Anne Elisa Zorn: Verletzung verhindert den Titelgewinn in Werne

Westfälischen Hallentennismeisterschaften

Anne Elisa Zorn vom TuS Ickern ist Zweite bei den Westfälischen Hallentennismeisterschaften geworden. Eine Verletzung verhinderte, dass sich Zorn womöglich den Titel sichern konnte.

Castrop-Rauxel

11.11.2019, 16:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Anne Elisa Zorn: Verletzung verhindert den Titelgewinn in Werne

Die Tennisspielerin Anne Elisa Zorn vom TuS Ickern kam bei den Westfälischen Hallentennismeisterschaften in Werne bis ins Finale. Dort hatte sie aber aufgrund einer Verletzung am Ende keine Chance. © Volker Engel

Völlig überraschend konnte die 18-jährige Anne Elisa Zorn vom TuS Ickern bei den Westfälischen Hallentennismeisterschaften in Werne den zweiten Platz in der offenen Damenkonkurrenz erringen. Im Finale unterlag sie in drei Sätzen Deborah Muratovic (TC Deuten). Auch Ulrich Viefhaus vom TC GW Frohlinde stand im Finale. Hier unterlag er Harald Koglin (TV Espelkamp-Mittwald) glatt in zwei Sätzen. Die drei Vertreter des TC BW Castrop 06, Dr. Jens Brinkhoff, Volker Brinkhoff und Dieter Düwel standen in der Vorschlussrunde.

„Fast hätte ich den Meldeschluss verpasst. Nur durch Zufall habe ich auf der Internetseite des Westfälischen Tennisverbandes die Anmeldefrist entdeckt. Und dann werde ich westfälische Vizemeisterin. Das ist schon verrückt!“, zeigte sich Anne Elisa Zorn nach dem Finale überrascht, aber auch erfreut.

Eine Blase an der Schlaghand bereitete Zorn Probleme

Auf ihrem Weg ins Finale schaltete die Ickernerin unter anderem die an Nummer eins gesetzte Franziska Kummer (Tennispark Versmold) aus, die allerdings verletzungsbedingt im zweiten Satz aufgeben musste. Glatte Zwei-Satz-Siege in den nächsten beiden Runden folgten. Im Halbfinale ließ Zorn der an Nummer sieben eingeordneten Tabea Dembeck (Bielefelder TTC) beim 6:4, 6:1-Erfolg keine Chance.

Im Endspiel musste sie dann der recht anstrengenden Turnierwoche Tribut zollen. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sie sich zwar ins Match zurück und gewann den zweiten Satz im Tiebreak. Aufgrund einer Blase an der Schlaghand war die Ickernerin im entscheidenden Satz dann kaum noch in der Lage, den Schläger zu halten. Mit 0:6 ging der Satz schnell an ihre Gegnerin. „Trotzdem bin ich mit der Vizemeisterschaft sehr zufrieden. Schließlich bin ich als ungesetzte Spielerin ins Endspiel gekommen“, bilanzierte Anne Elisa Zorn.

Ulrich Viefhaus ist mit seiner Leistung unzufrieden

Über die Vizemeisterschaft konnte sich auch Ulrich Viefhaus trotz seiner Finalniederlage freuen. Der Frohlinder erreichte das Finale der Herren-Konkurrenz 75, stand da aber bei seiner 1:6, 1:6-Niederlage gegen Harald Koglin auf verlorenem Posten. „Natürlich bin ich mit meiner Leistung unzufrieden. Ich habe in keiner Phase zu meinem Spiel gefunden. So ähnlich sind die Dortmunder Borussen bei ihrem Gastspiel in München am Samstag aufgetreten“, erklärte der ehemalige Fußballer und hatte seinen Humor offensichtlich schnell wiedergefunden.

Eine „Teil-Meisterschaft“ gab es für den TC GW Frohlinde schließlich auch noch. Andreas Thivessen, der im Winter für die Frohlinder Herren antritt, aber im Sommer beim TV Espelkamp-Mittwald aufschlägt, entschied die Konkurrenz der Herren 30 durch einen 6.4, 3:0-Aufgabesieg gegen seinen Mannschaftskollegen Gunnar Hildebrand für sich.

Anne Elisa Zorn: Verletzung verhindert den Titelgewinn in Werne

Andreas Thiverssen entschied die Konkurrenz der Herren 30. © Volker Engel

Wenn auch die Finalteilnahme knapp verpasst wurde, war das Erreichen der Vorschlussrunde für die drei Vertreter des TC BW Castrop 06 ein Erfolg. Bei den Herren 45 scheiterte Dr. Jens Brinkhoff mit 4:6, 4:6 am späteren Sieger André Kropp (TC 22 Rheine). „Ich hatte wohl zu viel Respekt vor meinem Gegner, bin aber zufrieden, dass ich mit einem solchen Spitzenspieler mithalten konnte“, erklärte Brinkhoff.

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Sein Bruder Volker stand nach verlorenem ersten Satz kurz vor dem Gewinn des zweiten Durchgangs in seiner Halbfinal-Begegnung gegen Chris Pickering (TTC Verl) bei den Herren 60. Brinkhoff trauerte anschließend seinen verpassten Chancen nach: „Der erste Satz ging sehr schnell weg. Im zweiten Satz hatte ich aber beim Stand von 5:4 und 40:0 drei Satzbälle, die ich nicht verwandeln konnte. Im Match-Tiebreak wäre alles wieder offen gewesen.“

Ganz nah an der Finalteilnahme vorbei schlitterte Dieter Düwel bei den Herren 65. Er musste sich Erich Quast (TC St. Mauritz Münster) nach zwei Stunden mit 6:3, 4:6 und 8:10 beugen. „Leider haben am Ende zwei unglückliche Bälle beim Stand von 8:8 im Match-Tiebreak den Ausschlag zu meinen Ungunsten gegeben.“, erklärte Düwel.