Chris Matuszak vom FC Frohlinde: „Der Aufstieg wird nicht im Winter entschieden“

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Der eingefleischte BVB-Fan Chris Matuszak zählt seit Jahren zum Stammpersonal des FC Frohlinde. Dort spielt er nun mit dem Ex-BVB-Spieler Marc Kruska zusammen - eine besondere Situation.

Frohlinde

, 04.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Chris Matuszak, der FC Frohlinde und Borussia Dortmund - diese Mischung passt. Beim BVB gibt der 26-Jährige auf den Zuschauerrängen alles, für den FCF im Trikot. Und jeder Fan träumt doch mal davon, mit einem der Stars zusammenzuspielen.

Für Chris Matuszak ist das seit der Verpflichtung von Marc Kruska möglich, der einst selbst das Trikot des BVB trug. Wir sprachen mit Matuszak über diese besondere Situation und die bisherige Saison des FC Frohlinde, der den Kontakt zur Ligaspitze etwas verloren hat.

Hallo Chris, zuletzt hat der FC Frohlinde 0:1 in Hombruch verloren. Da war mehr drin, oder?

Definitiv. Die Chancen waren da, aber dann kriegen wir durch eine harte Flanke genau vor den Kopf des Gegners das Gegentor. Unser Torwart Daniel Schultz hatte keine Chance.

Ihr habt in den vergangenen vier Liga-Spielen nur zwei Tore gemacht. Woran hapert es in der Offensive?

Jetzt möchtest du, dass ich unsere Stürmer in die Pfanne haue, oder? (lacht) In manchen Situationen fehlt uns vielleicht das gewisse Glück, was wir letzte Saison noch hatten. Wir müssen gemeinsam aus dieser Krise wieder rauskommen, dann kommen die Tore auch wieder.

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Ungewohnt war es zuletzt in Hombruch auch, dass du als eigentlicher Stammspieler von der Bank kamst. Woran lag das?

Ich war eine Woche im Urlaub, daher musste ich auf die Bank. Das ist aber nicht so schlimm. Zwar ist man am Anfang sauer, weil man nicht spielt, aber das sollte man hinten ran stellen. Letztlich ist es wichtig, dass wir als Team erfolgreich sind.

In dieser Saison fällt auf: Du wechselst immer mal die Position, mal spielst du als Linksverteidiger, mal im zentralen Mittelfeld. Welche Position liegt dir denn besser?

Mir ist das eigentlich egal. Ich habe in meiner gesamten Jugendzeit als Linksverteidiger und im linken Mittelfeld gespielt. In dieser Saison wurde ich zum ersten Mal auf der Sechs eingesetzt und hab direkt im ersten Spiel (gegen den TuS Bövinghausen, Anm. d. Red.) getroffen. Das war ein gutes Gefühl und gab mir Sicherheit. Zudem habe ich neben mir mit Andreas Kluy und Marc Kruska zwei Spieler, die das Spiel und auch mich als Spieler lenken können.

Chris Matuszak vom FC Frohlinde: „Der Aufstieg wird nicht im Winter entschieden“

Ob als Linksverteidiger oder im zentralen Mittelfeld, Chris Matuszak (blaues Trikot) fühlt sich auf beiden Positionen wohl. © Jens Lukas

Die Verpflichtung von Marc Kruska als Ex-Profi schlug hohe Wellen. Wie ist es für dich als BVB-Fan mit einem früheren Dortmunder Bundesligaspieler zusammenzuspielen, dem du früher im Stadion schon zugejubelt hast?

Wir kennen uns schon länger und irgendwann hat man auch schonmal darüber gesprochen, was er nach seiner Profikarriere machen möchte. Ich bekam dann auch mit, dass er in Frohlinde im Gespräch war. Als es letztlich klappte, war das für mich eine coole Sache mit ihm künftig gemeinsam auf dem Platz zu stehen, weil er uns enorm hilft.

Wie kannst du Marc Kruska auf dem Feld beschreiben? Was bringt er ins Team ein, was euch gefehlt hat?

Alleine schon seine Art, er geht mega professionell an die Sache ran. Auch wenn er „nur“ in der Landesliga spielt, obwohl er letzte Saison noch im San Siro auflief, versucht er trotzdem professionell ranzugehen und ist einfach eine Bereicherung für unsere Mannschaft.

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Nach der Niederlage in Hombruch sind die Spitzenplätze für den FC Frohlinde erst einmal einige Punkte entfernt. Was glaubst du, ist für euch in dieser Saison noch möglich?

Für mich ist die Saison noch nicht vorbei, das hat man leider in der letzten Saison bei uns selbst gemerkt. Der Aufstieg wird nicht im Winter entschieden, sondern die Rückrunde zählt auch. Wir müssen als Team an unseren Schwächen arbeiten und dann können wir vielleicht noch ein paar von den Mannschaften vorne in der Tabelle ärgern.

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