Schüler löchern Berkemeier: Wie viel verdient man eigentlich als Bürgermeister?

Jason Laabs aus der Klasse 7 b stellt für den „Hey, Lena!-Bürgermeister-Podcast“ Fragen an den Chef der Legdener Gemeindeverwaltung. Im Januar wird der zweite Teil aufgenommen.
Jason Laabs aus der Klasse 7 b stellt für den „Hey, Lena!-Bürgermeister-Podcast“ Fragen an den Chef der Legdener Gemeindeverwaltung. Im Januar wird der zweite Teil aufgenommen. © Schulze Beikel
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„Frei von Lampenfieber war heute Morgen niemand, Spaß gemacht hat es aber allen“ bilanzierte Thomas Hackenfort. Mit Projektpartner Stefan Hochstadt freue er sich auf die Fortsetzung im Januar des „Hey, Lena!-Bürgermeister-Podcasts“, hob er in der Pressemitteilung hervor.

Am Freitag hat der erste „Live-Termin“ mit Interviews in der Paulus-van-Husen-Schule stattgefunden: Wie viel verdient man eigentlich als Bürgermeister? Und gibt es einen Dienstwagen? Gut möglich, dass aus diesen Podcast-Fragen großes Interesse spricht, selbst einmal künftige Bürgermeisterin oder Bürgermeister zu werden.

Das notwendige Mindestalter haben die 23 Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse mit ihren durchschnittlich 13 Jahren zwar noch lange nicht erreicht. Angeleitet und unterstützt durch ihrer Klassenlehrerin Anja Deitmer haben sie sich im Fach „Gesellschaftslehre„ aber in den vergangenen Wochen schon mal intensiv Gedanken darüber gemacht, was überhaupt die Motive und Aufgaben eines Chefs einer Gemeindeverwaltung sein könnten.

Als amtierender Bürgermeister der Gemeinde Legden ist Dieter Berkemeier deshalb an diesem Freitagmorgen in die 7b gekommen, um sich zahlreichen weiteren Fragen der Klasse zu stellen. Abwechselnd konfrontieren die akribisch vorbereiteten Jugendlichen dann auch ihren gut aufgelegten Gast mit dem, was sie dringend in Erfahrung bringen möchten: Wie lange möchten Sie dieses Amt ausüben? Und macht Ihnen das überhaupt Spaß?

Klassenraum in temporäres Podcast-Studio verwandelt

Möglich gemacht hat diese Fragestunde das NSP-Projekt „Hey, Lena!“. Zusammen mit der Paulus-van-Husen-Schule ist es den Beteiligten nach umfangreichem Planungsvorlauf gelungen, den Klassenraum an diesem Tag in ein temporäres Podcast-Studio zu verwandeln. Das leichte Rumpeln im Hintergrund beim Stühlerücken lässt kaum erahnen, dass die Mitwirkenden dieser Produktion zum ersten Mal zusammenarbeiten – hochkonzentriert und professionell nimmt die Aufnahme mit den beteiligten Schülerinnen und Schülern Form an, bis schließlich der Pausengong den ersten Teil dieses Interviews beschließt.

Eingebettet ist der nach und nach entstehende Bürgermeister-Podcast in die Digitalstrategie von „Hey, Lena!“. Für viele Jugendliche gehört dieses Format längst zum Alltag, wenn es um die Unterhaltung und Informationsbeschaffung geht. Die Lockdowns der Corona-Pandemie haben aber gezeigt, dass alle Menschen eines Ortes davon profitieren können. Mit geeigneter technischer Ausstattung, die von den Machern des Projekts beigesteuert wird, ist ein Podcast schnell erstellt und kann dabei helfen, Informationen in leicht zugänglicher, zeitgemäßer Form abzurufen.

Nächster Hey, Lena!-Workshop am Mittwoch, 9. November

Wie einfach das auf Soundcloud und den Internetseiten der Schule, der Gemeinde und von Hey, Lena! geht, wie viel Spaß es machen kann, einen Podcast zu erstellen und wie gut dieses Medium funktioniert, soll deshalb auch auf dem nächsten Hey, Lena!-Workshop am Mittwoch, 9. November vorgestellt, diskutiert und erprobt werden.

Paula Bauland und Bürgermeister Dieter Berkemeier bei Aufnahmen für den Podcast der Klasse 7b der Paulus-van-Husen-Schule.
Paula Bauland und Bürgermeister Dieter Berkemeier bei Aufnahmen für den Podcast der Klasse 7b der Paulus-van-Husen-Schule. © Simone Schulze Beikel

Die Medienprofis der Legdener 7b arbeiten währenddessen schon am nächsten Termin: Im Januar wird es weitergehen mit dem zweiten Teil ihres Bürgermeister-Podcasts. Denn zu viele der spannenden Fragen sind ihm noch gar nicht gestellt worden.