Kugelstoßerin Julia Ritter siegte am Samstag beim Wurf-Meeting in Neubrandenburg. © Sebastian Reith
Leichtathletik

Sieg in Neubrandenburg! Julia Ritter nähert sich ihrer Bestform an – und auch Olympia?

Julia Ritter nimmt Kurs auf Richtung Bestform: In Neubrandenburg feierte die Oberadener Kugelstoßerin am Samstag einen Sieg und nähert sich ihrer Bestform an. Löst sie so noch das Olympia-Ticket?

Erst vor einer Woche platzte ein lauter Jubelschrei aus Julia Ritter heraus. Beim Werfertag in Halle/Saale hatte die Leichtathletin aus Oberaden mit dem Diskus die Schallmauer von 60 Metern locker geknackt und mit 61,24 Metern eine neue persönliche Bestmarke aufgestellt. Nun, eine Woche später, gab es erneuten Grund zum Jubeln: Beim Wurf-Meeting des SC Neubrandenburg siegte die 23-Jährige im Kugelstoßen – und nähert sich allmählich auch hier ihrer Bestmarke an.

Sieg im letzten Versuch

„Endlich läuft es wieder besser!“, zeigte sich die Leichtathletin des TV Wattenscheid am Samstag nach ihrem Sieg in Neubrandenburg auf ihrem Instagram-Kanal erleichtert. Mit 17,81 Metern sparte sich Ritter ihren besten und unterm Strich Sieg-bringenden Wurf für den sechsten Versuch auf. Im letzten Moment fing sie dadurch noch Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) ab, die die 4000 Gramm schwere Kugel zuvor im zweiten Versuch – ihrem einzig gültigen – 17,43 Meter weit gewuchtet hatte.

Im Vergleich zur Vorwoche in Halle bedeutete diese Weite für Julia Ritter eine Verbesserung um 26 Zentimeter. Bis zu ihrer persönlichen Bestmarke (18,14 Meter), geschweige denn bis zur Olympia-Norm (18,50 Meter) muss die junge Oberadenerin in den kommenden Wochen aber noch die ein oder andere Schüppe draufpacken.

Nur Platz fünf mit dem Diskus

Mit dem Diskus konnte Ritter in Neubrandenburg hingegen nicht an ihre persönliche Fabelweite aus der Vorwoche anknüpfen. 56,80 Meter flog die 1000-Gramm-Scheibe – das reichte in der Gesamtabrechnung lediglich zu Platz fünf. Den Sieg holte hier Lokalmatadorin Claudine Vita (SC Neubrandenburg) mit 64,25 Metern – und damit 75 Zentimeter weiter als die geforderte Olympia-Norm von 63,50 Metern.

Die Norm für die Spiele in Tokyo in einer der beiden Disziplinen zu knacken – das ist der große Traum von Julia Ritter. Die nächste Gelegenheit, ihn wahr werden zu lassen, hat sie bereits am 26. Mai beim Wettkampf in Schönebeck (Sachsen-Anhalt). Mit Spannung erwartet werden aber vor allem die Deutschen Leichtathletik-Freiluft-Meisterschaften am 6. Juni in Braunschweig.

Über den Autor
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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