Ein Adler-Gegner sieht Rot bei Niederlage

Korfball-Regionalliga

Der KV Adler Rauxel löste die Pflichtaufgabe bei der SG Pegasus Rommerscheid 2, konnte sich zunächst aber nicht absetzen.

Habinghorst

, 02.12.2019, 23:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Adler-Gegner sieht Rot bei Niederlage

Der Pegasus-Gegner von Rauxels Tim Langhorst (2.v.l.) sah die Rote Karte. © Volker Engel

Knapper als erwartet haben sich am Sonntag die Regionalliga-Korfballer des Vize-Meisters KV Adler Rauxel bei der abstiegsgefährdeten SG Pegasus Rommerscheid 2 durchgesetzt. Beim Tabellenvorletzten aus Bergisch Gladbach setzte sich das Team von Adler-Trainer Patrkck Fernow mit 29:22 (17:12) durch.

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Das waren nur drei Körbe Differenz mehr als beim Rauxeler Sieg gegen den amtierenden Meister Pegasus 1. Adler-Vize-Kapitän Tim Langhorst berichtete, dass das Duell mit der Pegasus-Reserve ein hitziges Spiel gewesen sei. Langhorsts Gegenspieler Sebastian Wieseler sah sogar die Rote Karte. Er ließ sich zu einer Tätlichkeit gegen den Castrop-Rauxeler Korbjäger hinreißen. Langhorst: „Das ist eigentlich nicht seine Art. Es war eine Kurzschlussreaktion, für die er sich noch in der Halbzeitpause entschuldigt hat.“ Pegasus 2 musste fortan nicht in Unterzahl agieren. Denn die Korfball-Regeln besagen, dass sich ein Team nach einem Feldverweis per Einwechselung wieder ergänzen darf.

Langhorst erklärte: „Wir hatten eigentlich eine gute Trefferquote und haben die Partie durchweg beherrscht. Die Adleraner nutzten die Gunst der Stunde, um oft einzuwechseln. Das führte allerdings dazu, dass sie sich in der ersten Viertelstunde nicht absetzen konnten.

Shield-Gegner stehen fest

Langhorsts zog einen Strich unter die Partie und sagte: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir gegen die Topteams der Liga einen Gang hochschalten müssen.“ Denn in der zweiten Halbzeit hatte die Fernow-Truppe mehrfach die Gelegenheit verpasst, eine deutlichere Führung herauszuwerfen. Timo Langhorst: „Eigentlich hätten wir die 17 Körbe aus der ersten Halbzeit nochmals werfen können. Aber das ist jetzt wirklich ein Jammern auf hohem Niveau.“

Unterdessen ist Montag bekannt geworden, auf wen der KV Adler Rauxel beim internationalen Turnier um den Europa Shield treffen wird. Für den Wettbewerb im Januar in Bergisch Gladbach (Gastgeber TuS Schildgen) sind als Gruppen-Gegner der Korfbal klub Brno (Tschechische Republik), die Kocaeli University Sport Club (Türkei) und die KS Defenders Korfball Wroclaw (Polen) zugeteilt worden.

Somit gehen die Castrop-Rauxeler den starken Teams aus Katalonien und Großbritannien aus dem Weg. Tim Langhorst gibt allerdings zu bedenken: „Im möglichen Halbfinale werden wir dadurch einen Kracher-Gegner bekommen.“ Zudem seien die Polen schwer einzuschätzen sowie die Tschechen recht spielstark.

Schwerin unterliegt knapp dem Meister

Der Schweriner KC hat am Samstagabend sein Regionalliga-Spiel gegen Meister SG Pegasus 1 knapp mit 20:22 verloren. Nach einer Führung geriet der SKC mit 3:9 in Rückstand und konnte diesen bis zur Pause auf 9:13 verkürzen.

Die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit mündete elf Minuten vor dem Ende in dem Korb zum 15:16. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr. Bester SKC-Werfer war Pascal Demuth mit sechs Körben. Der Schweriner KC muss nunmehr am 15. Dezember gegen den KV Adler Rauxel gewinnen, um noch eine Chance auf die Teilnahme an den Play-Offs um den Titel zu haben.

Schlusslicht Schweriner KC 2 unterlag beim Spitzenreiter TuS Schildgen mit 12:33. SKC-Trainer Ina Heinzel sagte: „Wir waren schwach in der Verteidigung und haben das Ziel, mehr als zwölf Körbe zu werfen, verfehlt.“