Ob der Nachfolger von Noch-Amtsinhaber Friedhelm Kleweken der CDU-Kandidat Bernhard Laukötter oder der unabhängige Dieter Berkemeier sein wird, steht erst am 27. September fest. © Bastian Becker
Kommunalwahl 2020

Unverständliche Klatsche für die UWG

Eine Überraschung ist es nicht. Bei drei Bürgermeister-Kandidaten steigt schon rein rechnerisch die Wahrscheinlichkeit einer Stichwahl. Überraschend ist das schlechte Abschneiden der UWG.

Seit 1999 sitzt mit Friedhelm Kleweken ein CDU-Mann auf dem Chefsessel im Legdener Rathaus. Vor ihm schon neun Jahre lang eine CDU-Frau. Dass die CDU-Erfolgsgeschichte nicht so nahtlos weiter geschrieben werden kann, war diesmal schon im Vorfeld klar. Dass es dem CDU-Kandidaten im ersten Wahlgang für eine absolute Mehrheit reichte könnte, glaubte so recht keiner. Und das nicht nur wegen des Auftretens von insgesamt drei Kandidaten.

Mal ehrlich: So richtig konturenscharf waren die Unterschiede der politische Profile von Dieter Berkemeier, Bernhard Laukötter und Gerd Heuser nicht. Alle drei aus Legden (oder Asbeck!), alle drei im Ort bekannt, gut vernetzt. Alle fundierte Kenner ihres Ortes. Im zweiten Wahlgang wird es aber extrem schwer sein, da die Konturen nochmal zu schärfen.

Ein dramatisches Ende hat die Wahl für die UWG und ihren Kandidaten Gerd Heuser. Wohl gemerkt, der Mann, der als Gegenkandidat von Kleweken 2015 43 (!) Prozent holte. Und jetzt sind daraus ganze 15,6 Prozent geworden. Absolut unverständlich! Heuser ist schließlich mit einem deutlich auf Legden runtergebrochenen Programm angetreten. Offenbar haben sich die Legdener Wähler aber nicht nur gegen den Kandidaten Heuser, sondern auch gegen die UWG insgesamt entschieden. Sollte das wirklich daran liegen, dass sie es sich auf die Fahnen geschrieben haben, Klartext zu reden? Das wäre wirklich fatal!

Über die Autorin
Lesen Sie jetzt