Wende in der Regenschlacht FC Overberge erhebt Vorwürfe gegen Bezirkssportgericht

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Streitthema Rasen: War der Platz bespielbar? Hatte der Schiedsrichter die Partie korrekterweise fortgesetzt – trotz Abbruchankündigung? Der FC Overberge will sich nicht als Verlierer im Rechtsstreit geschlagen geben.
Streitthema Rasen: War der Platz bespielbar? Hatte der Schiedsrichter die Partie korrekterweise fortgesetzt - trotz Abbruchankündigung? Der FC Overberge will sich nicht als Verlierer im Rechtsstreit geschlagen geben. © Michael Neumann
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Das Bezirkssportgericht Mitte hat das Urteil des Kreissportgericht Unna-Hamm überraschend aufgehoben und erklärte BR Billmerich nachträglich wieder zum Sieger der Partie des 6. Spieltages. Der FC Overberge steht nun unter Zugzwang.

Nach dem am vergangenen Freitag gefällten Urteil hoben die Sportrichter Andreas Schober, Dirk Bahne und Andreas Pfeffer das von Dietmar de Sacco verkündete Urteil vom 2. Oktober auf und teilten den Verfahrensbeteiligten mit, dass die Partie zwischen dem SV BR Billmerich und dem FC Overberge wie ausgetragen mit 4:1 für Billmerich gewertet wird.

„Das Urteil ist eine sehr große Überraschung für uns“, war Overberges Sportlicher Leiter, Damian Glombik, zunächst fassungslos. Für ihn konnte es eigentlich kein anderes Urteil als das des Kreissportgerichts geben, da er erneut betont: „Der Schiedsrichter hat das Spiel abgebrochen. Nicht eventuell oder vielleicht, er hat es getan. Und dementsprechend war das Urteil nachvollziehbar.“

Die Begründung, die durch Richter Andreas Pfeffer an die Vereine weitergeleitet wurde, sei falsch dargelegt worden. „Nach dem Abbruch ist unsere Mannschaft ja bereits duschen gegangen. Das macht man ja nicht, wenn das Spiel nur vielleicht beendet ist“, begründet Glombik seine Ansicht und betont, dass der Schiedsrichter diesen Abbruch auch in den Spielbericht eingetragen habe.

Der FC Overberge hat durch seinen Sportlichen Leiter bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt, wie Glombik auch bestätigte. Dabei bezieht man sich erneut auf den Abbruch durch Schiedsrichter Kilian Jaskulski, der nach Ansicht des FC Overberge stattgefunden hat. Das Spiel sei nur fortgesetzt worden, weil Billmerich auf den Unparteiischen eingeredet habe.

„Ich kann auch absolut nicht verstehen, wie man so etwas immer im schriftlichen Verfahren entscheiden kann. Keiner von denen war dabei und nur aufgrund ein paar Sätzen fällt man dann Urteile“, wünscht Glombik sich eigentlich ein Präsenzverfahren, damit man auch zu allen Vorwürfen und Aussagen Stellung nehmen kann.

Overberge zweifelt Neutralität an

Des Weiteren zweifelt Overberge die Neutralität des Gerichtes, allen voran, die von Richter Andreas Pfeffer an. Laut Glombik wohnt Pfeffer in Billmerich. Dementsprechend kann er die Teilnahme als Richter am Sportgericht nicht nachvollziehen und bezieht sich auch da wieder auf das Kreissportgericht, bei dem Vorsitzender Michael Zahorodnyj den Fall wegen möglicher Befangenheit abgab, da er ebenso wie der Schiedsrichter dem TuS Germania Lohauserholz angehört.

„Wenn das neutral sein soll, ja dann Gute Nacht! Das Urteil können wir so einfach nicht akzeptieren“, so Glombik. Es habe einen sehr faden Beigeschmack. Beim Streit um die Regenschlacht aus dem Waldstadion in Billmerich scheint weiterhin kein Ende in Sicht zu sein.