanalbenutzungsgebühr und die Klärgebühr zusammengerechnet.

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Am Ende der Kalkulation steht für den „Normaleinleiter“ in Legden eine Abwassergebühr in Höhe von 2,14 Euro pro Kubikmeter auf dem Bescheid, im Jahr 2019 waren es noch 2,22 Euro. Die Unternehmen, die Wasser stark verschmutzen, werden in Legden hingegen mit einer Gebühr von 2,43 bis 3,36 Euro pro Kubikmeter Abwasser zur Kasse gebeten. Diese Gebühr bewegte sich im Vorjahr zwischen 2,65 und 3,47 Euro.

Regenwasser muss von versiegelten Flächen geleitet werden

Zahlen müssen Haushalte und Unternehmen auch eine Niederschlagsgebühr für die Entsorgung des Regenwassers von befestigten Flächen durch das Kanalsystem. Voraussichtlich sind Ende des Jahres 2020 insgesamt 752.000 Quadratmeter von der Legdener Gemeindefläche asphaltiert oder gepflastert. Mit den kalkulierten 368.000 Euro Kosten für die Regenwasserentsorgung verrechnet, ergibt sich eine Gebühr von knapp 49 Cent pro Quadratmeter – damit zahlen die Legdener sieben Cent weniger pro Quadratmeter als im vergangenen Jahr.

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