Auf der Skulpturen-Route finden Kunst, Natur und Dorfleben zusammen

hzZu Hause in Asbeck

Die Skulpturen-Route Asbeck besteht seit zwei Jahren und wandelt sich seither immer neu. Heimatverein und Bauamt sorgen für eine sehenswerte Verbindung von Natur, Kunst und Architektur.

von Andreas Bäumer

Legden

, 29.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist einer der letzten warmen Tage im September, als wir Bernhard Laukötter und Matthias Nettels am Dorfteich treffen, um mehr über die Skulpturen-Route Asbeck (SkulpTourA) zu erfahren. Zwei Besucher sonnen sich gerade auf der Dreh-Liege am Teich und auf dem nahen Parkplatz warten eine paar Autos mit Fahrradträgern auf ihre Besitzer.

Laukötter ist hier als Vorsitzender des Heimatvereins, Nettels unterstützt die Touristik Legden & Asbeck aus dem Bauamt der Gemeinde Legden. Die Gemeinde und der Heimatverein haben die Skulpturenroute ab 2018 gemeinsam zusammengestellt.

Ein wenig versteckt zwischen Heckenpflanzen macht die Äbtissin von Reinhard Tempelmann der Herrschaft Asbeck eine lange Nase.

Ein wenig versteckt zwischen Heckenpflanzen macht die Äbtissin von Reinhard Tempelmann der Herrschaft Asbeck eine lange Nase. © Andreas Bäumer

Die 3,5 Kilometer lange Route führt durch das Dorf und seine Außenbereiche. Flyer mit einer Karte finden sich unter anderem am Dorfteich. Die Route soll ein Extra für Besucher sein, berichtet Bernhard Laukötter. Spaziergänger und Radtouristen finden hier vielfältige Blicke auf Historisches, Natur und moderne Kunst.

Auch die an der Route gelegene Gastronomie, also im Dorfkern die Gaststätte Bernd Reers und der „Grieche unter den Linden“ sowie das Hotel Enseling an der Heeker Straße, soll davon profitieren.

Laukötter und Nettels sind sehr zufrieden, was aus der Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren entstanden ist. Der Heimatverein hat vor allem mit Skulpturen zum Projekt beigetragen, die Gemeinde sorgt für Logistik und Infrastruktur.

Inzwischen finden sich auch Sportgeräte entlang der Route.

Inzwischen finden sich auch Sportgeräte entlang der Route. © Andreas Bäumer

„In den vergangenen Jahren haben wir oft drei Ausstellungen im Jahr gehabt und dabei waren natürlich auch Skulpturen“, berichtet Laukötter. Oft habe die Dorfbevölkerung den Wunsch geäußert, bestimmte Kunstwerke zu behalten und natürlich hatte auch der Heimatverein bestimmte Werke im Blick. Gemeinsam mit anderen Sponsoren kaufte der Verein dann solche Skulpturen.

Ludwig Maria Vongries stellt zentrale Stücke

Eine besondere Erfolgsgeschichte hatte in Asbeck dabei der Havixbecker Künstler Ludwig Maria Vongries, mit richtigem Namen Hubert Bergmoser. Drei seiner Kunstwerke fanden eine passende Umrahmung durch die Landschaftsarchitektur am Dorfteich und an der Stiftsmühle.

So bildet seine Skulptur „Two Pieces“, die rostig-stählernen Rinne des Teichs und die sich im Wasser spiegelnde Skulptur „Long Double Nudes“ eine schöne Blickachse. Vergleichbar gut eingepasst ist die Skulptur „Little Space“ an der Stiftsmühle. Sponsoren für die Vongries-Skulpturen waren unter anderem die Volksbank, der Förderverein Burgen und Schlösser und das Partnerschaftskomitee Reszel.

Bernhard Laukötter freut sich, dass der Künstler inzwischen auch an anderen Orten im Kreis Skulpturen aufgestellt hat. Nettels berichtet, wie er mit Kollegen, Anhänger und Kran die „Two Pieces“ abgeholt und aufgestellt hat. Er erinnert sich, wie unkompliziert die Zusammenarbeit mit dem Künstler war.

Wegestationen und Pflaumenbäume säumen die Route

Doch nicht nur in den Dorfkern sondern auch in die Natur rundum passen sich die Kunstwerke der Skulpturen-Route gut ein. Manche stehen hier schon sehr lang, so wie die sandsteinernen Wegestationen oder das Wegekreuz an der Heeker Straße. Sie sind Zeugen der Volksfrömmigkeit aus der Jahrhundertwende.

Sowohl die Skulptur Palindrom "Leben - Nebel" als auch die Streuobstwiese drumherum sind Teil der Skulpturenroute.

Sowohl die Skulptur Palindrom "Leben - Nebel" als auch die Streuobstwiese drumherum sind Teil der Skulpturenroute. © Andreas Bäumer

Doch auch zwischen Hecken und Obstbäumen versteckt sich manches modernere Kunstwerk. Die Suche lohnt. Teil der Tour sind aber auch eine Streuobstwiese mit verschiedenen Apfelsorten plus Insektenhotel. Im Pflaumendorf ein Muss ist die frische Reihe verschiedener Pflaumensorten.

Nicht nur neue Kunstwerke wünschen sich die Asbecker für die Route. Bernhard Laukötter berichtet außerdem, dass sie sich zum Beispiel neue Bänke wünschen. Inzwischen sind auch einige Sportgeräte hier installiert und natürlich haben die Kunstwerke auch eigene Beschreibungen auf Tafeln am Weg.

Anmeldungen für Führungen durch den Heimatverein: 0170 6504971 Wissenswertes zu den Stationen unter legden.de/tourismus-freizeit/tourismus/skulptoura/standorte/
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