Wohngemeinschaft für Senioren begeistert Landrat

Gerd Wiesmann in Legden

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 14.07.2009, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Legden Fast 26 Quadratmeter mit eigenem Bad und Blick ins Grüne: "Für mich ist das hier ideal", strahlt Dorothea Raschdorf, während sich den Besucher durch ihr Appartement in der Seniorenwohnanlage St. Ulrich führt - mit einer Begeisterung, die sich schnell auf den Gast überträgt. "Das gefällt mir wirklich sehr gut hier", beglückwünscht Landrat Gerd Wiesmann die Seniorin, die eigens für das Wohnen in der innovativen Hausgemeinschaft von Münster nach Legden gezogen ist.

Traditionell radelt der Landrat jeden Sommer durch seinen Kreis Borken, um die Städte und Gemeinden mit ihren aktuellen Projekten besser kennen zu lernen. Turnusgemäß war dieses Mal Legden an der Reihe. Dass die Vertreter der Gemeinde als Ausgangspunkt für die gemeinsame Tour das Altenwohnhaus St. Josef mit dem angrenzenden Haus St. Ulrich ausgesucht hatten, habe nichts damit zu tun, dass der Landrat nach den Kommunalwahlen in den Ruhestand wechsele, hieß es, "sondern allein mit der Bedeutung des Altenwohnheims".

Von den 77 Vollzeitpflegepflegeplätzen des Hauses verteilen sich 68 auf das Altenwohnhaus und zwölf auf die neue Hausgemeinschaft St. Ulrich . Ihr galt das besondere Augenmerk des Landrats. Denn dieses Modell sei noch neu und eher selten im Kreis anzutreffen, so Wilhelm Winter, der Leiter des Hauses in kirchlicher Trägerschaft. "Das Besondere an unserem Konzept ist, dass alles sehr normal ist", so Winter: Eine überschaubare Gruppe wohne in einer ganz normalen Wohnung, "wie in einer Großfamilie". Eine ganztägig anwesende Präsenzkraft organisiere den Haushalt, koche und putze - "und das mit den Bewohnern zusammen so weit es geht."

Nachdem sich der Landrat gut eine Stunde Zeit für das "bemerkenswerte Altenwohnheim" genommen hatte, ging es per Rad weiter - zum Dahlienfeld, in die Neue Mitte, zur 380-KV-Leitungund nach Asbeck. sy-

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