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Schwere Kunst verlässt Asbeck wieder und hinterlässt Lücken „am Rande der Welt“

hzSkulpturen

Als die Skulpturen aus Stahl und Holz 2017 aufgebaut wurden, hatte Bernhard Laukötter durchaus Zweifel, wie die moderne Kunst aufgenommen würde. Jetzt werden sie abtransportiert. Leider.

Asbeck

, 16.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Sie stehen vor dem Dormitorium, vor der Kirche und neben der Hunnenporte: die großen und schweren Skulpturen aus Stahl und Holz, die Asbeck am Freitag wieder verlassen werden. Seit September 2017 prägten sie den Ortskern. „Traurig“, sagt Bernhard Laukötter nach seinem Gefühl gefragt. Der Vorsitzende des Heimatvereins ist ein großer Fan der Kunst von Ludwig Maria Vongries.

Aber nicht nur er. Kann moderne Kunst inmitten historischer Gebäude funktionieren – diese Frage stand damals im Raum. Und wurde schon schnell beantwortet. Gerade die abstrakten Werke aus Stahl und Holz, also zwei Materialien wie für die Ewigkeit bestimmt, fügten sich wunderbar ins Ortsbild. „Am Rande der Welt“ hatte der Künstler seine Ausstellung genannt. „Bilder, Skulpturen sollten da sein, dass die Menschen stolpern im Kopf“, hatte er damals über seine Arbeit gesagt. Anfassen ist hier ausdrücklich erlaubt.

Schwere Kunst verlässt Asbeck wieder und hinterlässt Lücken „am Rande der Welt“

Ludwig Maria Vongries vor seiner Skulptur, die bis Freitag noch vor dem Dormiorium steht. © Ronny von Wangenheim (Archiv)

Der Heimatverein bekam schnell Anerkennung für sein durchaus mutiges Projekt. Schon schnell war damals klar, dass etwas von Ludwig Maria Vongries Kunst bleiben soll. Der Heimatverein konnte dank Sponsoren den Auftrag geben, eine acht Meter hohe Skulptur zu schaffen, von der es bis dahin nur ein Modell gab. Sie steht am Dorfteich also auch am Startpunkt der Skulpturenroute, die in diesem Jahr eröffnet werden soll.

Partnerschaftsverein half mit

Der Partnerschaftsverein Legden/Asbeck-Reszel half, ein weiteres Werk im Stiftsdorf zu halten. „Little Space“ wanderte vom ersten Standpunkt hinter der Kirche zum neuen Platz neben der Mühle und dem neu sanierten Stauwehr. Ein drittes Werk bleibt noch: Es steht ebenfalls am Dorfteich, so passend, als ob es dafür gemacht worden wäre. „Es ist eine Leihgabe“, sagt Bernhard Laukötter und irgendwie schwingt ein „noch“ mit.

Mit schwerem Gerät werden sie am Freitag anrücken. Die Skulptur vor der Stiftskirche – zwei halbe Baumstämme, die durch einen Stahlwürfel gezogen wurden – wiegt immerhin 2,5 Tonnen. Von Asbeck aus geht es nach Nottuln. Die Bürgerstiftung Nottuln rückt im Jubiläumsjahr ihres zehnjährigen Bestehens den Franz-Rhode-Park in den Fokus der Öffentlichkeit und zeigt dort die großformatigen Werke des Havixbecker Künstlers Ludwig Maria Vongries. Am Sonntag, 26. Mai, um 15 Uhr ist die Eröffnung.

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