Duell zwischen Dominik Emde (gelbes Trikot) und Michael Krakala (SuS). Der SV Langschede trotzte dem SuS Oberaden ein 1:1. ab. © Neumann
Fußball

Gunal Chandihok ärgert den SuS Oberaden – Satte Siege für TuRa und RW Unna

Die Kreisliga A2 hatte am Wochenende wieder viel zu bieten. Unter anderem ließ der SuS Oberaden wieder Federn. Siege gab es für TuRa Bergkamen, RW Unna und auch den BSV Heeren.

Erneut musste sich der Titelanwärter Oberaden mit einem Remis begnügen. In Langschede spielte die Römerberg-Truppe nur 1:1.

Kreisliga A2: SV Langschede – SuS Oberaden 1:1 (0:1). „Das waren wieder zwei verschenkte Punkte. Unsere Chancenauswertung war miserabel“, ärgerte sich SuS-Trainer Birol Dereli. Dabei begann alles planmäßig für die Gäste, denn auf Querpass von Michael Krakala gelang Niclas Beckerling bereits nach sieben Minuten das 1:0. Danach erarbeitete sich die Dereli-Schützlinge gute Einschussmöglichkeiten, doch Langschedes Zerberus Christopher Sander zeigte einige Glanzparaden. Aber auch den Hausherren boten sich Chancen, die allerdings von Jannes Krupka nicht verwertet wurden.

In den zweiten 45 Minuten hatte der SuS wesentlich mehr Ballbesitz, doch der zweite Treffer wollte einfach nicht fallen. Auf der Gegenseite zeigte sich Torhüter Kai Münstermann bei einem Freistoß von Johannes Wilke auf dem Posten.

Sieben Minuten vor dem Spielende dann Riesenjubel in der Ruhrkampfbahn: Nach einem langen Abstoß von Sander verlängerte Krupka das Spielgerät zu Gunal Chandihok, der schnell schaltete und den Ausgleich markierte. Die Gäste antworteten nochmal mit wütenden Angriffen, doch Sander zeigte sich kurz vor dem Spielende auch gegen Krakala auf dem Posten.

„Das Remis geht völlig Ordnung, ärgerlich ist der dumme Gegentreffer nach einer Unachtsamkeit in unserer Abwehrreihe. Ansonsten freuen wir uns aber über diesen Punktgewinn gegen einen Meisterschaftsanwärter“, zeigte sich Langschedes Übungsleiter Stefan Kortmann recht zufrieden.

SV Langschede: Sander, Pestke, Emde, Krupka, Chandihok (89. Sobral), Kirstein (82. Römelt), Wilke, Mai, Herter (46. Görler), Schoof (66. Luca Brewedell), Seeling

SuS Oberaden: Münstermann, Klein, Stoltefuß, Temur, Krakala, Kusch, Beckerling, Bozkurt, Erdmann (68. Tekkanat), Kusakci, Sokol

Tore: 0:1 Beckerling (7.), 1:1 Chandihok (83.)

SV Bausenhagen – BSV Heeren 2:3 (2:1). Immer wieder angetrieben von dem starken Stephan Hohmann erarbeitete sich der SV Bausenhagen einige gute Chancen. So zielte Alexander Erdmann gleich in der Anfangsphase über das gegnerische Gehäuse. Besser machte er das dann nach neun Minuten, als er die Lederkugel nach einer Ecke von Matthias Wegener in die Maschen köpfte.

Auch in der Folgezeit waren die Hausherren das bessere Team. Völlig überraschend gelang dem BSV in der 35. Minute das 1:1 durch Martin Herbort. Doch das Heimteam steckte den Kopf nicht in den Sand und machte weiter Druck. Nach einem Foul von Tobias Wrodarczyk verwandelte Robin Erdmann den fälligen Elfmeter zur verdienten 2:1-Halbzeitführung.

Nach dem Wechsel hielt der BSV wesentlich besser dagegen. Auf Vorarbeit von Gabriel Honorio schaffte Thilo Ernst auch recht bald das 2:2. Auf der Gegenseite rettete Heerens Keeper Justin Eike gegen Robin Erdmann in bravouröser Manier. In der 67. Minute gelang dem kurz zuvor eingewechselten Arne Volkmer ein Geniestreich, denn er zirkelte das Spielgerät per Freistoß sehenswert zum 3:2 in den Winkel.

Der BSV Heeren setzte sich am Sonntag mit 3:2 beim SV Bausenhagen durch.
Der BSV Heeren setzte sich am Sonntag mit 3:2 beim SV Bausenhagen durch. © Art © Art

Bausenhagen setzte in der Endphase alles auf eine Karte, doch Eike rettete in der Nachspielzeit gegen Wegener den Sieg. „Wir hätten sicherlich zumindest ein Remis verdient gehabt“, meinte Bausenhagens Co-Trainer Ulli Neuhaus, der neben Hohmann noch Wegener aus seinem Team heraushob. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns kämpferisch gesteigert, trotzdem ist es schon ein sehr glücklicher Sieg“, sagte Heerens Coach Christoph Golombek.

SVB: Peters, Hans (90. Bartmann), Hohmann (73. Horenkamp), Löcken (78. Meng), Hendriks, Hoffmann, Neithart, Wegener, R. Erdmann, Andree (73. Frank), A. Erdmann

BSV: Eike, Heins, Hilbk-Kortenbruck, Brech (72. Feldmann), Herbort, Honorio, Gaida, Wrodraczyk (58. Becker), Heberlein (60. Volkmer), Kaul, Thilo Ernst (80. Felix Ernst)

Tore: 1:0 A. Erdmann (9.), 1:1 Herbort (35.), 2:1 R. Erdmann (45.), 2:2 Thilo Ernst (59.), 2:3 Volkmer (67.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Feldmann (87./Zeitspiel)

FC TuRa Bergkamen – SV BR Billmerich 6:0 (4:0). „Eine mehr als ordentliche Leistung meiner Mannschaft. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können“, bilanzierte Bergkamens Trainer Chris Brügmann.

Im weiteren Verlauf agierte Bergkamen sehr dominant und zeigte ein tolles Pressing. Dadurch praktizierten die Blau-Roten viele Fehler im Spielaufbau, sodass die Gastgeber zu hochkarätigen Möglichkeiten kamen. Innerhalb von nur 60 Sekunden stellten Jannik Haase und Pascal Kupfer das Resultat auf 3:0. Doch damit war der Torhunger der Brügmann-Schützlinge in den ersten 45 Minuten noch nicht gestillt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte erneut Kupfer auf 4:0.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Gastgeber zunächst einige Gänge zurück. So kam Billmerich auch zu Chancen, doch im vorderen Bereich fehlte die Durchschlagskraft. Pech hatte der eingewechselte Arash Brelian, der für TuRa Pfosten und Querlatte anvisierte. Besser machte es Nils Rösener, der 13 Minuten vor dem Spielende den fünften Treffer besorgte. Den Schlusspunkt setzte dann wieder der überragende Kupfer. „Bei uns fehlten heute kurzfristig wichtige Stammkräfte. Die Niederlage ist völlig okay, vor allen Dingen im den ersten 45 Minuten haben wir viel Lehrgeld bezahlt“, so BRB-Coach Flurim Ramaj.

TuRa: Kurpanik, Aslani, Kupfer, Nagel, Kopar (82. Kahraman), Haase (69. Calikbasi), Bah, Krause (65. Lalla), Cannaviello (52. Brelian), Mitat, Rösener

BRB: Busch, Tobias Schmidt, Land (50. Clausmeier), Kallweit (67. Romdhane), Knabe (80. Herrmann), Christopher Schultz, Sebastian Schmidt, Krysteck, Pickull (82. Kleff), Manuel Schultz, Lange

Tore: 1:0 Aslani (5.), 2:0 Haase (31.), 3:0 Kupfer (32.), 4:0 (Kupfer (44.), 5:0 Rösener (77.), 6:0 Kupfer (88.)

TSC Kamen II – FC Overberge 1:2 (0:2). Einen knappen und glücklichen Sieg landete Overberge bei der Kamener Zweitvertretung. Zunächst hatte alles gut ausgesehen für den FCO, denn Tom Schröder brachte die feldüberlegenen Gäste mit einem Doppelpack schon in der ersten Halbzeit 2:0 in Führung. Nach dem Wechsel veränderte sich das Bild komplett. Kamen war nun deutlich wacher, bei Overberge lief rein gar nichts mehr. Nach dem 1:2 durch Simon Ponten (63.) wurde es turbulent, es folgten Feldverweise für Sezer Cengiz (67.) und Sion Steffen (68.). Am Ergebnis änderte das aber nichts mehr.

TSC: Oeztürk – Akcaköse, Bostanci, Crescente, M. Domurcuk (10. Ponten), Genc, Taslik(46. Yalcinkaya), Karatas, O. Domurcuk (29. Cengiz), Dündar, Aksoy.

FCO: Verelli – Rüger, Groß, Kloß, Steffen, Wittwer (53. Piotrowski), Ndreu, Schröder (86. Bachmann), Buschmann, Eren, Schwencke (78. Helmich).

Tore: 0:1 Schröder (11.), 0:2 Schröder (39.), 1:2 Ponten (63.).

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Cengiz wegen Schiedsrichter-Beleidigung (TSC, 67.), Ampelkarte gegen Steffen (FCO, 68.) wegen Ballwegschlagen.

SuS Kaiserau II – RW Unna 1:4 (0:2). Rot-Weiß Unna ging nach mehreren Chancen in der Anfangsphase in Führung. Levin Overhage schloss aus halblinker Position aus 12 Metern ab. In der ersten Hälfte ging es so gut wie nur aufs Kaiserauer Tor. Die Gäste erhöhten nur sechs Minuten später durch Matthias Lage nach einem durchgesteckten Ball von Kapitän Christoph Gnatowski auf 2:0. In der ersten Hälfte gab es eigentlich nur eine Chance auf das Tor von Unna, Felix Hülsmann scheiterte aber an Unna-Schlussmann Kevin Lüttecken.

Nach dem Wiederanpfiff ging es weiter wie in der ersten Hälfte. In der 54. Minute vergab Mansour Yousofi einen lang gespielten Ball alleine vor dem Tor – und so zog es sich die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte: Die Gäste trafen das Tor einfach nicht mehr. Das lag auch an der starken Leistung von Kaiserau-Keeper Michael Nattkemper, der in der Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte viele Großchancen zunichtemachte.

Doch in der 60. Minute segelte ein Weitschuss von Gnatowski aus 23 Metern ins obere rechte Eck. Es ging wie in der ersten Hälfte eigentlich nur in die Richtung der Heimmannschaft. In der 71. Minute sah dann der bereits mit Gelb vorbestrafte Felix Hülsmann die Gelb-Rote Karte nach einer Auseinandersetzung mit Gegenspieler Dennis Schütz; der sah ebenfalls Gelb. Nur drei Minuten später erhöhte Matthias Lage nach einem von links reingespieltem Querpass von Levin Overhage auf 4:0.

Nur noch der eingewechselte Fabrice Piel konnte etwas am Endergebnis machen und traf in der 88. Minute zum 4:1-Anschlusstreffer. An der letztendlichen Punktevergabe änderte das nichts mehr.

SuS: Nattkemper – Agu, Jendis (56. Piel), Hülsmann, Tiefenbach (46. Dirlt), Siebert, Polaczek (40. Milcarek), Schmidt, Ittermann, Kolkmann, Klug (69. Kuipers)

RWU: Lüttecken, Schütz, Yousufi, Lage, Böhne (80. Kulinski), Buschhaus, Overhage (76. Zienert), Kramer, Czaja (23. Peters), Gnatowski, Abaraonye

Tore: 0:1 Overhage (29.), 0:2 Lage (44.), 0:3 Gnatowski (60.), 0:4 Lage (74.), 1:4 Piel (88.)

Bes Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Hülsmann (76.)

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67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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