Hier ist Ende: LKW-Fahrer dürfen nur 40 Meter weit in die Kirchstraße reinfahren. Das war bislang an der Bundesstraße nicht ausgeschildert. © Markus Gehring
Meinung

Schildbürgerstreich um Straßenschilder: Der Kreis sorgt für die Irritationen

Straßenschilder in Deutschland: Eigentlich gibt es zu viele, deswegen hat auch der Kreis Borken sich Zurückhaltung auferlegt. Doch weniger ist nicht automatisch mehr, meint unser Autor.

Die Kirchstraße in Legden ist Sperrgebiet für LKW – mit einer Ausnahme: Wer von der Bundesstraße kommt, darf bis zum Abzweig Friedrich-Castelle-Straße fahren, um die dortigen Supermärkte zu beliefern. Ortsunkundige LKW-Fahrer erkennen dies erst, wenn sie bereits abgebogen sind, und müssen dann mitten auf der Fahrbahn wenden. Das ist eine problematische Situation.

Das wissen auch der Kreis Borken und die Gemeinde. Sie sehen keinen Handlungsbedarf, was objektiv nicht nachvollziehbar ist, denn hier entstehen gefährliche Situationen. Lösungsvorschläge wischen die Behörden beiseite, weil sie „vermutlich zu Irritationen führen“ würden. Vermutungen aber sind ein schwaches Argument, Verwaltungshandeln sollte sich an Fakten orientieren.

Nicht die Schilder irritieren

Für Irritationen sorgt derweil der Kreis höchstselbst: Plötzlich stehen genau jene Schilder, die der Vermutung nach irritieren könnten, an der Bundesstraße. Ein Versehen, die Schilder sollen „kurzfristig“ wieder abgebaut werden. Das ist, nun ja, irritierend.

Ein Vorschlag zur Güte: Der Kreis wartet die Erfahrungen mit der versehentlich aufgestellten Beschilderung ab. Dann werden Vermutungen durch Fakten unterfüttert – oder widerlegt. Und die paar Schilder sind im Falle des Falles schnell wieder abgebaut.

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