476 Paar Schuhe: Manuela Schaten hat eine große Leidenschaft

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Wer 476 Paar Schuhe hat, muss sich um die passende Fußbedeckung keine Gedanken machen. Manuela Schaten aus Legden hat ihren Bestand allerdings vor einigen Jahren sogar noch reduziert.

Legden

, 28.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die eine oder andere Frau entwickelt eine Leidenschaft für Schuhe. 476 Paar dürften aber die wenigsten in den eigenen vier Wänden stehen haben. Und diese Zahl ist bei einem Umzug vor sieben Jahren sogar noch deutlich reduziert worden. Richtig erklären kann sich Manuela Schaten, die in Legden wohnt, diese gewaltige Anzahl auf Nachfrage aber auch nicht. „Das hat sich eigentlich so über die Jahre entwickelt, in meiner Jugend habe ich mir von meinem Taschengeld eigentlich schon immer Schuhe gekauft“, berichtet die 48-Jährige.

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Schuhe aller Farben und Formen verteilen sich in etlichen Regalen über die verschiedenen Zimmer der Doppelhaushälfte, die Manuela Schaten derzeit alleine bewohnt. Schlappen, Turnschuhe, Sneakers, Stiefel, Stiefeletten und mehr gehören zum Schuhportfolio. „Wenn mir ein Schuh gut gefällt, muss ich ihn meistens in mehreren Farben haben. Dann ist es auch egal, was es kostet“, schildert Manuela Schaten ihre Begeisterung.

Reduzierung auf knapp 500 Paar

Als sie vor sieben Jahren aus Coesfeld nach Legden zog, blieben etliche alte Schuhe zurück. „Da ist ein Riesenschwung Schuhe in den Müll gewandert. Ich musste mich auf knapp 500 Paar begrenzen. Vorher waren es noch deutlich mehr“, blickt die Schuhsammlerin zurück. Vor allem die Fußbedeckungen aus ihrer Kindheit und Jugend habe sie weggeworfen.

Tatsächlich habe sie jedes Paar schon einmal getragen, meint Manuela Schaten, um kurz darauf einzuschränken: „Man hat natürlich schon seine Lieblingsschuhe.“ Das könne sich je nach Lebensabschnitt ändern. Derzeit trage sie vor allem Sneakers, Schuhe mit höheren Absätzen blieben meistens im Regal stehen, weil sich die Gelegenheit nicht so biete. Obwohl manche Schuhe unbequem seien, ist es für Manuela Schaten dennoch ein gutes Gefühl, sie im Schrank stehen zu haben.

Outfitplanung von unten nach oben

Auch die Wahl der anderen Kleidungsstücke richtet sie häufig nach den Schuhen aus, sozusagen von unten nach oben. „Im Moment passt auch meine Maske häufig genau zu den Schuhen“, stellt die Legdenerin fest.

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Den Kauf neuer Schuhe plane sie eigentlich selten. „Für spezielle Anlässe suche ich schon mal bewusst nach Schuhen, klar. Aber sonst gehe ich nicht gezielt los. Wenn ich ein Paar Schuhe sehe, das mir gefällt, überkommt es mich einfach“, berichtet Manuela Schaten. Die Befriedigung beim Erwerb, die sie mit den Worten „Ja, jetzt ist es meins“ beschreibt, sei vergleichbar mit der Leidenschaft anderer Sammler, zum Beispiel von Uhren oder Briefmarken.

„Ein bisschen abgedreht“

Ganz besondere oder exotische Schuhe seien dagegen nicht Bestandteil ihrer Sammlung, berichtet Manuela Schaten. „Mit einigen Schuhen, zum Beispiel denen, die man zur eigenen Hochzeit oder zur Hochzeit meines Kindes getragen hat, verbinde ich natürlich etwas“, erklärt sie.

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Auch wenn es der gebürtigen Billerbeckerin nicht leicht fällt, sich von Schuhen zu trennen, weiß sie doch auch: „Mein Platz ist nicht endlos. Wenn ich neue Schuhe kaufe, verschenke ich alte oder gebe sie zur Altkleidersammlung. Irgendwann haben sie auch mal ausgedient.“

Manuela Schatens Lebensgefährte hat derweil kein Problem mit ihrer Schuhleidenschaft. „Er erkundigt sich immer mal interessiert, ob ich neue Schuhe habe, und sagt seine Meinung dazu“, berichtet sie. Und auch einige Freundinnen zeigten sich im jüngsten gemeinsamen Urlaub erstaunt von ihrem Hobby. „Da waren wir in einem Schuhladen. Als meine Freundinnen auf den einen oder anderen Schuh zeigten, sagte ich: „Den hab ich. Und den hab ich auch.“ Da haben sie nicht schlecht gestaunt. Das ist ja auch schon ein bisschen abgedreht“, gibt Manuela Schaten zu.

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