Stapelbroek: Auch in der Corona-Krise auf Expansionskurs

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Zwar ist auch das Legdener Unternehmen Stapelbroek von den wirtschaftlichen Einbrüchen durch die Corona-Krise betroffen. Das Unternehmen investiert aber weiter am Standort.

Legden

, 08.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Maßnahmen bedrohen die Existenz vieler Betriebe. Wie die meisten anderen Firmen ist auch die Legdener Firma Stapelbroek in verschiedensten Formen vom wirtschaftlichen Einbruch betroffen. Das berichtet auf Anfrage unserer Redaktion Geschäftsführer Jürgen Stapelbroek.

Noch keine Kurzarbeit

Dass Mitarbeiter des Legdener Unternehmens in der Corona-Krise schon in Kurzarbeit sind, verneint Jürgen Stapelbroek. Seine Antwort: „Momentan ist noch kein Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wir sind erst einmal dabei, Resturlaub und Überstunden abzubauen, bevor es dann tatsächlich in Richtung Kurzarbeit geht.“

In Teilen und aus den unterschiedlichsten Gründen seien in der Corona-Krise Baustellen stillgelegt worden, erklärt er auf schriftliche Anfrage. Das habe zur Folge, dass Mitarbeiter momentan nicht voll ausgelastet werden können.

Betroffen seien alle Bereiche, heißt es dazu von Jürgen Stapelbroek. „Office, Retail, Hotel, Cruise sind punktuell betroffen.“ Eine erhöhte Quote in einem der Bereiche sei nicht erkennbar. Stapelbroek agiert als Generalunternehmer.

Europaweit tätig

Die Firma ist nicht nur im Möbel- und Ladenausbau tätig, sondern kann auch alle anderen technischen Gewerke wie Klima und Lüftung, Sanitär und Elektroinstallation abdecken. Stapelbroek richtete schon Hotelzimmer großer Ketten wie Marriot und Läden von Edeka ein und ist in ganz Europa tätig.

Aktuell nach Fahrplan läuft der Großauftrag, den das Legdener Unternehmen Ende vergangenen Jahres von der Meyer-Werft in Papenburg bekamen. Stapelbroek baut auf drei neuen Kreuzfahrtschiffen insgesamt 3500 Passagierkabinen. Das Auftragsvolumen liegt bei 15 Millionen Euro.

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Stapelbroek setzte vor der Corona-Krise sein Wachstum auf die Basis eines großen Kundenmixes. „Um das Gesamtrisiko zu minimieren“, erläuterte Managing Director Lars Albers in einem Gespräch mit unserer Redaktion Ende vergangenen Jahres. Das kommt dem Unternehmen aktuell zugute. „Wir haben in allen Bereichen nach wie vor Kunden, welche weiter Projekte umsetzen“, teilt Jürgen Stapelbroek mit.

Auf Expansionskurs

Keine Abstriche macht das Unternehmen zudem, was den eigenen Expansionskurs angeht. Auf dem 2017 bezogenen Firmengelände im Industriepark Ahaus-Heek-Legden wird gerade eine neue Kommissionier- und Lagerhalle gebaut. „Die Arbeiten laufen planmäßig weiter“, erklärt Jürgen Stapelbroek dazu.

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Auf 5300 Quadratmetern soll es neben Lager und Kommissionierung auch Be- und Entladezonen sowie Büroflächen geben. Geplant waren – und sind – Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro.

Zurückhaltend äußert sich das Legdener Unternehmen, was die aktuelle wirtschaftliche Lage angeht. „Unserer Meinung nach ist momentan niemand in der Lage, eine seriöse Bewertung abzugeben“, erklärt Jürgen Stapelbroek. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen mit 160 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro.

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