Bürgermeister Dieter Berkemeier auf seiner Fietze: Er hatte die Strecke bereits einen Tag vor der offiziellen Freigabe getestet. © Laura Schulz-Gahmen
Radweg-Sanierung

Radweg-Sanierung in Legden fertig – mehr Platz für Radfahrer

Die Sanierung des Radwegs in Legden ist abgeschlossen und er kann wieder befahren werden. Nicht immer standen Radwege im Fokus von Straßen.NRW. Das soll sich ändern. Auch Umweltschutz ist ein Thema.

Gut gelaunt ist Bürgermeister Dieter Berkemeier mit seiner Fietse auf dem frisch sanierten Radweg in Legden zum Ortstermin gekommen. Rund elf Wochen dauerte die Sanierung des 3,2 Kilometer langen Radwegs an der B 474 zwischen Legden und Ahaus. Am Mittwoch, 4. August, wurde die Strecke offiziell wieder für Radfahrer und Fußgänger freigegeben.

Bereits am Dienstag hat Bürgermeister Dieter Berkemeier es sich nicht nehmen lassen, die Strecke einmal zu testen. Er fährt ohnehin zu vielen Terminen mit dem Rad. „Bis zur Autobahn und wieder zurück bin ich schon gefahren“, sagt er am Mittwochmorgen vor Ort.

Radwege haben mittlerweile anderen Stellenwert

Für die offizielle Freigabe des Rad- und Fußwegs sind Manfred Ransmann, Leiter Straßen.NRW-Regionalniederlassung Münsterland, und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster und natürlich Legdens Bürgermeister Dieter Berkemeier zusammengekommen.

Vertreter der Gemeinde, von Straßen.NRW und vom Kreis Borken haben sich am Mittwoch in Legden getroffen und den sanierten Radweg offiziell freigegeben.
Vertreter der Gemeinde, von Straßen.NRW und vom Kreis Borken haben sich am Mittwoch in Legden getroffen und den sanierten Radweg offiziell freigegeben. © Laura Schulz-Gahmen © Laura Schulz-Gahmen

Der Radweg habe durch die Sanierung einen Mehrwert bekommen, da waren sich alle einig. Die Sanierung von Radwegen stand aber nicht immer im Fokus von Straßen.NRW, das gibt Manfred Ransmann zu. „Mittlerweile haben Radwege einen anderen Stellenwert in der Gesellschaft, wir wollen deshalb im nächsten Jahr ein größeres Programm auflegen“, sagte er. „Wir möchten attraktiver werden für Radfahrer und das Thema soll mehr und mehr in den Fokus rücken“, so Ransmann weiter.

Viele Auspendler in Richtung Ahaus

Auch Borkens Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster unterstrich im Gespräch: „Viele Menschen im Kreis und in der Region nutzen immer häufiger das E-Bike für den Weg zur Arbeit. Fahrradmobilität hat einen sehr hohen Stellenwert, den wir gemeinsam weiter fördern wollen.“

Auch in Legden nutzen viele Menschen das Rad für den Weg zur Arbeit. „Wir haben viele Auspendler, die beispielsweise in Ahaus arbeiten. Da wird auch oft das Rad genutzt und mittlerweile viele E-Bikes“, sagt er. Bei der Strecke bis nach Ahaus würden sich E-Bikes auch lohnen, man wolle ja auch nicht schon verschwitzt bei der Arbeit ankommen.

Strecke im Hochbau saniert

Der Radweg in Legden ist jetzt also besser befahrbar als vor der Sanierung. Meistens ergeben sich bei solchen Projekten immer zwei Probleme. Das erste Problem ist, dass alle Wege irgendwann altern und das zweite Problem sind Bäume. In Legden hat man gezielt darauf verzichtet, Bäume zu entfernen oder im Bereich der Wurzeln zu fräsen.

„Wir haben die gesamte Strecke im Hochausbau saniert. Man kann sagen, der Weg wurde über die alte Decke gelegt. So musste nicht im Bereich der Wurzeln gefräst werden“, berichtete Straßen.NRW-Bauüberwacher Bruno Tenhumberg. Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch die Brücke über die Dinkel instand gesetzt.

Bäume stehen gelassen

An den allermeisten Stellen beträgt die Breite des Radwegs jetzt 2,50 Meter. Nur an den Stellen, wo Bäume stehen, ist er eher 2,20 bis 2,30 Meter breit. Aber dafür habe man eben die Bäume stehenlassen.

Bürgermeister Dieter Berkemeier ist jedenfalls hochzufrieden mit dem Ergebnis. Für die Sanierung des Radweges habe man ja schließlich auch genügend Geld ausgegeben, da sei man froh, dass das Ergebnis so gut geworden ist. Gekostet haben die Bauarbeiten 710.000 Euro.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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