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Tour: Das sind die interessantesten Bauwerke in Asbeck

Rundgang

Schlösser und Burgen hat Asbeck nicht zu bieten. Beim Burgen- und Schlössertag Münsterland ist das Stiftsdorf aber dabei. Und das nicht ohne Grund.

18.06.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tour: Das sind die interessantesten Bauwerke in Asbeck

Heimatvereinsvorsitzender Bernhard Laukötter führte viele Interessierte durch das Stiftsdorf. © Stefan Hubbeling

Das Dormitorium und der Kreuzgang, also Zeugnisse eines ehemaligen Frauenstifts, versprechen Geschichten aus alten Zeiten. Deshalb war Asbeck jetzt erneut ein Zielpunkt beim Burgen- und Schlössertag Münsterland. Und wenn dann noch mit Bernhard Laukötter ein profunder Kenner bereitsteht, kann es nur ein interessanter Tag werden.

Tour zu den interessantesten Bauwerken

Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Asbecker Heimatvereins, war voll in seinem Element. 44 interessierte Besucher wollten es sich nicht entgehen lassen, sich das altehrwürdige Asbeck erklären zu lassen. Es ging zu den interessantesten Bauwerken des Ortes. Laukötter präsentierte und erklärte zunächst die Stiftskirche mit all ihren Merkmalen und historischen Hintergründen.

Danach steuerte man geradewegs zum Torhaus, der „Hunnenporte“. Auch hier waren die Gäste wissbegierig und hatten viele Fragen an den Vorsitzenden des Heimatvereins. Staunen kam auf, als man durch das historische Backhaus ging. „Hier wurde also die Ernährung der Stiftsdamen garantiert?“ fragte sich ein Gast, als er in die alten Backöfen sah. Gegenüber zeigte Bernhard Laukötter das Äbtissinnenhaus. Auch hier konnte der Besucher einige Anekdoten und Besonderheiten erfahren.

Zapfsäule als Fotomotiv

Die berühmte Zapfsäule und das dahinter erbaute alte Fachwerkhaus von Asbeck war das nächste Ziel. Heute noch bewohnt, und daher nicht zugänglich, ist es mittlerweile ein beliebter Ort, um unter dem großen Baum vor dem Haus sich fotografieren zu lassen. „Hier vor der Tanksäule unter dem schattenspendenden großen Baum lassen sich Oldtimerautos perfekt ablichten“, verriet Bernhard Laukötter.

Von der Zapfsäule ging es zur Stiftsmühle. Hier erklärte Laukötter viele Details, so konnten sich die Gäste in die mittelalterliche Zeit versetzen lassen. Am Ende waren der zweistöckige Kreuzgang und das Dormitorium das Ziel. „Der Kreuzgang ist unser ganz besonderer Stolz“, so Laukötter, der erläuterte, dass der Wiederaufbau dank des Engagements der Asbecker gelang.

Auch im Dormitorium konnten die Teilnehmer der Führung viel von dem Leben und den Gebräuchen der Stiftsdamen erfahren. Am Ende der Asbecker Zeitreise durch das Mittelalter und die frühe Neuzeit war der Applaus der Beuscher sehr groß.

Konzert in der Stiftskirche

Der Tag hatte aber noch einen weiteren Höhepunkt parat. In der Stiftskirche St. Margareta erklangen die ersten Töne der Konzertreihe „Sommer – Schlösser – Virtuosen – Klassik im Westmünsterland“. Diese Konzertreihe wird vom Kreis Borken bereits zum 17. Mal veranstaltet. Pünktlich um 17 Uhr gab die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein unter der Leitung von Andres Mehne gemeinsam mit dem Solisten Marceau Lefèvre am Fagott in der Asbecker Stiftskirche St. Margareta ein Konzert. Sie präsentierten unter anderem Werke von Ludwig van Beethoven und Richard Wagner. Das Konzert stand unter dem Titel „Sommernacht“ und so wurde auch das gleichnamige Stück von Othmar Schoeck dargeboten.

Großer Musikgenuss

Der 26-jährige Solist Marceau Lefèvre, aus dem französischen Avignon, ist bereits Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe. Sein Können bewies er auch in Asbeck und bot gemeinsam mit den Streichern einen großen Musikgenuss. Somit kam an diesem Tag nicht nur der geschichtsinteressierte Bürger auf seine Kosten, sondern auch der Liebhaber klassischer Musik.

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