Glückshormone lassen den Trainer den Schmerz vergessen

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Ein Castroper Coach bezieht in seinen Jubel alle mit ein. Ein Ex-Profi feiert runden Geburtstag. Diese und weitere Anekdoten in unserer Reihe „Leute im Sport“.

Castrop-Rauxel

, 19.11.2019, 10:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tino Westphal, Spielertrainer der SG Castrop, platzte nach dem Schlusspfiff des 4:2-Bezirksliga-Sieges gegen Teutonia SuS Waltrop von hinten freudig lachend mit „Achtung, Überfall!“ ins Gespräch zwischen dem Reporter und seinem Kollegen Dennis Dannemann. Und eilte danach überglücklich zu seinen Spielern, um ihnen zu gratulieren. Der lädierte Oberschenkel, der Westphal früh zur Auswechselung gezwungen hatte, schmerzte in diesen Augenblicken offenbar nicht mehr. Es ist schon erstaunlich, was Glückshormone alles „löschen“ können.


Glückshormone lassen den Trainer den Schmerz vergessen

© Marcel Witte

Klaus „Tanne“ Fichtel, aus Ickern stammender Ex-Profi feiert am Dienstag, 19. November, seinen 75. Geburtstag. Der in Waltrop lebende Castrop-Rauxeler, der mit 43 Jahren sechs Monaten und drei Tagen den Altersrekord in der 1. Liga hält, betonte kurz vor seinem Ehrentag nochmals seine Bodenständigkeit. Im Interview sagte er: „Ich hatte in den 1980er Jahren Angebote von Mönchengladbach und Bayern. Aber München war mir einfach zu weit weg, und Schalke hat mir immer ein Angebot für mehrere Jahre gemacht. Ich fand es so viel angenehmer, brauchte nicht umzuziehen, konnte zu Hause bleiben und die normalen Wege machen.“


Glückshormone lassen den Trainer den Schmerz vergessen

© Jens Lukas

Safa Obi, Fußballer beim FC Frohlinde, war am Sonntag in der Landesliga bei der DJK Wattenscheid (1:5) selbst schuld, dass er nicht mehr Einsatzzeit hatte. In der Vorwoche beim 1:0 gegen Viktoria Resse lief er noch schmollend nach Abpfiff in die Kabine, weil er erst in der 92. Minute eingewechselt wurde. Diesmal durfte er schon in der 46. Minute ran, aber das Spielende erlebte er nicht auf dem Platz. Der 24-Jährige sah in der 70. Minute wegen eines Foulspiels die Rote Karte.


Glückshormone lassen den Trainer den Schmerz vergessen

© Klingsieck

Marius Brödner, Torwart beim Fußball-Bezirksligisten Spvg Schwerin, musste am Sonntag auf väterliche Unterstützung verzichten. Das galt auch für Bruder Adrian, der beim Phönix Bochum (Bezirksliga 10) zwischen den Pfosten steht. Vater Lothar Brödner, der einst selbst Keeper war, scheute diesmal weite Wege. Er reiste nicht seinen Söhnen nach, weil der eine (Marius) beim SC Hassel auf der Schweriner Bank saß und der andere (Adrian) nach Weitmar fahren musste. Vater Lothar wählte das Landesliga-Spiel in Obercastrop als Zuschauer in seiner Nachbarschaft aus. Allerdings versuchte er zwischenzeitlich, auf seinem Mobiltelefon die Zwischenstände der Teams seiner Söhne zu erhaschen.

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