Naturparadies am Bahndamm

Seniorengerechter Garten

Während sich am Samstag bei 25mm-Niederschlag nur wenige Naturfreunde auf den Weg machten, um die sieben offenen Gärten zu betrachten, war am relativ trockenen Sonntag eine Völkerwanderung unterwegs. Überwiegend mit der Fietse wurden die Naturparadiese erforscht.

LEGDEN

27.06.2016, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nachdem der Sonntag verregnet war, besuchten am Sonntag viele Gartenfreunde die vielen Privatgärten in Legden und Asbeck und ließen sich von vielen ausgefallenen Ideen inspirieren.

Nachdem der Sonntag verregnet war, besuchten am Sonntag viele Gartenfreunde die vielen Privatgärten in Legden und Asbeck und ließen sich von vielen ausgefallenen Ideen inspirieren.

Bei Marita (46) und Andreas (48) Kleine Schonnefeld in der Straße Am Kornhaus herrschte Hochbetrieb. Angesichts der vielen Fahrräder vor dem schicken Einfamilienhaus konnte man schon die Enge in dem kleinen Hausgarten am Bahndamm erahnen.

Seit 1999 hatte das Ehepaar bereits mit der Einrichtung der Gartenfläche begonnen. Besonders Wert legen sie auf ein naturnahes Ambiente. „Wir haben hier regelmäßig Blindschleichen und ab und zu auch Salamander“, ist der Hausherr stolz auf sein Naturreich. Viele ausrangierte und alte Einrichtungsgegenstände, die andere wegwerfen würden, wurden liebevoll in die grüne Oase integriert: Aus alten Schuhen wachsen Blumen, die verwitterte Holzbank trägt romantisch alte, bepflanzte Schüsseln und Baumreste, die von einer Kerze beleuchtet werden.

Teppichklopfer als Deko

Mülltonnen und Einkochtöpfe haben nun andere Aufgaben. Selbst ein alter Teppichklopfer und ein Spiegel finden hier noch einen wertvollen Deko-Einsatz. Blechdame „Elfriede“ beobachtet erstaunt die vielen Besucher. Nur ein angerosteter Grill-Smoker gehört noch nicht zum ‚alten Eisen‘: „Er sollte eigentlich bepflanzt werden“, verrät Gartenbesitzer Andreas, „doch unsere Kinder wollten unbedingt damit grillen“. Tagsüber fährt jede halbe Stunde der Zug Coesfeld-Ahaus auf dem erhöhten Bahndamm vorbei. Er wird aber nur für Sekunden wahrgenommen.

Eine ganz andere Idee steckt hinter der Gartenplanung von Toni (71) und Josef (76) Hintemann aus der Bauerschaft Beikelort. Auf den ersten Blick sieht ihr Garten relativ standardmäßig aus. Doch die beiden rüstigen Rentner versuchen die Gartenarbeiten so einfach und leicht wie möglich zu gestalten. „Wir schaffen uns nur pflegeleichte Pflanzen wie Rhododendren oder andere Stauden an, die im Sommer kaum der Pflege bedürfen“, verrät die Gartenliebhaberin. Nur im Herbst seien etwas mehr Pflegearbeiten wie Hecken- oder Rückschnitt nötig.

Rosen werden abgebraust

Auch wird der Boden durch Pinienschredder und auch Abfälle aus der Biogas-Anlage abgedeckt, um Unkrautwuchs zu unterdrücken und den Boden mit Nährstoffen zu versorgen. Nur bei ihrer Lieblingsblume, der Rose, steckt die Gärtnerin mehr Arbeit hinein: „Jeden Morgen brause ich die Knospen mit kaltem Wasser ab. Dies ist eine erfolgreiche Vorsorge gegen Läuse und Raupen“. Mit solchen Tipps versehen können auch die vielen Besucher ihre Gartenträume weiter beflügeln. 

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