Christian Dieker, Vorsitzender des SuS Legden, und der ehemalige Bürgermeister Friedhelm Kleweken feuerten André Tenspolde an, weiter durchzuhalten (v.r.).. © SuS Legden
Spendenlauf

Sportmuffel hat inneren Schweinehund für guten Zweck und Bier überwunden

Aus einer „Bier-Idee“ unter Freunden wurde am Samstag Ernst. 2000 Meter machte der nicht so sportliche André Tenspolde auf der Laufbahn in Legden. Unterstützung bekam er von vielen Freunden.

Wer nicht ganz sportlich und durchtrainiert ist, wird das kennen: Der Schweinehund ist meist größer als der eigene Wille, die Kondition ist auch eher mau bis nicht vorhanden – und sich dann die Blöße zu geben und vor durchaus trainierten Menschen zu laufen: Das ist schon nicht ohne.

Davon abgehalten, am Spendenlauf der Leichtathletikabteilung des SuS Legden für die Flutopfer teilzunehmen, hat das André „Tense“ Tenspolde aus Legden aber nicht. Und dabei ist er kein großer Läufer. „Ich glaube, ich habe jetzt 12 Jahre keinen Sport gemacht“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion.

Idee entstand im Biergarten

Dafür, dass er so lange sportlich gesehen untätig war, hat er dann aber trotzdem am Samstag beim Spendenlauf eine prima Figur gemacht. Stolze 2000 Meter lief André Tenspolde. Angestachelt dazu wurde er von seinem Kumpel Andreas Heeks.

„Wir waren vor zwei Wochen im Dorfbiergarten in Legden und haben über den Spendenlauf gesprochen. Da sind wir dann darauf gekommen“, erzählt Tenspolde.

„Im Prinzip bin ich nicht gerade der Sportlichste, und fünf Runden im Dahliendorf-Stadion schienen leistungsmäßig noch machbar zu sein“, erinnert sich André Tenspolde weiter an das Gespräch.

Sponsor zahlte pro gelaufenen Meter statt pro Kilometer

Andreas Heeks konnte selbst nicht aktiv am Spendenlauf teilnehmen. Er wollte sich aber trotzdem bei der Aktion einbringen, weshalb er sich dann als Sponsor ins Spiel brachte. Laut André Tenspolde soll er gesagt haben, dass er nicht für jeden Kilometer, sondern gar für jeden gelaufenen Meter von André Tenspolde einen Euro spenden würde. Eben, weil dieser bekanntermaßen nicht so sportlich ist. Darauf hat ihn sein Freund dann auch festgenagelt.

Sponsor Andreas Heeks hier mit seinem Kumpel André Tenspolde, der die angepeilten 2000 Meter durchzog.
„Meter-Sponsor“ Andreas Heeks hier mit seinem Kumpel André Tenspolde, der die angepeilten 2000 Meter durchzog. © privat © privat

Und tatsächlich: Am Samstag lief André Tenspolde gemütlich seine Runden. Trainiert habe er eigentlich kaum und aufgewärmt hat er sich auch nicht sonderlich, sagt er. Das Laufen klappte auch ganz gut. Nach etwa 1200 Metern bekam „Tense“ dann Unterstützung durch den ehemaligen Bürgermeister Friedhelm Kleweken, der zuvor schon einen 10-Kilometer-Lauf absolviert hatte.

Endspurt-Motivation mit einer Flasche Bier

In der letzten Runde wurde der langjährige Sportmuffel dann noch vom SuS-Vorsitzenden Christian Dieker angefeuert und mit einer kühlen Flasche Bier motiviert. „Das war das Lockmittel“, gibt André Tenspolde zu.

„Das hat ja ganz gut gepasst, aus einer Bierlaune heraus war die Idee ja überhaupt erst entstanden“, sagt André Tenspolde im Gespräch mit der Redaktion und lacht. Zum Sportler werde er jetzt aber trotzdem nicht. Den Muskelkater am Tag danach habe er deutlich gespürt. Trotzdem würden André Tenspolde und sein spendabler Freund Andreas Heeks sofort wieder mitmachen – für den guten Zweck.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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